ARD Text - Der Teletext im Ersten
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So 06.07.14Seite 522

16.30 - 17.00 Uhr
Ratgeber: Auto - Reise - Verkehr

Bäume als Verkehrshindernis (1)

Cira 600 Autofahrer sterben pro Jahr durch einen Aufprall an einen Baum. Hinzu kommt eine große Zahl von Schwerverletzten. Unfallorte sind Land- und Bundesstraßen. Je schmaler die Straße, desto höher ist das Unfallrisiko.

Die Gründe, warum es zu diesen schweren Unfällen kommt, sind vielfältig: Aus-

weichen vor Wild, mal eben ein schneller Blick aufs Handy und vor allem: überhöhte Geschwindigkeit.

Bäume als Verkehrshindernis (2)

Wie man Baumunfälle am besten vermeidet, darüber wird dagegen heftig diskutiert.

Bäume fällen - ein Ausweg? (1)

In vielen Landkreisen kommt es immer häufiger zur Radikallösung: Vor allem solche Bäume, die sehr nah an der Fahrbahn stehen, werden einfach abgeholzt.

In allen Bundesländern berufen sich die Behörden dabei auf eine Richtlinie: die so genannte "Empfehlung zum Schutz vor Unfällen mit Aufprall auf Bäume" - kurz ESAB.

Bäume fällen - ein Ausweg? (2)

Danach darf inzwischen fast jeder Baum gefällt werden, wenn es für die Verkehrssicherheit unbedingt erforderlich ist.

Die Argumente der Naturschützer

In der Regel sind die Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen. Der Baum steht nicht falsch, sagen die Naturschützer, sondern Verkehrsteilnehmer verhalten sich verkehrswidrig. Bäume sind für das ökologische Gleichgewicht enorm wichtig und auch touristische Anziehungspunkte.

Modellregion Emsland (1)

In Niedersachsen, dem Bundesland mit den meisten Baumunfällen, will man andere Wege gehen statt nur abzuholzen.

Das dortige Verkehrsministerium hat kürzlich sechs Landkreise zu Modellregionen erklärt. Darunter das Emsland. Mit der Plakatkampagne "Bäume springen nicht zur Seite" will man Autofahrer dort zum Mit- und Umdenken bewegen. Viele Autofahrer sind sich der Gefahr offensichtlich gar nicht bewusst. Betroffen sind besonders junge Fahrer, meist zur Nachtzeit.

Modellregion Emsland (2)

Um die Autofahrer zu mehr Vorsicht zu

zwingen, gibt es künftig auch zusätzli-

che Geschwindigkeitsbegrenzungen und vermehrte Kontrollen. Gerade an den gefährdeten schmalen Straßen sollen nur noch maximal 70-80 km/h erlaubt sein.

Weitere Maßnahmen zur Unfallvermei-

dung (1)

Während der Fahrt sollte man selbst-

verständlich nicht aufs Handy zu sehen, nie mit Alkohol am Steuer zu sitzen, und zulässige Geschwindigkeiten müssen nicht bis aufs Letzte ausgereizt werden

Weitere Maßnahmen zur ... (2)

Wer nachts unterwegs ist, noch dazu bei schlechter Sicht, oder wer einen langen Arbeitstag hinter sich hat, sollte sein Tempo drosseln. Wenn die Autofahrer mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sind und keine gefährlichen Überholmanöver starten, helfen sie, Unfälle zu vermeiden.

Dann müssen auch keine Bäume gefällt werden, um die Menschen vor den Folgen ihres Leichtsinns zu schützen.

Reiseerleichterung - die neue Onlineplattform QIXXIT

Seit Juni 2014 ist Qixxit im Internet (www.qixxit.de) am Start. Qixxit ist das neue, kostenlose Mobilitätsportal der Deutschen Bahn. Der Online-Reiseplaner soll das Reisen einfacher machen. Die Website ermöglicht deutschlandweit eine verkehrsmittelübergreifende und hausnummerngenaue Reiseplanung.

Qixxit vergleicht und kombiniert verfügbare Verbindungen und hilft so bei der Auswahl der passenden Reiseroute.

Das Programm zeigt Reiseverbindungen für verschiedene Verkehrsmittel, z.B. Flugzeuge, Nah- und Fernzüge, Fern- und Regionalbusse, private und geteilte Autos (Carsharing), Mietwagen sowie Fahrräder an - sogar Fußwege.

Die Deutsche Bahn betont, dass es keine Bevorzugung von Reisemitteln gibt und die Auswahl der Reisevarianten neutral erfolgt. Ziel ist es, Kunden auf Alternativen zum eigenen Auto aufmerksam zu machen. Qixxit gibt es im Internet und als App für Android Smartphones sowie iOS Endgeräte.

Wie funktioniert Qixxit?

Reisende geben bei Qixxit Start und Ziel ein. Die Programmsoftware zeigt dann je nach Einstellung die schnellsten, billigsten oder komfortabelsten Verbindungen an. Diese sind detailgenau und bringen die User von "Tür zu Tür".

Wie gut das System wirklich ist, haben wir in dieser Sendung anhand von zwei Beispielen für Sie getestet.

Mietwagen: Streit um Kratzer

Viele Autovermieter werben mit günstigen Mietpreisen für ihre Wagen. Doch wer nicht aufpasst, zahlt am Ende oft deutlich mehr. Es gibt Fälle, bei denen Kunden bei der Rückgabe des Autos sogar kräftig zur Kasse gebeten wurden - zum Beispiel für angebliche Schäden am Auto. So wehren Sie sich gegen unberechtigte Ansprüche:

Tipps für den Vertragsabschluss (1)

Treffen Sie alle Vereinbarungen schriftlich. Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gründlich durch.

Tipps für den ... (2)

Dies gilt auch, wenn Sie den Vertrag im Internet abschließen. Wer einen Wagen direkt im Urlaubsland mietet, sollte sich die Vertragsbedingungen nicht nur in der Landessprache aushändigen lassen, sondern am besten auch auf Englisch, falls möglich auch auf Deutsch.

Wenn Sie eine Kaution zahlen müssen, lassen Sie sich eine Quittung geben!

Tipps für die Übernahme (1)

Bevor Sie mit dem Mietwagen losfahren: Schauen Sie sich das Auto genau an, am besten zusammen mit einem Mitarbeiter der Mietwagenfirma. Fotografieren Sie offensichtliche Schäden, z.B. mit einer Handy-Kamera. Lassen Sie sich die vorhandenen und eventuell neu festgestellten Schäden vom Vermieter schriftlich bestätigen.

Prüfen Sie, ob der Mietwagen funktionsfähig und voll ausgestattet ist. Zur Ausstattung gehören u.a. Ersatzreifen, Werkzeug, Verbandskasten, Warndreieck.

Tipps für die Übernahme (2)

Kontrollieren Sie, ob das Auto tatsächlich vollgetankt ist.

Tipps für die Rückgabe (1)

Viele Mietwagenfirmen bieten Kunden die Rückgabe des Wagens nach Geschäftsschluss an. Doch Vorsicht: Immer wieder werden Kunden anschließend zur Kasse gebeten. Deshalb ist es nicht gut, bei der Rückgabe das Auto einfach abzustel-

len und den Schlüssel in den Briefkasten zu werfen. Am besten geben Sie es nur innerhalb der Öffnungszeiten zurück.

Tipps für die Rückgabe (2)

Schauen Sie sich das Auto zusammen mit einem Mitarbeiter der Mietwagenfirma an. Dokumentieren Sie neue Schäden in einem Übergabeprotokoll.

Wichtig: Lassen Sie sich eine Kopie mitgeben! Vergessen Sie nicht, eine bei Mietbeginn gezahlte Kaution zurückzufordern.

Ecocamping - auch für die Natur erholsam

Ratgeber Auto-Reise-Verkehr stellt den Campingpark Seehof am Schweriner See in Mecklenburg-Vorpommern vor - aus zwei Gründen:

Er ist der erste Campingplatz, der von unabhängigen Experten als klimafreundlicher Betrieb Europas ausgezeichnet wurde. Und die Betreiber gehören dem Verein Ecocamping e.V. an.

Erster klimafreundlicher Betrieb Europas (1)

Die Auflagen sind sehr streng, dafür machen die Camper im Campingpark Seehof den wohl nachhaltigsten Urlaub überhaupt. Wie setzt der Campingpark die strengen Auflagen um?

Während eine Person pro Tag/Nacht auf einem normalen Campingplatz 6 kg CO2 verursacht, wurde der CO2-Ausstoß im Campingpark Seehof auf nur 1 kg reduziert. Und das wird dann auch noch in CO2-Kompensationsprojekten ausgeglichen: Der Urlaub hier ist klimaneutral.

Erster klimafreundlicher ... (2)

Die Hälfte der Energie wird aus regenerativer Energie gewonnen, die der Campingplatz selbst produziert. So gibt es selbstverständlich Solaranlagen für die Duschen, aber auch einen Holzofen, der mit Holz vom eigenen Platz geheizt wird und 2000 Liter Öl einspart.

Ein Fünftel des Campingparks Seehof ist von Wald bedeckt. Er sorgt dafür, dass das CO2 der Gäste zurück in Sauerstoff verwandelt wird. Regelmäßig bepflanzen ihn die Gäste, damit er auch in Zukunft noch Grün und Brennholz spendet.

Mitglied im Verein Ecocamping e.V. (1)

Bereits 235 Campingplätze in Deutschland gehören dem Verein Ecocamping e.V. an. Doch wie campt man ökologisch?

Die Campingplätze müssen für den Erhalt der Plakette keinen fest gelegten Kriterienkatalog erfüllen, wohl aber ein deutliches Engagement zeigen, die eigene Ökobilanz zu verbessern und die Gäste an die Natur heranzuführen. Jeder Platz wird zwei Tage lang auf Herz und Nieren geprüft: Wie sparen die Betreiber Strom und Wasser? Welche Naturerlebnisse entwickeln sie für ihre Gäste?

Mitglied im ... (2)

Urlaubsspaß und Ruhe sollen im Vordergrund stehen, und die Eco-Campingplätze nicht mehr kosten als vergleichbare "normale" Plätze. Die Betreiber legen Wert darauf, dass die Anlage möglichst naturbelassen und der Wald erhalten bleibt. Außerdem soll der Charakter des Campingplatzes bewahrt bleiben.

Fazit: Camping - ein ohnehin schon klimafreundlicher Urlaub. Auf den Ökocampingplätzen zeigt sich: Es geht noch mehr. Ausprobieren lohnt sich!

Internetlinks:

Ecocampingverband:

www.ecocamping.net

Dort finden Sie auch eine Campingplatzsuche.

Klimafreundliche Betriebe:

www.ecocamping.net/index.php?id=56

Der Campingplatz Ferienpark Seehof am Schweriner See:

http://www.ferienpark-seehof.de/


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