Tatort: Das Magazin

Borowski - immer wieder neu

Was empfindet Borowski für die wichtigste Zeugin Famke Oejen?

Milberg: Borowski erlebe ich in den Geschichten immer wieder neu. Er ist eher ein Chamäleon, ohne Vorbehalte, den Menschen durchaus nahe. Er versucht zu verstehen und lässt sich dabei die Zeit, die notwendig ist. Er nimmt die Fälle, also die Menschen, denen er bei Ermittlungen begegnet, wichtiger als sich selber. Die innere Distanz ist aber ganz stark. Auch bei Famke Oejen. Dass er da träumt, hilft ihm, zu den richtigen Fragen zu kommen. Kleinste Lücken in der Logik aufzuspüren.

Was er fühlt? Wer weiß das schon

Lässt sie ihn von der freien Liebe träumen? Suchen beide menschliche Nähe, ohne sich erklären zu müssen?

Milberg: Was er wirklich fühlt, wir wissen es nicht. Der romantische Eindruck, die Nähe zu Famke bringt ihn ihrem Geheimnis näher. Da ist Kalkül. Ohne, dass sie oder der Zuschauer das sofort mitbekommt. Borowski ist Profi. Das ist gut so im Drama, im Film. In einer realen Ermittlung geht das alles überhaupt nicht.

Respektvoller Gruß an Sibel Kekilli

Borowski ermittelt allein. Haben Sie die Figur anders gespielt als sonst?

Milberg: Ich habe es genossen, alleine zu ermitteln. Ah, Moment, da war doch eine sehr engagierte und loyale Polizistin, Respekt! Die Arbeit da draußen ist aber doch meist spannender als die Szenen auf dem Revier.

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