Das Erste: Do 18.05.17

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Taxi und Recht

In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Taxipreis, sondern mehr als 800 verschiedene Tarifgebiete. Der Fahrpreis setzt sich aus einer Grundgebühr sowie einem Kilometerpreis zusammen. Hinzu kommen die verschiedensten Gebühren und Zuschläge, wie zum Beispiel für Wartezeit, Gepäck oder Nachtfahrten.

Sobald das Taxameter eingeschaltet wird, erscheint die Grundgebühr. Fährt das Taxi los, wird mit der gefahrenen Strecke das Kilometergeld hinzuaddiert.

Steht das Taxi an einer Ampel oder im Stau wird automatisch von der Strecken- auf die Zeitabrechnung umgeschaltet. Dabei ist der Preis für den gefahrenen Kilometer immer teurer, als der Preis für die Minute Wartezeit.

Der Fahrpreis setzt sich also aus den Preisen pro Kilometer Strecke und pro Minuten Wartezeit, sowie den entsprechenden Zuschlägen zusammen.

Taxameter

Der Fahrer darf das Taxameter erst bei Fahrantritt starten, beim Einladen des Gepäcks noch nicht. Ist das Taxi bestellt, darf bereits nach Bekanntgabe der Ankunft die Uhr laufen. Ebenso bei einem Zwischenstopp, wenn z.B. der Fahrgast zur Toilette oder einem Geldautomaten geht.

Im Stau, beim Warten vor einem Bahnübergang und bei langen roten Ampelphasen muss ebenfalls gezahlt werden.

Fahrstrecke

Wünscht der Fahrgast nichts anderes, muss der Taxifahrer den kürzesten Weg zum Ziel fahren.

Nach Absprache kann ein längerer Weg gewählt werden, der schneller ist, etwa um einen Stau zu umfahren. Ist der Fahrgast einverstanden, muss er den Umweg bezahlen.

Fahrpreis

Innerhalb eines Tarifgebiets gilt der entsprechende Taxitarif und die Berechnung erfolgt über das Taxameter.

Wer über die Tarifgrenze hinaus fährt, zum Beispiel zum weit außerhalb liegenden Flughafen, kann einen Pauschalpreis vereinbaren, dann kann das Taxameter abgeschaltet werden. Im Taxi muss über die Tarife informiert werden.

Bezahlung

Der Taxifahrer muss nur etwas Wechselgeld dabei haben, der Fahrgast ausreichend Bargeld. Hat er nur einen 500-Euro-Schein, muss er den Umweg zur Bank zum Wechseln bezahlen. Der Fahrgast hat immer Anspruch auf eine Quittung.

In einigen Städten kann der Fahrer auch die Zahlung des voraussichtlichen Fahrpreises vor Beginn der Fahrt verlangen, z.B. in Berlin, Frankfurt oder Hamburg.

Beförderungspflicht

Taxis haben eine Beförderungspflicht, wer mitfahren will, muss mitgenommen werden - auch bei Kurzstrecken. Innerhalb des Tarif-bzw. Pflichtfahrgebietes muss jede Fahrt durchgeführt werden

Langstrecken können abgelehnt werden, etwa wenn es in eine andere Stadt gehen soll. Die Mitnahme kann aus wichtigem Grund verweigert werden, z.B. wenn der Fahrgast zu betrunken ist oder für Kinder ein Kindersitz fehlt.

Weitere Informationen

ADAC Taxi-Test 2017

www.adac.de/infotestrat/adac-imeinsatz/motorwelt/2017.aspx

Deutscher Taxi- und Mietwagenverband

www.bzp.org

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