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Knieverletzungen

1,5 Millionen Deutsche verletzen sich jährlich beim Sport. Meist sind die Gelenke betroffen. Beim Wintersport wird häufig das Knie geschädigt.

Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Muskelfaserrisse und Bänderrisse sind die mit Abstand häufigsten Sportverletzungen.

Die häufigsten Knieverletzungen (1)

Verstauchungen: Häufige Ursachen sind plötzliche Beschleunigungs- und Abstopp-Bewegungen, die zu schmerzhaften Überdehnungen im Kapsel- und Bandapparat des Gelenks führen.

Kreuzbandriss: Es handelt sich dabei um einen teilweisen oder kompletten Riss des vorderen und/oder hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk.

Die häufigsten Knieverletzungen (2)

Kreuzbandriss (2): Er kann sowohl isoliert als auch im Rahmen einer umfassenden Knieverletzung auftreten. Bleibt ein Kreuzbandriss unbehandelt, können langfristig degenerative Schäden im Knie entstehen.

Bänderriss: Sie gehören mit 20 Prozent aller Sportverletzungen zu den häufigsten Sportverletzungen.

Die häufigsten Knieverletzungen (3)

Bänderriss (2):

Darunter versteht man den teilweisen oder vollständigen Abriss eines Gelenkbandes; ob Außenband-, Seitenband- oder Kreuzbandriss.

Bei Verdacht sollte das entsprechende Gelenk sofort ärztlich untersucht werden.

Die häufigsten Knieverletzungen (4)

Bänderriss (3): Bei der Behandlung reicht vielfach eine Gehschiene, die ein normales Abrollen des Fußes ermöglicht, so dass das Band von selbst wieder zusammenwächst. Oft ist aber eine Operation unvermeidlich.

Meniskusriss:

Typischer Auslöser eines Meniskusrisses sind Dreh-Sturzverletzungen, beispielsweise beim Skifahren oder Fußball.

Die häufigsten Knieverletzungen (5)

Meniskusriss (2):

Bei solchen Unfällen wird der Meniskus durch das Körpergewicht fixiert, während gleichzeitig der Fuß verdreht wird. Besonders bei vorgeschädigtem Meniskus kann es dadurch zu einem Meniskusriss kommen.

Auch im Alltag kann ein Meniskusschaden auftreten, einfach beim "in-die-Hocke- Gehen".

Die häufigsten Knieverletzungen (6)

Prellungen:

Gehören (nicht nur im Sport) zu den häufigsten Verletzungen. Sie entstehen durch einen Schlag oder Stoß und der daraus resultierenden Quetschung der Blutgefäße.

Oft bleibt die Haut unverletzt und darunter entsteht ein Bluterguss. Eine Prellung kann Muskeln, Gelenke und Knochen betreffen.

Die häufigsten Knieverletzungen (7)

Prellungen (2): Gerade die Muskelprellung ist besonders schmerzhaft. Muskelprellungen lassen sich mit Wärmeanwendungen oder Massagen behandeln.

Bei Knochenprellungen, z.B. am Schienbein entsteht ein Bluterguss zwischen der schmerzempfindlichen Knochenhaut und dem Knochen selbst; bei Gelenkprellungen im Gelenk selbst, was die Bewegungsfähigkeit stark einschränkt.

Behandlung all dieser Beschwerden mit dem PECH-System (1)

Das PECH-System: Es umfasst die wichtigsten Sofortmaßnahmen: PECH steht für Pause, Eis, Compression und Hochlagern.

Pause, damit weitere Belastungen die Verstauchung nicht verschlimmern. Das Kühlen mit Eis oder Kühl-Packs kann die Ausdehnung von Blutergüssen oder Schwellungen vermindern.

Behandlung all dieser Beschwerden mit dem PECH-System (2)

Compression oder der feste Verband stabilisieren das Gelenk und das Hochlagern reduziert die Blutzufuhr, so dass der Schwellung entgegen gewirkt werden kann.

Ziel der Studie des DOSB und der Kliniken Köln gGmbH ist es, einen Überblick über die Verletzungshäufigkeit verschiedener Sportarten zu bekommen.

Behandlung all dieser Beschwerden mit dem PECH-System (3)

Zudem soll sie die entstehenden Ausfallzeiten der Athleten ermitteln.

Aus diesen Ergebnissen sollen sportartspezifische Verletzungsrisikoprofile abgeleitet werden, aus denen sich dann Präventionsprogramme und "Return-to- Sport-Programme" nach Verletzungen sowohl für den Breitenals auch für den Leistungssport entwickeln lassen.

Weitere Informationen

Umfrage zu Sportverletzungen im Internet (Jeder kann mitmachen):

https://uzbonn.de/uzIWeb/mrIWeb.dll?

I.Project=DOSB

Homepage:

www.sporttrauma.org

Facebook:

https://www.facebook.com/

Sportverletzungenindeutschland/

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