Das Erste: Mo 21.08.17

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Biologischer Pflanzenschutz

Mit Beginn der zweiten Hälfte des Sommers werden an unseren Gartenpflanzen erste Spuren von Schädlingen und Krankheiten sichtbar: braune Flecken, weißer Schimmel, Fraßstellen. Ärgerlich, aber kein Grund zu verzweifeln.

Am wichtigsten ist es, dass der Kreislauf von Schädlingen und Nützlingen funktioniert, tierisches Leben gefördert und der Boden gepflegt wird, damit die Wurzeln gut wachsen.

Dies ist wichtig, damit die Pflanzen immer wieder frische Nährstoffe und Wasser tanken können. Auch der richtige Standort spielt eine große Rolle, denn Krankheiten haben bei gestressten Pflanzen ein leichtes Spiel. Notwendig sind regelmäßige Kontrollen, um kränkelnde Pflanzen erkennen und behandeln zu können.

Schädlinge und Nützlinge - ein Duo, das in jeden Garten gehört!

Leben und leben lassen–- ein wichtiges Prinzip für den Garten, denn zu viel Hygiene geht häufig zu Lasten des Ökosystems. Um das Gleichgewicht zu halten, sollten immer ein paar Schädlinge als Futter für die Nützlinge da sein. Auch gilt es, Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge zu schaffen.

Zudem sollte auf Vielfalt gesetzt werden - ob bei Blumen, Gemüse oder Heckengehölzen.

Vermeintliche Probleme wie Moos sollten nicht zu eng gesehen werden:Im Frühling brauchen gerade Singvögel für den Nestbau Moos und helfen beim Vertikutieren.

Beim Kauf darauf achten, welchen Standort Pflanzen benötigen: Sonne oder Schatten. Auch Wasserbedarf spielt eine wichtige Rolle. Beim pH-Wert wird es oft schon etwas schwieriger und mitunter fehlen hierzu die Angaben. Es ist also sinnvoll, sich im Internet oder in einem Fachbuch zu informieren.

Ein niedriger pH-Wert bedeutet,dass der Boden sauer sein sollte und dementsprechend keinen Kalk enthält. Ein hoher pH-Wert ist alkalisch und mit Kalk schnell zu erreichen. Auch beim Düngen lässt sich dafür sorgen, dass das ökologische Gleichgewicht gut funktioniert

Organische Dünger und Humus wie Kompost oder Häckselmaterial regen das Bodenleben an,was zu schnellerer Bodenerwärmung, einer guten Luft- und Wasserführung und Wasserspeicherfähigkeit führt

Sauberkeit richtig definieren (1)

Sauberkeit ist ein wichtiger Aspekt, um Krankheiten zu vermeiden. Im Zimmer heißt das: Gefäße regelmäßig reinigen, Töpfe beim Umtopfen auswaschen, Blumenuntersetzer säubern und hin und wieder die Gießkanne reinigen.

Im Garten gehören Unkräuter zu den Schädlingsüberträgern Nummer Eins. Auch die Kulturgeräte, insbesondere Schneidwerkzeuge, werden leicht zu Überträgern

Sauberkeit richtig definieren (2)

Pilzsporen, Larven und Viren finden über Klingen leicht ihren Weg. Scheren sollten daher immer wieder mit hochprozentigem Alkohol abgerieben und Unkraut regelmäßig entfernt werden.

Ähnlich wie Menschen kann eine kräftige, robuste Pflanze Krankheiten besser standhalten. Gut ernährte Rosen sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Geranien, die nicht zu feucht gehalten werden,entfalten ihre Schönheit besser.

Buchsbaum, der auf einem basischen Boden wächst, kann der Buchsbaumwelke besser standhalten.

In der Hausapotheke gibt es eine Reihe von Pflanzen, aus denen ein Tee, eine Brühe oder eine Jauche hergestellt werden kann. Auf die Pflanzen gespritzt, werden diese gestärkt. Darüber hinaus lässt sich mit Stärkungsmitteln und Bodenhilfsstoffen dafür sorgen,dass die Wurzeln sich gut entwickeln und die Pflanzen lange gesund bleiben.

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