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Sa 12.04.14

17.03 - 17.30 Uhr
Ratgeber: Internet

Notfall-Apps - Schnelle Hilfe auf Knopfdruck (1)

Notfall-Apps sollen in einem Gefahrenfall auf Knopfdruck für Hilfe sorgen. Die Programme "Protegon SOS" oder "Mein Notruf" sind hier zwei Beispiele, beide informieren bei Gefahr eine Rettungszentrale.

Dabei geben die Apps beim Auslösen die GPS-Koordinaten automatisch weiter. Metergenau sehen die Helfer so, wo sie hin müssen. "Mein Notruf" kostet monatlich ab 3,59 Euro, "Protegon" zwischen 9,95 und 18,50 Euro im Monat.

Notfall-Apps (2)

Dafür kann dort zusätzlich auch noch ein privater Sicherheitsdienst gerufen werden.

Gemeinsam mit der Kölner Studentin Anna wollen wir herausfinden,ob das wirklich funktioniert. Für uns soll sie "Protegon SOS" ausprobieren. Das Prinzip ist einfach: Ein roter Knopf ist für medizinische Notfälle, ein blauer für Überfälle oder Gewalt.In der Notrufzentrale von Protegon in Gelsenkirchen schauen wir uns genauer an, wie die App funktioniert.

Notfall-Apps (3)

In einem ersten Schritt können Kunden im Vorfeld festlegen, was im Notfall passieren soll, etwa einen privaten Sicherheitsdienst rufen oder die Polizei informieren.

Anna wählt das Premiumpaket. Im Notfall soll ein Sicherheitsdienst kommen. Für unseren Testnotruf gehen wir in eine abgelegene Seitenstraße. Der Sicherheitsdienst lässt auf sich warten. Erst nach 23 Minuten naht die vermeintliche Rettung. Für die Polizei, z.B. in Bremen,gilt eine Zielzeit von acht Minuten

Notfall-Apps (4)

Laut "Protegon" seien die 23 Minuten ein normaler Wert.Die Sicherheitskräfte können zum Beispiel nicht mit Blaulicht über die Straßen fahren.

Auf ein paar Meter genau soll das Handy via GPS ortbar sein,ein echter Vorteil, der bei der Stichprobe funktioniert hat. Verschiedene Landes-Innenministerien sehen den Einsatz von Notfall-Apps jedoch skeptisch. Schließlich könne die Polizei bundesweit über Mobilfunkmasten selber orten. Das stimmt auch, doch die Technik ist ungenauer als GPS.

Notfall-Apps (5)

Als Hilfe per App und GPS gibt es auch schlichtere Varianten, zum Beispiel die "Notfallhilfe". Dort wird unter anderem der nächste Arzt angezeigt. Auch Tipps für die Erstversorgung gibt es.

Und bei "One Touch SOS" für Android-Handys kann im Notfall eine SMS mit den GPS-Daten an drei vorher festgelegte Empfänger verschickt werden, jedoch nur auf Englisch.

Welche App eignet sich für wen? (1)

"Gerade dann wenn ich nicht genau weiß, wo ich mich genau befinde, sind solche Apps wirklich sehr praktisch. Ob man die jetzt wirklich für den Alltagsgebrauch verwendet und dafür eine relativ hohe Monatsgebühr bezahlt, das muss jeder für sich selber entscheiden.

Und diese kostenlosen Apps, die schaden natürlich nicht, die kann man sich gerne installieren. Ob man sie dann wirklich auch verwendet, ist eine andere Geschichte", erklärt Dominik Hoferer, IT-Fachmann bei Chip-Online.

Welche App eignet sich für wen? (2)

Trotz punktgenauer GPS-Ortung - Anna ist von den Apps nicht wirklich überzeugt. Sie würde im Notfall doch lieber die Polizei anrufen.

Crowdfunding: Der schnelle Kredit

Die zentrale Frage für junge Internet-Unternehmer ist, an Startkapital heran zu kommen. Der Weg zum Bankenkredit ist steinig und teuer.

Doch es gibt noch andere Ideen fürs Startkapital, z.B. das "Crowdfunding".

Crowdfunding (1)

Beim Crowdfunding werden Ideen und Projekte von sehr vielen Leuten finanziert

Es sind Hunderte, manchmal Tausende ganz normaler Menschen, die alle jeweils nur einen recht kleinen Betrag beisteuern, aber so ein Projekt ermöglichen.

Das finanzielle Risiko ist auf viele Menschen verteilt, meist Menschen, die auch die Idee sympathisch finden.

Crowdfunding (2)

Zum Beispiel hat jemand ein neues Gerät erfunden. Die Gründer stellen dann ihr Projekt auf einer Projektseite vor und werben für ihre Idee. Wer mitmachen möchte, der investiert jeweils einen kleinen Betrag, mindestens 50 Euro.

Von vornerein ist klar, wie viel Geld die Macher benötigen. Finden sich nicht genug Investoren, ist das Projekt geplatzt, kann dann nicht realisiert werden, alle bekommen ihr Geld zurück. Gibt es hingegen genug Geld, freuen sich alle, und die Idee wird umgesetzt.

Crowdfunding (3)

Wenn das Geschäft über die Jahre besonders gut läuft, gibt es obendrein eine Gewinnbeteiligung. Finanziert wird per Crowdfunding alles Mögliche: neue Onlineprojekte, Filme, Veranstaltungen, Spiele, Hilfsprojekte, aber auch technische Geräte oder ganz normale Waren. Manchmal müssen nur ein paar hundert Euro finanziert werden, manchmal eine Million Euro und mehr.

Um ein Projekt per Crowdfunding zu finanzieren, braucht man eine entsprechende Plattform im Internet.

Crowdfunding (4)

Hier treffen sich die mit den Ideen und die mit dem Geld, die investieren wollen. Die bekannteste Crowdfunding-Plattform ist "Kickstarter". Hier gibt es die meisten Crowdfunding-Projekte. Die bekannteste Plattform im deutschsprachigen Raum ist "Startnext".

Neben den bekannten Plattformen gibt es zahlreiche weitere Anbieter,die je nach Genre Ideen unterstützen. "Sciencestarter" beschäftigt sich zum Beispiel mit wissenschaftlichen Porjekten, oder "VisionBakery" mit kulturellen.

Start-Up: Das große Geld?

Für Nachwuchsunternehmer ein Traum, viel Geld im und mit dem Internet zu verdienen. Doch eine pfiffige Idee allein reicht nicht zum Erfolg. Wer richtig in das Internet-Business einsteigen will, muß einige Spielregeln beachten und an Startkapital herankommen.

Der "Ratgeber: Internet" stellt zwei junge Start-Ups vor.

Windows XP: Die letzten Tipps (1)

Microsoft hat vor wenigen Tagen den Support für das beliebte Betriebssystem Windows XP beendet. Die Frage nun: Umstellen oder nicht?

IT-Fachmann Björn Goetze weiß: "Das Problem ist, dass es Sicherheitslücken gibt, die jetzt nicht mehr geschlossen werden von Microsoft, von daher können sich jetzt Viren und Trojaner ganz einfach auf dem System installieren", erklärt Goetze das Hauptproblem.

Windows XP: Die letzten Tipps (2)

Für Dorit Monius wäre das ein Problem. Die 42-Jährige führt eine Beratung für Büroorganisation. Die Daten der Kunden dürfen auf keinen Fall gefährdet sein. Darum hätte Monius gerne ein neues Betriebssystem. Vor dem Update sollten jedoch ein paar Fragen geklärt werden:

- Wie alt ist der PC?

- Gibt es schon eine Datensicherung?

- Welches Windows wird benötigt?

- Funktionieren andere Endgeräte wie Drucker oder Scanner unter dem neuen System?

Windows XP: Die letzten Tipps (3)

Mit wenigen Klicks hat der Experte die Systemeigenschaften in Erfahrung gebracht. Im Falle von Dorit Monius empfiehlt sich die Installation von Windows 7.

Doch es gibt zahlreiche andere Versionen. "Also für einen Privatanwender reicht auf jeden Fall die Home-Premium-Version aus, auch für kleine Selbständige. Die Professional-Version ist wirklich erst in Verbindung mit einem Server interessant.

Windows XP: Die letzten Tipps (4)

Die 32-Bit-Version nimmt man inzwischen weniger, weil die nur 3,2 GB Arbeitsspeicher verwenden kann, die 64-Bit-Version ist die, die man normalerweise nimmt, rät Goetze.

Bei der Installation gibt es zwei Möglichkeiten. Mit einem Upgrade kann das Betriebssystem einfach erneuert werden. Andere Software bleibt erhalten, doch es kann zu Problemen bei der Programmausführung kommen. Die Alternative ist die Neuinstallation.

Windows XP: Die letzten Tipps (5)

Bei der Neuinstallation müssen aber auch alle anderen Programme wieder auf den Rechner gespielt werden. Goetze empfiehlt die Neuinstallation, die je nach Rechner einige Zeit dauern kann. Dorit Monius muss nun noch ihr Office-Programm wieder installieren und persönliche Daten zurück kopieren.

Bei Victor Meyer ist die Sachlage ein wenig kniffliger. Er hat Angst, dass seine selbstgeschriebenen Programme nach dem Upgrade nicht mehr laufen.

Windows XP: Die letzten Tipps (6)

Allerdings ist sein Betriebssystem zu alt für ein Upgrade. Die nötige Aufrüstung würde ihn rund 350 Euro kosten.

Mutige können in so einem Fall ein Linux-Betriebssystem installieren oder - ganz einfach - den XP-Rechner vom Netz nehmen.

Solange der Rechner nämlich nicht mit dem Internet verbunden ist, kann man Windows XP problemlos weiter nutzen.

Windows XP: Die letzten Tipps (7)

Unser Internetreporter warnt: "Wer jetzt noch mit Windows XP im Internet unterwegs ist, der ist ein Sicherheitsrisiko für sich und für alle anderen. Denn die Hacker warten nur darauf, die vorhandenen Sicherheitslücken jetzt auszunutzen und ihre Schadsoftware, wie Viren und Trojaner zu verbreiten."

Internet-Experte Jörg Schieb empfiehlt eine Partionierung der Festplatte. So können problemlos das Betriebssystem Linux installiert und Windows XP - allerdings offline - genutzt werden.

Windows XP: Die letzten Tipps (8)

Beim Hochfahren des Betriebssystems kann zwischen den beiden Festplatten entschieden werden.

Ein potenzielles Betriebssystem ist Ubuntu, eine kostenlose Linux-Version, die problemlos auf alten Rechnern läuft.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.daserste.de/information/ratgeber- service/internet/index.html

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