tagesschau24: Sa 28.05.16

20:15 - 21:00 Uhr
Flüchtlinge und Vertriebene an Rhein, Ruhr und Weser (1/3) 16:9

Ankunft im Westen

Das 1946 gegründete Bundesland Nord­rhein-Westfalen hieß in den 1950er Jahren auch "das Flüchtlingsland der Bundesrepublik". Knapp zweieinhalb Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebie­ten fanden hier Aufnahme, mehr als in jedem anderen Bundesland.

Das Land lag weit im Westen, und in der Nachkriegszeit waren Ruhrgebiet und weite Teile des Rheinlands wegen der verheerenden Kriegsschäden gesperrt.


Ankunft im Westen

Erst mit den organisierten Transporten seit dem Herbst 1946 trafen viele Ver­triebene im Westen ein.

Sie wurden vor allem in den ländlichen Gebieten am Niederrhein, in Ost-West­falen und im Sauerland angesiedelt und lebten dort mit Alteingesessenen auf engstem Raum, vielfach freundlich auf­genommen, aber oft auch angefeindet. Es sollte viele Jahre dauern, bis die Grä­ben zwischen Einheimischen und Hinzuge­kommenen wirklich überwunden waren.