Fr 22.05.15

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ARD-Morgenmagazin
Wald- und Wiesenkräuter für die Küche

In unseren Breitengraden bereichern Küchenkräuter unsere Speisen oft eher als Dekoration, statt als richtige Zutat. Dabei kann ein wenig mehr davon nicht schaden! Seien Sie ruhig mutig.

Denn Kräuter schmecken oft nicht nur überraschend und intensiv, ihre Inhaltstoffe sind erwiesenermaßen auch sehr gesund. Wussten Sie, dass Schnittlauch entzündungshemmende Eigenschaften hat? Oder Petersilie zur Körperentgiftung beiträgt?

Andere Kräuter senken den Blutdruck und ihre Bitterstoffe wirken positv auf den gesamten Verdauungsprozess. Kräuter lassen sich selber im Garten anbauen oder auf der Fensterbank ziehen.

Doch auch in Parkanlagen, auf Wiesen und am Wegesrand wachen zahleiche Wildkräuter die ebenfalls essbar sind. Sie zeichnen sich durch besonderem Geschmack und Heilkraft aus.

Auf Qualität achten (1)

Wenn Sie qualitativ gute Kräuterpflanzen kaufen wollen, tun Sie das am besten dort, wo sie jemanden nach Anbau und Pflege fragen können. Suchen Sie sich daher die Gärtnerei Ihres Vertrauens!

Geerntet werden Kräuter möglichst am Vormittag. Dann ist der Gehalt ihrer gesunden Inhaltstoffe am größten. Junge Kräuter liefern meist das meiste Aroma, bevor die Pflanze zu blühen beginnt.

Auf Qualität achten (2)

Verwenden Sie Kräuter am besten immer frisch! Nicht alle Kräuter lassen sich gut lagern.

Wenn es nicht anders geht, geben Sie die Blätter in luftdicht verschließbare Gefrierbeutel und legen Sie diese in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks.

Basilikum

Kommt ursprünglich aus warmen Regionen wie Indien. Dort ist Basilikum ein Heilkraut und wird oft als Tee verwendet. Basilikum ist empfindlich. Es sollte warm und geschützt stehen.

Sein Geschmack ist würzig, pfeffrig. Es passt zu Gemüse, Fleisch, Pasta, Pizza und wird als Pesto, zu Süßspeisen und als Tee verwendet. Im Kühlschrank hält sich Basilikum 3 bis 4 Tage. Zum Einfrieren oder trocknen nicht geeignet!

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse ist mehrjährig und winterhart. Sie mag es humusreich und sonnig bis halbschattig. Da sie gerne viel Platz in Anspruch nimmt, sollte sie besser in Töpfe gepflanzt werden.

Ihr Geschmack ist fruchtig. Zitronenmelisse passt zu Eierspeisen, Suppen, Soßen, Salat und wird in Getränken, Süßspeisen und als Tee verwendet. Im Kühlschrank hält sie 2-3 Tage. Man kann die Blätter einfrieren und trocknen.

Spitzwegerich (1)

Viele kennen ihn in Form von Hustenbonbons oder -saft. Sein kulinarisches Talent ist jedoch fast unbekannt. Er schmeckt nämlich sehr fein nach Champions!

Spitzwegerich gibt es in Gärtnereien nicht als Topfpflanze. Aber Sie können das Kraut einfach aus der Natur in Töpfe oder Beete umpflanzen. Wenn er sich dort nicht schon ungebeten breit gemacht hat.

Spitzwegerich (2)

Spitzwegerich ist ein Naturbursche und braucht nicht viel zum guten Gedeihen.

Er passt zu Suppen, feine Blätter in Salate, zu Gemüse und man kann ihn zu einem leckeren Pesto verarbeiten. Im Kühlschrank hält sich Spitzwegerich drei bis vier Tage. Er lässt sich einfrieren.

Pimpernelle (kleiner Wiesenknopf)

Ihr nussiger bis gurkenähnlicher Geschmack bereichert die Wildkräuterküche. Sie sollte roh verwendet werden und möglichst nicht gekocht. Fein gehackt kann sie in Kräuterbutter, Soßen, Dips und Brotaufstrichen verwendet oder über Gemüse gestreut werden.

Pimpernelle ist fester Bestandteil der "Frankfurter Grünen Soße". Im Kühlschrank hält sie sich nur kurz. Man kann sie einfrieren.

Weitere Informationen (1):

Alles über Küchen- und Wildkräuter erfahren Sie bei zertifizierten Kräuterpädagogen:

www.gundermannschule.com

Zertifizierte Kräuterpädagogen bieten Führungen, erklären die verschiedenen Kräuter und geben Kochkurse speziell für Kräuter: Wildkräuterei Köln

www.wildkraeuterei-koeln.de

Weitere Informationen (2):

Das wilde Kräuterbuch

Karin Greiner & Renate Blaes

Softcover, 124 Seiten

Preis: EUR 24,95