Ratgeber: Neu im Januar

Verkehr I

Radfahrer: An Kreuzungen ohne Radfahrer-Ampel müssen sich Fahrradfahrer ab 1.Januar 2017 an den Ampeln für den Fahrverkehr orientieren. Eine Übergangsregelung, nach der sie sich nach der Fußgängerampel richten durften, ist dann nicht mehr gültig.

Bis zum Alter von zehn Jahren dürfen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, bis acht müssen sie das sogar. Jetzt darf ein Elternteil oder eine Aufsichtsperson von mindestens 16 Jahren das Kind mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten. Bisher mussten die Begleiter die Straße benutzen.

Verkehr II

E-Bikes: Radwege, die mit dem neuen Zusatzschild "E-Bikes frei" gekennzeichnet sind, dürfen auch von Elektrofahrrädern befahren werden. Diese Regelung gilt allerdings nur für E-Bikes, die maximal 25 Kilometer pro Stunde fahren können. Die schnelleren S-Pedelecs müssen weiterhin die Straße nutzen.

30er-Zonen: An Schulen, Kindergärten, Altenheimen und anderen Einrichtungen lassen sich auf Vorfahrts- und Durchgangsstraßen leichter Tempo-30-Bereiche einrichten. Bisher ging dies nur, wenn es sich bei den Stellen nachweislich um Unfallschwerpunkte handelte.

Verkehr III

Rettungsgasse gesetzlich festgelegt: Bei Stau und stockendem Verkehr muss auf Autobahnen und Bundesstraßen eine Rettungsgasse gebildet werden. Jetzt ist auch per Gesetz definiert, wie das zu passieren hat:

Auf Straßen mit mindestens zwei Fahrstreifen pro Richtung wird die Gasse zwischen dem äußerst linken Fahrstreifen und dem rechts daneben gebildet. Hat die Straße also in einer Richtung drei oder mehr Fahrstreifen, müssen die Autofahrer auf der linken Spur weiter nach links fahren, die Fahrer aller anderen Spuren dagegen weiter nach rechts

Verkehr IV

HU teurer: Die Kosten für die Hauptuntersuchung (HU) sollen steigen. Einem Entwurf zufolge, dem der Bundesrat noch zustimmen muss, ist je nach Bundesland eine Preisspanne von 29,40 bis 46,10 Euro für Pkw vorgesehen, Bisher liegt die Spanne bei 27,80 bis 43,50 Euro. Hinzu kommen noch 19 % Mehrwertsteuer.

Führerschein teurer: Auch die Gebühren für die Führerschein-Prüfung sollen dem Entwurf zufolge steigen: für die theoretische Prüfung von 20,83 auf 22,49 Euro, für die praktische von 84,97 auf 91,75 Euro für Pkw und von 112,81 auf 121,38 Euro für Motorräder.

Verkehr V

Klimaanlagen: Klimaanlagen in Fahrzeugen dürfen nicht mehr mit dem Kältemittel R134a befüllt werden. Dieses zählt zu den Mitteln mit fluorierten Treibhausgasen, die nicht mehr erlaubt sind. Neuwagen werden ab 2017 nicht mehr zugelassen, wenn ihre Klimaanlagen mit R134a befüllt sind. Eine Ausnahme gilt lediglich für Fahrzeuge, deren Typengenehmigung bis Ende 2010 erteilt wurde.

Quads: Das Leistungslimit für Quads wird nicht mehr an deren Kilowatt-Leistung festgemacht,sondern an der Höchstgeschwindigkeit. Es liegt nun bei 90 Kilometern pro Stunde.

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