Das Erste: Fr 23.09.16

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Spätsommer im Garten

Das Gartenjahr 2016 begann mit einem leidlichen Frühjahr, gefolgt von einem nassen Frühsommer, einem kurzen, heißen Sommer und einem sehr trockenen Übergang in den Herbst. Deshalb fallen bereits Blätter von den Bäumen und die Pflanzen machen schon schlapp.

Trotzdem gilt es, den Garten nochmal auf Vordermann zu bringen, damit er zum Herbst hin gut aussieht - mit Kürbissen und Astern, Chrysanthemen sowie Alpenveilchen und Herbstzeitlosen.

Trockenheit und ihre Herausforderungen Trotz des Regens hat die lange Dürre viele Pflanzen schneller verblühen lassen und die Bäume verlieren eher Laub.

Für die Pflanzen bedeutet das vielfach Schutz, denn bei so viel Licht reichen ihnen weniger Blätter zur Energiegewinnung und der Wasserbedarf sinkt. Von Krankheiten befallene Blätter (z.B. Rosenrost oder Mehltau) sollten nicht kompostiert werden, da so die Schaderreger überwintern können.

Trockenheit und ihre Herausforderungen

Weiterhin haben sich in der Wärme die Humusstoffe schnell zersetzt, wodurch die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens deutlich nachgelassen hat. Kübel und Töpfe müssen eventuell mit Erde aufgefüllt werden und auch die Beete freuen sich über frischen Kompost.

Durch die Trockenheit blühen nun die Geranien fantastisch, die Mittagsblumen sind eine Pracht und der Vermehrung der Schnecken wurde Einhalt geboten.

Startschuss für den Heckenschnitt

Ab Anfang Oktober können Hecken auf den Stock gesetzt, Bäume gefällt und auch sonstige Pflanzen kräftig zurückgeschnitten werden.

Je früher der Rückschnitt erledigt ist, desto besser für die Tiere, da sie sich noch keine Winterquartiere gesucht haben, die sonst zerstört werden könnten. Aus dem Totholz sollten kleine Schutzinseln gebaut und die Früchte im Garten bleiben, bis sie weggepickt sind.

Kürbisse für den Herbst

Die Kürbisvielfalt ist überwältigend. Die schönen Früchte lassen sich zum Dekorieren verwenden. In der Sonne reifen sie noch nach und setzen Farbtupfer in die Szenerie aus Herbstblühern.

Auch einige Herbstkrokusse können in die Töpfe gelegt werden und in Kürze erscheinen sie in voller Pracht. Zu ihnen gehören auch die Safrankrokusse, deren Staubbeutel Farbe und Geschmack in Gerichte und Backwaren bringen.

Dem Rasen auf die Sprünge helfen

Nach der Trockenheit braucht er Pflege, d.h. mähen und düngen. Dabei ist ein hoher Kaliumanteil gut, der für eine gute Zellstabilität sorgt, damit Minustemperaturen keine Probleme bereiten.

Regelmäßiges Mähen sorgt für gutes Breitenwachstum, damit sich Lücken schließen und kein Unkraut ausbreitet. Die Schnitthöhe sollte nicht zu gering sein, denn in der Nacht sammeln die Halme Tau für eine optimale Bewässerung