Das Erste: Do 12.01.17

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Rechtslage im Fitnessstudio

Sport ist gesund. Millionen Menschen besuchen regelmäßig ein Fitnessstudio, um Pfunde zu verlieren, Muskeln aufzubauen oder einfach nur fit zu bleiben oder zu werden.

Bei den Verträgen von Fitnessstudios und beim Training kommen nicht nur sportliche sondern auch rechtliche Fragen auf.

Vertrag (1)

Verträge über die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio sind oftmals an vereinbarte Laufzeiten gebunden, meist zwischen 12 und 24 Monaten. Solche Vertragslaufzeiten sind rechtlich nicht zu beanstanden.

Wie immer bei Verträgen ist es jedoch ratsam, vorher genau das Kleingedruckte zu lesen.

Vertrag (2)

Wer sich nicht so lange binden möchte, sollte individuelle Vertragslaufzeiten oder auch zum Beispiel ein monatliches Kündigungsrecht mit dem Studio festlegen.

Zudem sollte vertraglich immer eine Probezeit vereinbart werden, damit Sie für sich prüfen können, ob Sie sich im ausgewählten Studio auch wohlfühlen.

Minderjährige

Wenn Jugendliche im Fitnessstudio trainieren möchten, benötigen sie für einen wirksamen Vertragsabschluss die Einwilligung des/der Erziehungsberechtigten.

Kündigung eines Vertrages (1)

Die meisten Verträge beinhalten zulässigerweise eine Verlängerungsklausel, d.h. nach einer vereinbarten Vertragslaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn seitens der Kunden nicht gekündigt wird.

Kündigung eines Vertrages (2)

Zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit können Sie ohne Angaben von Gründen eine Kündigung aussprechen. Das sollte auf jeden Fall schriftlich erfolgen. Dabei müssen Sie unbedingt die vereinbarte Kündigungsfrist einhalten.

Kommt es im Fitnessstudio zu größeren Problemen, werden zum Beispiel dauerhaft zugesagte Kurse gestrichen, steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu.

Kündigung eines Vertrages (3)

Dies ebenfalls, wenn Geräte dauerhaft defekt sind oder sich die Öffnungszeiten dauerhaft ändern.

Zuvor müssen Sie den Studiobtreiber dazu auffordern, die Mängel zu beseitigen und für den Fall der Nichtabhilfe die Kündigung androhen. Auch wenn Sie schwer erkranken und dauerhaft oder für lange Zeit (bis Vertragsende) keinen Sport mehr treiben dürfen, muss eine vorzeitige Kündigung akzeptiert werden.

Kündigung eines Vertrages (4)

Bei einem Umzug kann der Vertrag jedoch nicht vorzeitig gekündigt werden. In diesem Fall sind Sie auf die Kulanz des Studiobetreibers angewiesen.

Es ist allerdings möglich,bei Vertragsabschluss ein Sonderkündigungsrecht wegen Umzuges im Vertrag zu vereinbaren.

Verletzungen

In der Regel tragen Kunden eines Fitnessstudios selbst das Risiko, sich beim Training zu verletzen.

Ist allerdings ein Trainingsgerät defekt oder nur mangelhaft gewartet und kommt es dadurch zu einem Unfall, kann der Studiobetreiber in die Haftung genommen werden.

>> 05.30 - 09.00 Uhr ARD-Morgenmagazin Schnee und Recht