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Kontenwechsel leicht gemacht

Nach dem Zahlungskontengesetz müssen alle Banken ab dem 18.September 2016 den Wechsel des Girokontos erleichtern, indem sie zum Beispiel Daueraufträge und andere Daten des Kunden an die neue Bank automatisch übermitteln. Damit soll der Umzug des Kontos erheblich vereinfacht werden.

Das kann sich auszahlen, denn viele Banken und Sparkassen erhöhen gerade die Gebühren für die Kontoführung.

In einer großen Untersuchung hat die Stiftung Warentest die Preise für 241 Kontomodelle von 104 Banken und Sparkassen geprüft und zeigt Lösungswege, um den Kostenerhöhungen zu entgehen.

Der Wechsel ist ganz einfach (1)

Alle Bankinstitute wie Sparkassen, Volksbanken, Geschäftsbanken und Onlinebanken, die Girokonten anbieten, müssen beim Wechsel helfen - sofern der Kunde sie dazu beauftragt.

Der Wechsel ist ganz einfach (2)

Das gilt aber nur, wenn beide Banken in Deutschland ansässig sind, sowie das alte und das neue Konto in derselben Währung geführt wird.

Eröffnen Sie bei der neuen Bank ein neues Konto und ermächtigen Sie die Banken mit dem entsprechenden Formular zur Kontowechselhilfe, dann fordert Ihre neue Bank bei der alten Bank eine Liste mit Überweisungen, Lastschriften und Ihren Daueraufträgen an.

Der Wechsel ist ganz einfach (3)

Sie richtet die Daueraufträge für Sie ein und lässt das restliche Guthaben Ihres alten Kontos auf Ihr Neues übertragen.

Des Weiteren informiert die Bank regelmäßige Einzahler, wie beispielsweise Ihren Arbeitgeber,über Ihre neue Kontoverbindung. Der ganze Vorgang muss innerhalb von fünf Geschäftstagen abgeschlossen sein.

Der Wechsel kann Geld sparen (1)

Viele Banken und Sparkassen haben die Gebühren für Kontoführung, Giro- und Kreditkarte oder die Überweisung per Formular erhöht.

Doch es gibt auch immer noch kostenlose Konten. Brauchen Sie keine Filiale, sind Sie bei einer Direktbank richtig. Gratiskonten bieten die regionalen PSD- Banken, die Sparda Bank Hessen, die Südwestbank und die überregionalen Santander Banken.

Der Wechsel kann Geld sparen (2)

Wenn Sie für ihr Girokonto mehr als 60 Euro pro Jahr inklusive Buchungen und Girocard bezahlen, sollten Sie einen Kontowechsel überlegen.

Banken müssen Preiserhöhungen rechtzeitig und nachvollziehbar ankündigen. Üblich sind sechs Wochen, bevor die neuen Preise gelten. Sie können widersprechen, die Bank wird Ihnen dann aber in der Regel kündigen.

Weitere Informationen:

Banken müssen beim Kontowechsel helfen

https://www.verbraucherzentrale.de/ bank-wechseln

Der ausführliche Test "Girokonten" erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift FINANZtest, Heft 10/2016, Seite 15-21 (ab 21.09.2016 am Kiosk) und ist bereits abrufbar unter

www.test.de/girokonto

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