Das Erste: Mo 22.08.16

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Ziergräser

Gräser sind Pflanzen, die gerade zum Ende des Sommers und im Herbst prachtvoll zur Geltung kommen. Sie bringen mit ihren metallisch glänzenden Blütenständen und den filigranen Blättern viel Eleganz in die Gestaltung mit Sommerblumen und Stauden.

Dabei geht es bei Gräsern nie um Buntheit, sondern immer um Transparenz, Struktur und gelegentlich auch um Bewegung.

Die Wuchsformen sind im Reich der Gräser vielseitig, mal sehen sie aus wie eine Wasserfontäne, mal sind es straff aufrechte Bündel und mal locker überfallende Blattkaskaden.

Gräser sind im Allgemeinen pflegeleicht und anspruchslos - vorausgesetzt, dass sie am passenden Standort gepflanzt werden.

Zu den Klassikern für die volle Sonne zählen Lampenputzergras, Rutenhirse, Pampasgras und Chinaschilf. Sie können bisweilen auch als Solitär verwendet werden, sodass das Gras einen Blickfang für den gesamten Garten ergibt.

Im Schatten sind vor allem Seggen, Marbel und Waldschmiele zu Hause. Neben bis zu fast zwei Meter hohen Gräsern gibt es auch sehr viel niedriger wachsende Sorten, das "Engelhaar" beispielsweise.

Das Engelhaar sieht in größeren Gruppen sehr eindrucksvoll aus, weil jede noch so kleine Windbewegung die Blütenstände mit den hellen Grannen in Schwingung bringt. Dagegen ähnelt der Blauschwingel mit seinen grauen, nadelartigen Halmen einem Igel, und die Neuseeland-Segge erinnert an einen Lockenschopf.

Gräser können jetzt noch gepflanzt werden, allerdings sollte nicht bis in den späten Herbst gewartet werden, da die Pflanzen sonst nicht mehr einwurzeln.

Grundsätzlich ist das Einpflanzen im Frühjahr sinnvoller, da die Gräser mit dem Austrieb dann gut anwachsen. Das Pflanzloch gut vorbereiten: Die Erde tiefgründig lockern, und bei sehr festen, lehmigen Böden etwas Sand und Komposterde untermischen.

Im Herbst schneidet man Gräser nicht zurück. Denn es ist schön, wenn die Tautropfen morgens auf den Halmen glitzern und bei Frost der Raureif die Szenerie überzuckert.

Für die Gräser ist es ein Winterschutz, und für die Gartenbewohner sind die Horste wunderbare Winterquartiere.

Erst im Frühling werden die Gräser radikal zurückgeschnitten. Meist brauchen die mehrjährigen Gräser ein bis zwei Jahre, bis sie gut eingewachsen sind. Dann sehen sie aber stattlich aus, und es fällt kaum auf, wenn ein paar Blütenstände als Schmuck für die Blumenvase geschnitten werden.

Als Auflockerung zwischen Dahlien und Sonnenblumen machen sich die Blüten der Gräser ebenso gut wie als zarter Vasenschmuck mit einzelnen kleinen Blüten.

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