Kultur: Nachrichten

Christine Kaufmann im Porträt

Von Kindesbeinen an stand die am 11. Januar 1945 in Lengdorf in der Steiermark geborene Tochter eines ehemaligen deutschen Offiziers und einer französischen Maskenbildnerin im Rampenlicht. Erste Schritte ins Showleben machte sie - gemanagt von ihrer ehrgeizigen Mutter - mit sieben Jahren im Ballett des Münchner Gärtnerplatztheaters.

Bereits als Neunjährige eroberte sie dann in dem Film "Rosen-Resli" unter der Regie von Harald Reinl die Herzen der Kino-Zuschauer. Das war 1954 - schon sieben Jahre später gab sie ihr Hollywooddebüt in "Stadt ohne Mitleid".

Durchbruch als Kleinstadtmädchen

Darin spielte Kaufmann an der Seite von Kirk Douglas ein Kleinstadtmädchen, das Opfer einer Vergewaltigung wird. Die Kritik feierte die deutsche Schauspielerin, längst noch nicht volljährig wurde sie mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Es folgten weitere Engagements in Hollywoodfilmen wie "90 Minuten nach Mitternacht" (1962) und "Taras Bulba" (1962).

Schlagzeilen machte 1963 ihre Heirat mit dem 20 Jahre älteren Hollywoodstar Tony Curtis. Nach fünf Jahren wurde die Ehe geschieden, Kaufmann kehrte mit den beiden Töchtern in ihre Heimat zurück.

Von Hollywood bis "Monaco Franze"

In Deutschland spielte Kaufmann in TV- Serien wie "Der Kommissar" und "Derrick" mit. Mit Regisseur Werner Schroeter drehte sie "Der Tod der Maria Malibran", für Rainer Werner Fassbinder stand sie in "Lola" und "Lili Marleen" vor der Kamera. Als Olga brillierte sie Anfang der 80er Jahre in der TV- Kultserie "Monaco Franze" neben Helmut Fischer und Ruth Maria Kubitschek.

Auch auf der Theaterbühne ließ sich Kaufmann blicken, so Ende 2014 als skurrile Geisterbeschwörerin in Noël Cowards Schauspiel "Funkelnde Geister" am Landestheater Linz.

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