ARD Text: Tatort

Hans-Jochen Wagner im Interview II

Zur Vorbereitung standen Sie in engem Kontakt mit der Freiburger Polizei. Inwieweit haben Ihnen die Gespräche und der Einblick in die Polizeiarbeit für die Dreharbeiten geholfen?

Natürlich kann in einem 90-minütigen Tatort, der Spannung erzeugen will, nicht eins zu eins tägliche Polizeiarbeit abgebildet werden. Aber es ist uns wichtig, dass sich die beiden Ermittler zumindest in entscheidenden Situationen realistisch wie ermittelnde Polizisten verhalten. Mir war es z.B. wichtig zu wissen, wie Berg sich im Showdown beim Gebrauch seiner Waffe verhalten muss.

Echte Polizeiarbeit als Vorbild

Gibt es in dieser Situation der Bedrohung einen Verhaltenskodex und wie wird der im Vorhinein trainiert? Oder ist der Polizist in dieser Situation völlig auf sich gestellt? Am meisten hat mich beeindruckt, wie genau und exakt nach Vorschrift bei den realen Ermittlern gearbeitet werden muss. Würden die sich aufführen wie so mancher Tatort-Kommissar, hätten alle Beweismittel vor Gericht keinen Bestand und der mutmaßliche Täter würde freigesprochen.

Alles, was ermittelt wurde, muss in stundenlangen Anhörungen vor Gericht minuziös belegt werden.

Gemeinsam mit der Redaktion

Was wünschen Sie sich für Ihren Charakter? Haben Sie die Möglichkeit, die Figur gemeinsam mit der Redaktion weiterzuentwickeln?

Für Friedemann Berg habe ich verschiedene Ideen, die ich gemeinsam mit der Redaktion durch die Tatort-Folgen hindurch verfolgen werde. Aber Genaueres ist noch geheim, es soll ja spannend bleiben.

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