Das Erste: Fr 10.02.17

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Ab in die Sauna

Für den Menschen ist Schwitzen lebenswichtig: Deshalb ist der Besuch der 85 bis 100 Grad Celsius heißen Sauna hierzulande populär wie nie zuvor.

Doch werden bei dem Naturheilverfahren aus dem hohen Norden immer wieder gravierende Fehler gemacht, die den Erfolg der "gesunden Aktion" beeinträchtigen.

Tipps und Regeln (1)

Gehen Sie nicht abgehetzt in die Sauna, entspannen Sie gegebenenfalls vorher ein paar Minuten an der frischen Luft.

Gehen Sie weder mit vollem noch mit leerem Magen in die Sauna.

Für einen hohen Entschlackungseffekt sollten Sie zwischen den Gängen weder essen noch trinken.

Tipps und Regeln (2)

Nach dem letzten Saunagang ist es jedoch wichtig, für den Flüssigkeitshaushalt mindestens einen Liter Wasser zu trinken.

Vor dem Saunen abschminken, duschen und danach gründlich abtrocknen. Der erste Gang sollte acht bis zehn Minuten dauern. Am besten ist es, kurz und heftig auf den oberen Bänken zu schwitzen.

Tipps und Regeln (3)

Allerdings sollten Sie sich dabei wohlfühlen und nicht quälen. Am Schluss ein bis zwei Minuten auf der untersten Bank den Kreislauf wieder an die aufrechte Körperhaltung gewöhnen.

Um den Kreislauf auf die Abkühlungsphase schonend vorzubereiten, folgt der kalte Guss vom rechten Fußgelenk über die Beine und Arme in Richtung Herz.

Tipps und Regeln (4)

Wer möchte, kann auch für einige Sekunden ins Tauchbecken springen.

Die folgende Ruhephase sollte mindestens genauso lange dauern wie der Saunagang. Wichtig: Bademantel oder Decke bewahren den Körper vorm Auskühlen!

Beim zweiten und dritten Saunagang können Sie bis zu 15 Minuten in der Kabine bleiben: Dauer, Bank und Sitzhaltung bestimmt jeder selbst.

Das richtige Benehmen (1)

- Bekleiden Sie sich beim Betreten und Verlassen der Kabine mit einem Handtuch.

- Das Tuch muss groß genug sein, damit kein Schweiß auf die Bänke tropft.

- Treten Sie bei der Platzsuche nicht auf fremde Handtücher.

Das richtige Benehmen (2)

- Halten Sie mindestens 30 Zentimeter Abstand zum Nachbarn.

- Verhalten Sie sich in der Kabine ruhig. Ein kurzer Gruß beim Betreten reicht aus.

- Ausladende Körperhaltungen, Starren, aufdringliche Bewegungen sowie Knutschen und Quatschen mit dem Partner sind absolut tabu.

Wer darf und wer darf nicht? (1)

Bei bestimmten Erkrankungen sollte vor dem Saunabesuch der Arzt konsultiert werden, um sich ausführlich über die Gefahren zu informieren:

Asthma, Rheuma, Nierenprobleme, Entzündungen der inneren Organe und Blutgefäße, koronare Herzkrankheit und Herzschwäche, Krampfadern und Thrombose, Lymphödeme, Magengeschwüre, Multiple Sklerose, grippale Infekte, Bluthochdruck, Schwindelanfälle.

Wer darf und wer darf nicht? (2)

Empfehlenswert dagegen ist ein Saunabesuch bei Akne; die Durchblutung der Haut wird gefördert und die vermehrte Schweißproduktion reinigt die Haut.

Schwangere ohne sonstige gesundheitliche Probleme können bedenkenlos die Sauna besuchen. Auch Kindern bekommt die Sauna ausgezeichnet.

Wer darf und wer darf nicht? (3)

Bei Kindern sollten die üblichen Regeln jedoch besonders beachtet werden: Gut abgetrocknet in die Saunakammer und weder auf der untersten Bank noch zu lange schwitzen: kurz und intensiv ist besser.

Wichtig: Besonders bei Kindern sollte nach dem letzten Saunagang für ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt werden!