Das Erste: Do 19.05.16

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Der richtige Hautschutz im Sommer

Der richtige Sonnenschutz ist auch bei Wolken wichtig, denn UV-Strahlen schädigen auch bei schlechtem Wetter. Allerdings sind einige Sonnenschutzmittel in Verruf geraten, weil sie krebserregende Stoffe enthalten.

Bei uns erfahren Sie, was Sonnen-Allergiker beachten sollten und welcher Sonnenschutz für wen sinnvoll ist.

Sonnenstrahlen und Hautkrebs

Die Zahl der Menschen, die jährlich in Deutschland an Hautkrebs erkranken, steigt. Gerade die junge Generation zwischen 20 und 40 Jahren trägt aufgrund des geänderten Freizeitverhaltens ein besonders hohes Hautkrebsrisiko.

Häufige Sonnenbrände, lange Aufenthalte in der prallen Sonne sowie Besuche von Solarien sind die wichtigsten Risikofaktoren.

Der richtige Sonnenschutz (1)

Die richtige Kleidung (ggf. sogar spezielle UV-Schutzbekleidung) ist ein wichtiger Beitrag zum UV-Schutz insbesondere bei Kindern.

Leichte weite Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sonnencremes schützen vor der schädlichen UV-Strahlung. Wenn Sie sich mit Kleidung gegen die Sonne schützen wollen: Kunstfasertextilien lassen 50 Prozent der UV-Strahlen durch, Baumwolle nur 6 Prozent.

Der richtige Sonnenschutz (2)

Beim Eincremen nicht mit Sonnencreme sparen und auf einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor achten! Die "Sonnenterrassen" des Körpers besonders gut eincremen: Von den Ohren bis zu den Fußrücken!

Da die UV-Strahlung in den Mittagsstunden am höchsten ist, sollten Sie diese Zeit besser im Schatten verbringen. Dort wird die Haut ohnehin sanfter gebräunt.

Der richtige Sonnenschutz (3)

Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen. Besonders bei Kindern ist unbedingt auf guten Sonnenschutz zu achten. Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden.

Schützen Sie besonders Nase, Lippen und Brustwarzen mit speziellen Sun-Blockern aus der Apotheke.

Der richtige Sonnenschutz (4)

Sonnenschutzmittel wirken am besten, wenn Sie eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad im Schatten aufgetragen werden. Wer sich viel im Wasser aufhält, braucht unbedingt einen wasserfesten Sonnenschutz, der bis zu 80 Minuten anhält.

Vergessen Sie nicht: Wasser wirkt wie ein Brennglas auf der Haut. Auch Wolken schützen kaum vor UV-Strahlung: Bis zu 90 Prozent können hindurchgelangen.

Der richtige Sonnenschutz (5)

Auch ins Wasser dringen Sonnenstrahlen ein. In einem Meter Tiefe hat die UVA- Strahlung noch 75 und die UVB-Strahlung noch 50 Prozent ihrer ursprünglichen Stärke. Im Schatten ist immerhin noch die Hälfte der UV-Strahlung vorhanden.

Wenn Sie im Zuge einer ärztlichen Behandlung Medikamente einnehmen müs-

sen, meiden Sie die Sonne!

Der richtige Sonnenschutz (6)

Viele Arzneimittel und Medikamente machen die Haut besonders lichtempfindlich. Besondere Vorsicht ist bei Antibiotika, Sulfonamiden und Natur-Arzeneien, die Johanniskraut enthalten geboten. Wer die Pille nimmt, sollte geplante Sonnenbäder mit dem Arzt besprechen.

Weitere Informationen im Internet:

https://www.test.de/thema/

sonnenschutzmittel/

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