Ratgeber: Morgenmagazin

Do: Regelungen für Drohnen

Seit dem ersten Oktober gilt in Deutschland eine Kennzeichnungsflicht für Drohnen. Für größere Modelle sind sogar eine Erlaubnis und ein sogenannter Drohnen-Führerschein erforderlich. Flugverbotszonen und Bestimmungen sind in der Drohnen-Verordnung gesetzlich geregelt.

Versicherung

Für den Betrieb einer Drohne ist eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig davon, ob die Drohne gewerblich oder privat genutzt wird. Die private Haftpflichtversicherung deckt das oft nicht ab.

Daher ist der Abschluss einer Zusatzversicherung für Modellflieger notwendig. Solche Versicherungen sind ab ca. 80 Euro Jahresprämie erhältlich.

Kennzeichnungspflicht

Drohnen ab 250 Gramm Gewicht müssen mit der kompletten Adresse des Halters gekennzeichnet sein, damit bei Schäden schnell der Besitzer festgestellt werden kann. Das betrifft alle gängigen normal großen Drohnenmodelle. Der Hinweis muss lesbar angebracht und feuerfest sein. Ein einfacher Aufkleber reicht nicht; die Drohnen-Verordnung empfiehlt eine Aluplakette.

Kenntnisnachweis

Drohnen ab zwei Kilogramm Gewicht dürfen erst ab 16 Jahren geflogen werden. Außerdem wird dafür ein Kenntnisnachweis, der sogenannte "Drohnenführerschein" benötigt. Dabei werden Piloten einen Tag lang geschult (Navigation, Flugrecht, Datenschutz, Wetter) und anschließend geprüft. Kostenpunkt: rund 400 Euro. Der Kenntnisnachweis ist fünf Jahre gültig.

Genehmigung

Für den Betrieb von Drohnen ab einem Gewicht von fünf Kilogramm ist eine amtliche Erlaubnis erforderlich.

Diese wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt. Voraussetzung ist der entsprechende Kenntnisnachweis (Drohnenführerschein).

Betriebsverbot

Drohnen unter fünf Kilo dürfen nicht außer Sichtweite fliegen und müssen anderen Flugobjekten immer ausweichen. Maximale Flughöhe: 100 Meter. Verboten ist der Flug über Privatgrundstücken, Naturschutzgebieten, Flugplätzen (Sicherheitsabstand: 1.500 Meter), Menschenansammlungen, Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen, Krankenhäusern, Einsatzorten und Behörden.

Also auch von Polizei oder Feuerwehr, militärischen Anlagen, Industrieanlagen, Gefängnissen und Energieanlagen.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Regeln der Drohnen-Verordnung bietet unter anderem das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur.

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