

Baupleiten - Die Schattenseite des Immobilienbooms (1)
Viele Deutsche setzen in der Finanzkrise auf Immobilien. Die Schattenseite des Booms ist aber, dass sich immer mehr fragwürdige Anbieter auf dem Markt tummeln. Pleite gehende Bauunternehmen stürzen manchen Bauherrn in existenzielle Nöte.
Auf bis zu fünf Milliarden pro Jahr werden außerdem die Schäden durch Baupfusch in Deutschland geschätzt. Jeder einzelne Hausbau hat laut Studien durchschnittlich 21 Problemstellen.
Baupleiten - Die Schattenseite des Immobilienbooms (2)
Wenn dann noch der Bauunternehmer abtaucht oder zahlungsunfähig ist, werden Hausbau und Mängelbeseitigung zum Alptraum.
Eine Pflichtversicherung gegen Insolvenz könnte helfen. Doch die Pläne der Regierung für ein neues Bauvertragsgesetz stecken noch in den Kinderschuhen. Ein besserer gesetzlicher Schutz für Verbraucher ist derzeit nicht in Sicht.
Auskunfteien - Zweifelhafte Urteile über die Finanzkraft (1)
Wer einen Handy-Vertrag abschließt, den Stromanbieter wechselt oder zum ersten Mal bei einem Online-Händler bestellt, wird meist auf seine Zahlungsfähigkeit überprüft. Nicht selten aber kommen die Auskunfteien zu abenteuerlichen Urteilen.
Hintergrund ist, dass meist gar nicht die Zahlungsmoral für die Kreditwürdigkeit geprüft wird, sondern anhand des Wohnorts die Bonität eines Kunden geschätzt wird.
Auskunfteien - Zweifelhafte Urteile über die Finanzkraft (2)
Das Ergebnis: Die Kreditwürdigkeit richtet sich danach, wie die Nachbarn ihre Rechnungen bezahlen und ob es sich um ein billiges Wohnviertel handelt.
Das sollte eigentlich per Gesetz verhindert werden, ist jedoch in der Praxis üblich. Und: Je nach Rechenmodell kommen die Auskunfteien dabei auch noch zu den unterschiedlichsten Ergebnissen.
Nahrungsspekulation: Preisschwankungen deutlich verstärkt (1)
Seit einigen Jahren spekulieren Anleger und auch deutsche Großbanken zunehmend mit Agrarprodukten wie Getreide, Zucker oder Kaffee. Die Preisschwankungen an den Märkten haben sich dadurch deutlich verstärkt.
Warentermingeschäfte sollen eigentlich dafür sorgen,dass Händler und Landwirte sich vor größeren Preisschwankungen zum Beispiel am Getreidemarkt schützen können.
Nahrungsspekulation (2)
Doch viele Börsen werden heute von Spekulanten dominiert. Die echten Händler sind in der Minderheit. Die Folge sind Spekulationen, die im Regelfall die Preisschwankungen verstärken.
Der Anstieg der Lebensmittelpreise in den vergangenen Jahren trifft nicht nur die Käufer in Europa, sondern führt vor allem auch dazu, dass in Armutszonen Menschen ihre Nahrung nicht mehr bezahlen können.
Steueroase: Wie die Niederlande Unternehmen anlocken (1)
Bei Steueroasen ist meist von exotischen Inseln,der Schweiz oder Luxemburg die Rede. Doch auch die Niederlande könnten dazu gezählt werden.
In den Niederlanden gibt es etwa 20.000 Briefkastenfirmen, und auch die weltweit hundert größten Unternehmen haben dort Niederlassungen oder Tochterfirmen. Das ist deshalb so lukrativ, weil die Niederlande faktisch weder Zinsgewinne noch Lizenzgebühren noch Dividenden besteuern.
Steueroase (2)
An diesem Steuersparmodell beteiligen sich auch zahlreiche deutsche Unternehmen und bringen den deutschen Staat um dringend benötigte Einnahmen.
Außerdem verschärft es die Eurokrise, wenn beispielsweise 17 von 20 der größten portugiesischen Unternehmen ihren Steuersitz in den Niederlanden haben, also ihre Gewinne dort statt in Portugal versteuern.
Weitere Informationen zu allen Beiträgen im Internet: www.plusminus.de
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