ARD Text - Der Teletext im Ersten
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So 13.04.14Seite 381

16.30 - 17.00 Uhr
Ratgeber: Auto - Reise - Verkehr

Hauptuntersuchung:

Wo Werkstätten Kasse machen (1)

Nach drei Jahren blüht sie jedem Auto zum ersten Mal, danach immer alle zwei Jahre: die Hauptuntersuchung (HU), umgangssprachlich TÜV genannt

Seit dem 1. Juli 2012 ist die Hauptuntersuchung strenger geworden: Viele vorher "geringe Mängel" werden nun als "erhebliche Mängel" gewertet, die zur Verweigerung einer Plakette führen. Besonders gelten Mängel an der Beleuchtung als "erheblich".

Hauptuntersuchung:

Wo Werkstätten Kasse machen (2)

Seit der Reform ist die Hauptuntersuchung etwas teurer: Sie kostet zwischen 70 und 100 Euro. Einige Prüforganisationen beseitigen Mängel gleich ohne zusätzliche Gebühren.

Was tun, damit die Werkstatt macht, was ich brauche - und nicht mehr? Beim Abgeben des Fahrzeugs genau sagen, was mit dem Wagen in nächster Zeit ansteht - z.B. die Hauptuntersuchung oder auch eine längere Reise.

Hauptuntersuchung:

Wo Werkstätten Kasse machen (3)

Sollten die Reparaturkosten explodieren, lohnt es sich immer, noch eine zweite Werkstatt über das Fahrzeug schauen zu lassen. Vereinbaren Sie mit der Werkstatt, dass sie Sie immer anrufen soll, bevor sie etwas repariert.

Lassen Sie sich nach der Reparatur evtl. die ausgebauten Altteile in den Kofferraum legen. So können Sie im Nachhinein sehen, ob sie wirklich defekt waren.

Hauptuntersuchung:

Wo Werkstätten Kasse machen (4)

Mundpropaganda ist mit die beste Informationsquelle. Wenn Bekannte erzählen, eine Werkstatt sei günstig, frage vor jeder Reparatur nach und sage einem auch, wenn ein Teil noch nicht sofort ersetzt werden muss, dann hat sie wohl eine Chance verdient.

Im Zweifelsfall das Auto ohne Werkstattbesuch zur Untersuchung anmelden. Dabei werden nur die Mängel aufgedeckt, die für die Plakette wichtig sind.

Hauptuntersuchung:

Wo Werkstätten Kasse machen (5)

Checkliste für die Hauptuntersuchung vom TÜV Rheinland:

www.tuv.com

Aktueller Report des TÜV Süd rund um das Thema Mängelstatistiken:

www.tuev-sued.de

Liste der häufigsten Mängel bei der HU:

www.rp-online.de

Ach so?! Privates Abschleppen (1)

Muss der Lenker des Pannenfahrzeugs einen Führerschein haben? Nein, der Lenker des abgeschleppten Fahrzeuges muss mit der Bedienungseinrichtung vertraut sein. Er darf keine körperlichen oder geistigen Mängel haben oder unter alkoholischer, medikamentöser oder Drogenbeeinflussung stehen.

Darf ein kleines Auto ein großes abschleppen? Das ist durchaus möglich. Der Gesetzgeber macht dort keine direkten Vorgaben.

Ach so?! Privates Abschleppen (2)

Aber jedes Fahrzeug hat bestimmte maximale Anhängerlasten. Die Werte aus dem Fahrzeugschein sollten auch Berücksichtigung finden.

Gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung? Die Geschwindigkeitsbegrenzung erfolgt über die Abstandsregelung - der Abstand zwischen beiden Fahrzeugen darf maximal 5 Meter betragen, so schreibt es § 43 die Straßenverkehrszulassungsordnung vor.

Ach so?! Privates Abschleppen (3)

Wenn man 20 km/h fährt, ist gewährleistet, dass beim abrupten Bremsen des vorausfahrenden Fahrzeugs das gezogene Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen kommt. Wird schneller gefahren, ist ein Auffahrunfall unausweichlich.

Beim Abschleppen gilt allgemein:

Warnblinkanlage einschalten! Nur zum Blinken ist es erlaubt, sie kurzzeitig auszuschalten. Funktioniert die Warnblinkanlage nicht, muss ein Abschleppdienst gerufen werden.

Ach so?! Privates Abschleppen (4)

Auf der Autobahn darf nur bis zur nächsten Abfahrt abgeschleppt werden. Eine Auffahrt auf die Autobahn ist im Zweierpack nicht erlaubt.

Erlaubt ist eine Abschleppfahrt nur bis zur nächsten Werkstatt. Motorräder dürfen nicht abgeschleppt werden. Ein leerer Tank ist kein unvorhersehbarer Notfall, Abschleppen ist also nicht erlaubt!

Mobilfalt - wenn Privatautos den Bus ersetzen (1)

Wer ohne eigenes Auto auf dem Land lebt, hat ein Problem. Busse fahren zu selten oder Fahrgäste müssen Umwege in Kauf nehmen.

In Nordhessen läuft deshalb seit einem Jahr ein Pilotprojekt: Fahrten von Privatleuten sind Teil des Busfahrplans. Das Pilotprojekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Land Hessen. Bisher ist das Modell ein Erfolg.

Mobilfalt - wenn Privatautos den Bus ersetzen (2)

Beim Projekt Mobilfalt werden private Autofahrten im Busfahrplan aufgeführt. Jeder kann seine privaten Autofahrten anderen anbieten und erhält dafür einen Zuschuss von 30 Cent pro Kilometer. Der Preis pro Fahrt liegt für den Fahrgast in der Pilotphase bei 1 Euro.

100 Autofahrer ergänzen inzwischen den Busfahrplan der Region, rund 600 Menschen kommen als Mitfahrer in den Genuss größerer Mobilität.

Mobilfalt - wenn Privatautos den Bus ersetzen (3)

Anmelden kann man sich z.B. bei den Tourismusinformationen. Jeder, der bei Mobilfalt mitmacht, wird in der Mobilitätszentrale Eschwege registriert - das schafft Sicherheit. Jede Mitfahrgelegenheit wird ins System eingetragen und mit einem grünen Autosymbol gekennzeichnet.

Informationen und Anmeldung

auch unter: www.mobilfalt.de

Servicehotline: 0800 8090688

Das Geschäft mit der Vorkasse (1)

Viele Deutsche buchen ihren Urlaub gern pauschal über einen Reisveranstalter. Doch wie hoch darf die Anzahlung sein? Informationen dazu gibt es im Kleingedruckten der Unternehmen. Zwischen 20 und 40% ist derzeit die Regel. Bei der Buchung von Flügen zahlt man oft sofort den gesamten Reisepreis.

Verbraucherschützer sehen darin eine Benachteiligung der Kunden. Nach deren Auffassung gewähren die Verbraucher den Unternehmen zinslose Kredite.

Das Geschäft mit der Vorkasse (2)

Verbraucher bekommen erst viel später die Gegenleistung. Auch eine Restzahlung des Reisepreises schon 40 Tage vor dem Antritt des Urlaubs ist nach Ansicht der Verbraucherschützer verfrüht.

Die Verbraucherzentrale in Düsseldorf hat deshalb gegen Reiseunternehmen wie Thomas Cook und TUI geklagt. Auch gegen mehrere Fluggesellschaften laufen Verfahren. Sie stützt sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2006.

Das Geschäft mit der Vorkasse (3)

Das Gericht hielt eine Anzahlung von 20% für zulässig. Auch die Zahlung des Restreises 2-4 Wochen vor dem Urlaub ist nicht zu beanstanden. Die Verbraucherzentrale schließt daraus, dass eine höhere Anzahlung sowie eine frühere Restzahlung nicht zulässig seien.

Da man derzeit noch eine Anzahlung leisten muss, sollten Urlauber den jeweiligen Anzahlungspreis verschiedener Reiseveranstalter vergleichen.

www.vz-nrw.de/anzahlungsforderungen

Sind Hotelportale günstiger? (1)

Hotelportale werben damit, dass man bei ihnen die Hotelzimmer auf alle Fälle zum günstigsten Preis bekommt. Der gro-ße Vorteil von Portalen wie hotel.de, trivago, HRS, booking.com oder expedia ist die gute Übersicht.

Doch Stichproben haben ergeben: Den günstigsten Preis bieten die Portale nicht immer. Etliche Hotels wären bei einer Direktbuchung entweder gleich teuer oder sogar günstiger gewesen.

Sind Hotelportale günstiger? (2)

Das Bundeskartellamt hat die Preisparität zu Fall gebracht. Jetzt dürfen die Hotels ihren Gästen preiswertere Angebote machen als den Hotelportalen im Internet. Viele Hotels locken bei einer Direktbuchung auch mit Goodies - Gäste bekommen etwa das Frühstück oder einen Parkplatz umsonst.

Wer also günstig ein Hotelzimmer buchen will, sollte nicht blind auf die Portale vertrauen. Wer sparen will, sollte auch beim Hotel direkt nachfragen.


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