Nachrichten Ratgeber

Finanzen (I)

Selbstanzeige: Die Regeln für strafbefreiende Selbstanzeigen werden verschärft. Reuige Steuersünder sind ab 2015 nur noch bis zu 25.000 hinterzogenen Euro von einem Zuschlag befreit. Vorher waren es 50.000 Euro. Liegt der hinterzogene Betrag zwischen 25.000 und 100.000 Euro, ist ein Zuschlag von 10 % fällig, bei Summen zwischen 100.000 und einer Million sind es 15 %.

Liegt der hinterzogene Betrag darüber, beträgt der Zuschlag 20 %. Bisher waren es 5 %. Hinzu kommen Hinterziehungszinsen von 6 % pro Jahr. Die Verjährungsfrist steigt auf zehn Jahre.

Finanzen (II)

Marktwächter: Ab 2015 sollen sogenannte Marktwächter dubiose Angebote und fehlerhafte Entwicklungen aufspüren, um Verbraucher besser zu schützen. Beobachtet werden soll zum einen der Finanzmarkt, damit vor allem Kleinanleger schneller vor unseriösen Angeboten gewarnt werden können.

Zum anderen sollen die Marktwächter die digitalen Märkte im Auge behalten und schneller Sicherheitslücken, Kostenfallen oder Betrugsmaschen aufspüren. Die Markwächter sind bei den Verbraucherzentralen angesiedelt.

Finanzen (III)

BAföG: Ab Januar wird der Bund das BAföG komplett finanzieren. Bislang haben die Länder einen Anteil von 35 % daran bestritten. Ab 2016 sollen dann die Sätze steigen und auch die Einkommensfreibeträge der Eltern erhöht werden.

Litauen bekommt den Euro: Vom 1.Januar 2015 an wird in Litauen mit dem Euro bezahlt. Damit ist der Baltenstaat das 19.Mitglied der Europäischen Währungsunion, das die Kriterien des Aufnahmeverfahrens erfüllt hat und den Euro als Landeswährung einführt.