Ratgeber: Morgenmagazin

Mo: Frühjahrsputz mit Durchblick

Fensterputzen:

Generell sollten Sie die Fenster nie bei direkter Sonneneinstrahlung putzen. Die Sonne trocknet die Glasscheibe so schnell, dass hässliche Schlieren entstehen.

Im Frühsommer und Sommer verlegen Sie das Fensterputzen am besten auf den frühen Vormittag oder den Spätnachmittag, wenn es noch nicht so heiß ist. Dann haben Sie ausreichend Zeit, um das Putzwasser von der Scheibe zu wischen, bevor es durch die Hitze verdunstet. Verdunstet das Wasser, sind Streifen programmiert.

Vergessen Sie niemals, bevor Sie mit der Reinigung der Glasscheiben beginnen, den Fensterrahmen zu putzen. Bleibt der Rahmen staubig, wird beim ersten Regen oder vom Tau der Schmutz gelöst und läuft über das saubere Glas. Schmutzstreifen sind die Folge.

Alle Tücher, die Sie zur Fensterreinigung verwenden, sollten entweder neu sein, oder frei von Seifenresten. Das heißt, waschen Sie Fensterputztücher niemals mit Weichspüler und sorgen Sie dafür, dass nach dem Waschen das Waschmittel mit reichlich klarem Wasser ausgespült wurde.

Sehr starke Verschmutzungen, die sich mit Ihrem Reinigungsmittel nicht lösen lassen, können Sie mithilfe eines Schabers fürs Ceranfeld entfernen. Dieser Schaber ist so konzipiert, dass er keine Kratzer hinterlässt. Andere Hilfsmittel, wie Messer oder Spachtel dürfen nicht zur Anwendung kommen.

Wenn Sie einen Abzieher benutzen, sollten Sie ihn vor jedem neuen Ansetzen mit einem Tuch an allen drei Kanten abtrocknen. Wer das beherzigt, kann ein Fenster in Rekordzeit streifenfrei reinigen.

Der restliche Frühjahrsputz

Das Konzept: Von oben nach unten, von hinten nach vorne. Also erst die Regale, die Oberflächen der Schränke, die Deckenlampe. Dann geht es weiter nach unten, zum Schluss ist der Fußboden dran. Fangen Sie dabei in der hinteren Raumecke an und arbeiten Sie sich dann zur Tür vor. Staubwischen sollte man auf jeden Fall vor dem Saugen, sonst wird alles wieder aufwirbelt.

Nutzen Sie die richtigen Putzmittel. Hierbei reichen vier Komponenten: Ein normales Spülmittel, damit lassen sich auch Fenster reinigen.

Ein Allzweckreiniger für Oberflächen, Schränke und Böden. Ein säurehaltiger Badreiniger - statt Essigreiniger besser ein Produkt mit Zitronensäure, die genauso kalklösend ist, aber weniger aggressiv. Und Waschsoda. Das ist kostengünstig und macht Hygienereiniger überflüssig.

Dann die Lappen: Wirklich notwendig sind nur zwei: Einmal ein gutes Micro- Fasertuch und dazu ein normales, glattes Baumwolltuch. Mit dem Baumwolltuch lassen sich Hochglanzflächen schonend abreiben, während Micro-Fasertücher hier zu rau sein können.

An Heizkörpern sammelt sich im Lauf des Jahres gerne Staub an. Um den wegzubekommen, breitet man ein feuchtes Tuch auf dem Boden unter dem Heizkörper aus und geht dann mit der Staubsaugerdüse so weit, wie möglich von oben zwischen die Heizungsrippen. Dann mit einem Fön von oben hineinfönen. Staub, der sich dabei löst, fällt auf das feuchte Tuch.

Richtig fies ist oft der fettige, klebrige Staub, der sich auf Küchenoberschränken ansammelt. Dieser Fettstaub lässt sich am besten mit Fett lösen - zum Beispiel Sonnenblumenöl. Mit einer Spüli-Lauge wischt man nach.

In Raumecken unter der Decke, wo sich auch gerne mal Spinnweben oder Staub ansammeln, gelangt man gut mit einem selbstgebauten Gerät: Einen angefeuchteten Kopfkissenbezug - am besten einen schmalen - über einen Besen ziehen, fertig ist der Eckenputzer.

Auch für Polstermöbel gibt es eine einfache Frühjahrskur: Ein feuchtes Bettlaken auf dem Sofa oder Sessel ausbreiten und mit einem Tennisschläger, einer Bratpfanne oder einem anderen flachen Gegenstand kräftig abklopfen.

Der darunter aufgewirbelte Staub aus dem Polster fängt sich dann im feuchten Bettlaken.

Tränkt man das Tuch mit Essigwasser (Verhältnis 1:4), wird sogar die Farbe etwas aufgefrischt. Funktioniert auch wunderbar bei Autositzen.

Ledermöbel bleiben geschmeidig, wenn man sie mit einer Mischung aus sechs Esslöffeln Essig und 12 Esslöffeln Leinölfirnis (gibt's im Baumarkt) abreibt und mit einem sauberen Tuch nachwischt.

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