Das Erste: Fr 19.05.17

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ARD-Morgenmagazin
Rabattsysteme im Test

Dass Verbraucher sparen wollen, ist nichts Neues und es gibt viele Wege, die dabei angeboten werden - sei es vom Einzelhändler um die Ecke oder von der Handelskette. Fast überall wird der Kunde für seine Treue belohnt. Je mehr man kauft,desto mehr bekommt man zurück

Welche Rabattsysteme gibt es?

Kundenkarte: Hier erhält der Kunde Punkte für Einkäufe, die er dann in Prämien/Dienstleistungen einlösen kann.

Kundenkarte (2)

Das Sammeln und Einlösen der Punkte kann nur in demselben Geschäft bzw. derselben Kette erfolgen.

Die Bonuskarte

Bei diesem Modell werden Stempel oder Aufkleber gesammelt. Nach einer vorgegebenen Anzahl ist die nächste Runde gratis. Klassische Beispiele sind Cafes, Friseure oder Restaurants.

Die Multipartner-Karte

Hier werden Punkte gesammelt, welche dann in Prämien, Gutscheinen oder Barauszahlungen eingelöst werden.

Die Besonderheit: Der Kunde kann mit einer Karte bei verschiedenen Partnern punkten. Beispiele für dieses System sind Payback oder die Deutschlandcard.

Die Multipartner-Karte (2)

Fast jede dritte Person in Deutschland besitzt eine PaybackKarte. Laut Statistik wird pro Sekunde 40 Mal die Payback-Karte vorgezeigt und es werden 4,5 Coupons eingelöst.

Welche Karte Sie auch immer nutzen, es gilt: Beim Punktesammeln fallen viele persönliche und konsumbezogene Daten an. Nicht verwunderlich also, dass bei PayBack z.B. die Datenschutzerklärung mehrere Dutzend Seiten hat.

Die Multipartner-Karte (3)

Neben persönlichen Daten, die der Kunde bei der Anmeldung selbst eingibt, wird auch die Art der Käufe gespeichert, bei denen die Karte zum Einsatz kommt.

Mit Hilfe der gesammelten Daten können nicht nur Alter, Geschlecht und Vorlieben sondern auch Charakterzüge, Gesundheitszustand und sozialer Status einer Person erstellt werden. Je mehr Daten vorhanden sind, desto genauer wird das Profil.

Die Multipartner-Karte (4)

Falls der Kunde eingewilligt hat, dass seine Daten zum "Zwecke der Werbung und Marktforschung" genutzt werden dürfen, kann das Käuferprofil an weitere Unternehmen weitergegeben werden.

So kann es vorkommen, dass sie in den Händen von Institutionen landen und von ihnen benutzt werden könnten - wie z.B. Banken oder Krankenversicherungen.

Die Multipartner-Karte (5)

Nach den Datenschutzhinweisen von Payback werden Rabattdaten ohne Einwilligung lediglich an Partnerunternehmen übermittelt und nicht an außenstehende Dritte.

Da viele Unternehmen Partnerunternehmen sind, findet hier durchaus eine umfassende Datenweitergabe ohne ausdrückliche Einwilligung statt.

Coupons

Der Kunde erhält per Post oder im Internet Rabattcoupons, die er auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anwenden kann. Meist werden Rabatte in Prozenten, manchmal in Euro gewährt. Ein Beispiel dafür sind Drogeriemärkte.

Gerade mit diesen Coupons kann man einiges sparen, aber muss genau wissen, wie dieses System funktioniert.

Coupons (2)

So lohnt es sich erst einen Coupon einzulösen, wenn die Ware im Rahmen einer Aktion/Sonderangeboten angeboten wird.

Dann kommt zum Sonderangebot noch der Couponrabatt. Achten Sie aber auf die Couponbedingungen.

Meist gibt es Beschränkungen: Das können etwa Mindesteinkaufswert, Mindestproduktzahl, Gültigkeit oder Anzahl der einlösbaren Coupons pro Einkauf sein.

Coupons (3)

Couponeinkäufe lohnen sich insbesondere bei Ware, die längere Zeit gelagert werden kann.

Quelle:

WDR: "Der Haushalts-Check" (03.05.2017)

http://www1.wdr.de/fernsehen/

haushalts-check/sendungen/

hhc-rabattsysteme-100.html