Fr 28.08.15

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Caravan Salon

Sachen packen und losfahren, dem guten Wetter hinterher, dort bleiben, wo es einem gefällt: Dieses Gefühl der Freiheit ist es, was Camper am meisten schätzen.

Knapp 28 Millionen Übernachtungen haben deutsche Campingplätze 2014 verbucht, in diesem Jahr plante jeder dritte Deutsche einen Urlaub mit dem Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen. Camping liegt im Trend und erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit.

Auch die Zulassungszahlen für neue Reisemobile und Caravans steigen seit Jahren, ebenso die Besucherzahlen auf dem Caravan Salon in Düsseldorf.

Im vergangenen Jahr gab es mit 192.000 Besuchern einen neuen Rekord. Knapp 600 internationale Aussteller präsentieren hier auf 180.000 Quadratmetern 130 Caravan- und Reisemobilmarken.

Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt (1)

Wohnmobile sind mit Einstiegspreisen ab 40.000 Euro am teuersten. Kleine Wohnwagen bekommt man schon für unter 10.000 Euro, benötigt dann aber ein entsprechendes Zugfahrzeug mit Anhängerkupplung.

Ein gutes Zelt ist mit einigen hundert Euro natürlich deutlich günstiger, bietet dafür aber nicht annähernd den Komfort wie Caravan und Reisemobil mit festen Betten, Küche und Bad.

Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt (2)

Wer länger auf einem Campingplatz bleiben möchte, für den ist ein Caravan das Richtige: Dann steht das Zugfahrzeug für Ausflüge zur Verfügung.

Wer herumreisen und nur jeweils ein bis zwei Nächte am selben Ort bleiben will, ist mit einem Reisemobil gut beraten. Denn damit gibt es die Möglichkeit, auch außerhalb von Campingplätzen, auf sog. Stellplätzen, zu übernachten oder sogar - falls erlaubt - frei zu stehen.

Das sollten Sie beim Kauf von Wohnwagen oder Wohnmobil beachten (1)

Wichtig ist, sich vor dem Kauf einige Fragen zu beantworten: Mit wie vielen Personen will ich verreisen? Will ich nur feststehende Betten oder bin ich bereit, abends umzubauen?

Möchte ich regelmäßig im Fahrzeug duschen? Brauche ich viel Stauraum und eine Garage, um Fahrräder oder einen Motorroller zu transportieren?

Das sollten Sie beim Kauf von Wohnwagen oder Wohnmobil beachten (2)

Wohnwagen- und Mobile haben zwar viele Staumöglichkeiten, aber in der Regel nur eine begrenzte Zuladung. Modellabhängig zwischen 200 und 600 kg. Das alles entscheidet letztlich, welche Fahrzeuge in Frage kommen.

Im Falle eines Wohnwagens sollten Sie auch darauf achten, dass Ihr Wagen einen Caravan auch ziehen darf.

Das sollten Sie beim Kauf von Wohnwagen oder Wohnmobil beachten (3)

Informationen über die zulässige Anhängelast finden Sie im Fahrzeugschein Ihres Fahrzeugs.

Mieten oder kaufen (1)

Wer zum ersten Mal einen Campingurlaub plant, sollte zunächst ein Fahrzeug mieten. So kann jeder Mitreisende entscheiden, ob Campingurlaub langfristig überhaupt für ihn in Frage kommt.

Mieten oder kaufen (2)

Außerdem zeigen sich beim Miet-Mobil bereits die Vor- und Nachteile der einzelnen Fahrzeugtypen und Grundrisse, was für die spätere Kaufentscheidung hilfreich ist.

Ein Fahrzeug zu kaufen lohnt sich, wenn damit mehrere Urlaube pro Jahr geplant werden. Dann geht das Mieten nämlich schnell ins Geld. Ein Reisemobil für zwei Personen kostet in der Hauptsaison durchaus mehr als 100 Euro pro Tag.

Mieten oder kaufen (3)

Tipp: Holen Sie das Wohnmobil nicht erst am ersten Urlaubstag von der Vermietstation ab!

Geben Sie sich beim ersten Mal ruhig ein bis zwei Tage Zeit den Wagen für den Urlaub vorzubereiten und sich an die Abmessungen zu gewöhnen

Welche Fahrzeuge darf ich mit meinem Führerschein fahren (1)

Mit dem alten Führerschein der Klasse 3, der bis 1999 ausgestellt wurde, dürfen Reisemobile bis 7,5 Tonnen sowie alle Pkw-Caravan-Kombinationen gefahren werden.

Der neue BFührerschein erlaubt lediglich, Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen zu fahren, das gilt auch für Gespanne.

Welche Fahrzeuge darf ich mit meinem Führerschein fahren (2)

Die Hersteller wissen das, und bauen deshalb immer leichtere Fahrzeuge. Mit dem neuen B96-Führerschein, der in einer Tagesschulung erworben werden kann, dürfen Inhaber des B-Führerscheins auch Gespanne bis 4,25 Tonnen fahren.

Campingplatz oder Stellplatz (1)

Vor allem Familien mit Kindern bevorzugen Campingplätze.

Campingplatz oder Stellplatz (2)

Hier ist alles vor Ort: parzellierte Stellflächen auf Gras, Stromanschluss und Sanitärgebäude, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants finden sich auf den meisten Plätzen ebenso wie Spielplätze und Animationsprogramme für Kinder.

Die Preise für eine Übernachtung auf dem Campingplatz variieren stark, je nach Platz, Land, Region und Ausstattung.

Campingplatz oder Stellplatz (3)

50 Euro pro Tag sind für einen gut ausgestatteten Platz in der Hauptsaison z.B. in Frankreich oder Italien normal, man findet aber auch Plätze, die deutlich günstiger sind.

Stellplätze sind wesentlich einfacher ausgestattet und kommen nur für Reisende im Wohnmobil in Frage. Oft stehen die Fahrzeuge hier auf Asphalt oder Schotter.

Campingplatz oder Stellplatz (4)

Stromanschlüsse sowie Ver- und Entsorgungsstationen, an denen frisches Wasser getankt und Schmutzwasser abgelassen werden kann, finden sich nicht auf jedem Stellplatz. Dafür ist die Übernachtung mit zum Teil unter zehn Euro wesentlich günstiger.

Camping für Einsteiger (1)

Viele Campingplätze vermieten sogenannte Standcaravans.

Camping für Einsteiger (2)

Die stehen fest auf den Campingplätzen, sind bis zu einem gewissen Grad bereits ausgestattet (vorher erkundigen, was vorhanden ist) und geben Ihnen die Gelegenheit, das Camping-Feeling live zu genießen, ohne sich auf das Fahren einlassen zu müssen.

Eine weitere Alternative: Hütten und Mobilheime. Auf immer mehr deutschen Campingplätzen gibt es diese geräumigen und komfortablen Urlaubsunterkünfte.

Camping für Einsteiger (3)

Man versorgt sich selbst, hat seinen eigenen Sanitärbereich und kann aber trotzdem das Campingleben genießen.

Das Zelt, mit dem in den 50er Jahren die Campingbegeisterung der Deutschen startete hat seit damals nicht ausgedient. Es ist leichter geworden, aus High-Tech-Materialien gefertigt und hat seine Fans unter den Campern. Ideal, wenn man Camping ausprobieren möchte.

Camping für Einsteiger (4)

Wenn man keine allzu hohen Ansprüche an die Qualität des Zeltes stellt und den Einsatz auch nur bei schönem Wetter erwartet, sind Zelte vom Discounter eine kostengünstige Alternative.

Wenn man plant, länger zu campen und damit rechnet, auch mal schlechtes Wetter überstehen zu müssen, dann sollte man auch hier mehr investieren. Dennoch ist das Zelt die kostengünstigste Möglichkeit Campingurlaub zu machen.

Weitere Informationen:

Caravan Salon

Die Messe für Caravan, Reisemobile, Camping & mobile Freizeit

Vom 29.08. bis 06.09.2015 in Düsseldorf

Öffnungszeiten:

täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr

www.caravan-salon.de

www.reisemobil-international.de

www.camping-cars-caravans.de