Das Erste: Mo 28.11.16

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ARD-Morgenmagazin
Gesundheit 2.0

Schrittzähler, Sportarmbänder und eine Vielzahl anderer digitaler Helfer sollen Fitness und Gesundheit verbessern.

So gut wie alles kann überwacht, ausgewertet und optimiert werden. Rund 20 Prozent aller Deutschen nutzen bereits eine digitale Fitness-Anwendung in Form eines Tracking-Armbands oder einer App im Handy.

Fitness- und Gesundheits-Gadgets (1)

Schlafverhalten, Körperfett und Blutdruck werden mit Hilfe von Sensoren aufgezeichnet und verarbeitet. Immer mehr Menschen überprüfen damit, ob sie sich gesund verhalten.

Schrittzähler, Fitnesstracker oder Smartwatch bieten die unterschiedlichsten Funktionen.

Fitness- und Gesundheits-Gadgets (2)

Interessant sind auch Ergänzungen von Apps, die per Bluetooth verbunden werden, wie Bauchgurte oder smarte Waagen.

Vorteil: Tracking, also das Aufzeichnen und Auswerten des eigenen Verhaltens. Die vielen Tabellen und Diagramme können anspornen, weiterzumachen.

Nachteil: Wer es spielerisch mag, könnte es auch schnell übertreiben, was der Gesundheit schaden kann.

Fitness- und Gesundheits-APPS (1)

Bereits vier von zehn Smartphone-Nutzern haben eine Gesundheits-App installiert.

Diese helfen bei Kräftigungsübungen, Stabilisationstraining, Stretching, aber auch beim Joggen oder Radfahren. Auch Fitnesstracker arbeiten mit verschiedenen Apps zusammen.

Fitness- und Gesundheits-APPS (2)

Problem: Wer unerfahren ist, könnte Übungen falsch durchführen und sich dadurch eher schädigen, vor allem weil manche Apps nicht gut genug anleiten, die Übungen richtig auszuführen.

Experten halten einige Apps für unseriös. Dazu gehören vor allem Schlaftracker und Apps, die versprechen, ihre Nutzer im perfekten Moment zu wecken. Schlafmediziner halten solche Anwendungen eher für Spielerei.

Fitness- und Gesundheitsportale im Internet (1)

Ob Schwindel, Schweißausbrüche oder Kopfschmerzen: Google findet zu jedem Symptom die passende Krankheit.

Immer mehr Menschen informieren sich erst im Internet bevor sie einen Arzt aufsuchen. Doch schnell lässt es sich dabei vom Harmlosen über das Schlimmere zum Schlimmsten klicken.

Fitness- und Gesundheitsportale im Internet (2)

Der US-amerikanische Psychiater Brian Fallon hat dafür den Begriff Cyberchondrie geprägt.

Tipp: Vertrauen Sie im Interesse ihrer Gesundheit nicht ausschließlich auf das Internet und nutzen Sie nur seriöse Seiten, zum Beispiel die der Krankenkassen.

Datenschutz

Gesundheitsdaten sind sensible Daten, weil sie oft noch mit Alter,Geschlecht, Größe und Geburtsdatum verbunden werden

Viele Fitness- und Gesundheits-Apps haben einen großen Datenhunger - einige lagern diese Daten auch noch in die Cloud aus. Manche stammen von Pharmakonzernen und Krankenkassen, andere von Sportartikelherstellern. Sie alle sind an ihren Daten interessiert - das sollte Ihnen bewusst sein.

Weitere Informationen (1)

Gesundheit 2.0 - von digitalen Helfern und praktischer Hilfe:

- www.silver-tipps.de

Fitnessarmbänder im Test:

- www.test.de/Fitnessarmbaender-Nurzwei-von-zwoelf-sind-gut-4957497-0

- http://www.tagesschau.de/inland/ gesundheitsdaten-101.html

Weitere Informationen (2)

Fitnessarmbänder im Test (Forts.):

- www.br.de/br-fernsehen/sendungen/ gesundheit/fitness-armbaender-datenkrankenkassen100.html

- www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/ Schrittzaehler-Vergleich-Fitness, schrittzaehler126.html

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