ARD Text - Der Teletext im Ersten
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Mo 08.09.14Seite 530

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Neuheiten von der IFA

Ultra HD und Curved TV sind die klaren Trends der IFA 2014 im Bereich TV-Geräte. Schöner, besser, brillanter - das sind die Schlagworte der TV-Industrie zu den neuen Geräten.

Ein anderer Trend sind die "Wearables", also Elektronik, die direkt am Körper getragen wird und die mehr kann als "nur" die Uhrzeit anzeigen. Meist sind es Armbänder die gleich auch noch die zurückgelegten Schritte messen oder auch den Puls direkt am Handgelenk.

Curved TV (1)

"Hängt eure FlachTV-Geräte an die Wand", sagten uns die TV-Hersteller einst. Aber bei dieser IFA 2014 verpassen immer mehr Hersteller ihren ehemaligen Flachbildfernsehern kurvige Konturen. "Curved TV" nennen sich die neuen High-End-Modelle.

Diese sind zwar nach wie vor flach, aber eben nicht mehr ganz, sondern leicht gebogen.

Curved TV (2)

Damit soll der "cineastische" Eindruck noch stärker wie im Kino in den Vordergrund rücken. Das Argument der Hersteller: Nun sind alle Bildbereiche von den Augen der Zuschauer gleich weit entfernt, und das mache eben das bessere Bild.

UltraHD (3)

Ultra HD ist der Nachfolger von Full HD und hat eine vierfach höhere Auflösung als Full HD.

UltraHD (4)

Das sind 3840 - 2160 Pixel, was ca. 8 Megapixel entspricht. Bei Full HD sind es 1920 x 1080 Bildpunkte, also 2 Megapixel. Von 4K zu sprechen, ist im TV- Bereich üblich,aber nicht ganz korrekt, da 4K eigentlich die digitale Kinoauflösung von 4096 x 2160 Pixel bedeutet.

Für den Konsumenten ist dies aber unerheblich, wichtig ist für ihn, wenn er sich für so ein Gerät interessiert, dass es Ultra HD entspricht.

UltraHD (5)

Denn damit ist nicht nur die Auflösung gemeint, sondern es spielen hier auch entsprechende Anschlüsse eine Rolle, die bei Ultra HD vorhanden sein müssen. Diese sind abwärtskompatibel, z.B. zu herkömmlichen Full-HD-Blu-Ray-Playern.

Neben all der Technik ist eine andere Frage ganz entscheidend: "Brauche ich Ultra HD?". Die Antwort: Wer normales TV gucken möchte, kann aktuell ganz sicher "Nein" sagen.

UltraHD (6)

Denn das deutschsprachige Angebot an Ultra-HD-Filmen und Sendungen ist sehr überschaubar. Es gibt Vorstöße von Sky, Astra hat einen Demokanal und YouTube bietet auch Videos in Ultra HD an.

Abends einfach einschalten und Ultra-HD schauen, das wird noch eine Weile brauchen. Denn selbst wenn die Empfangs- und Übertragungstechnik vorhanden ist, müssen erst die TV-Sender in einem relevanten Maß Ultra HD produzieren.

UltraHD (7)

Interessant dürfte aber werden, wie Online-Videotheken und Streaming-Dienste an dieses Thema herangehen.

Netflix will beispielsweise Ultra HD Filme zu seinem Deutschlandstart anbieten. Wie groß dann aber das echte UltraHD-Angebot sein wird, bleibt abzuwarten. Wer Ultra HD über das Internet empfangen möchte, der sollte über mind. 15 Mbit/s an Bandbreite verfügen.

Wearables (1)

Vielleicht ist die Erinnerung an die ersten Handys noch wach. Akku und Telefon wogen in den Anfängen der mobilen Telefonie etliche Kilo - waren aber tragbar - "wearable" eben. Heute nehmen wir es im Grunde gar nicht mehr wahr, dass wir ein Handy mit uns herumtragen, so wenig belastet es uns.

Genau dieser Trend zeigt sich nun auch auf der IFA bei ganz anderen elektronischen Geräten, den "wearables".

Wearables (2)

Gemeint sind Armbänder, Uhren, Clip, Ohrstöpsel, die allesamt Minicomputer und oft auch Fitnesstrainer sind. Der moderne Mensch hat scheinbar Freude daran gefunden, sich selbst zu vermessen, zu "tracken", überwachen, seine eigenen Lebenszeichnen zu analysieren.

Genau diesem Lifestyle-"Bedürfnis" kommt die Industrie nach.

Wearables (3)

Es gibt kaum ein Computer-Hersteller, der auf der IFA nicht ein smartes Armband zeigt, das anzeigt, ob man schon genug Schritte gegangen ist, ob der Puls gerade durch die Decke geht oder man just in diesem Moment eine E-Mail bekommen hat.

Man darf sicher sein, dass wir hier den Anfang einer neuen Gerätegeneration erleben, die sehr tief in unseren Alltag eindringen wird.

Wearables (4)

Was heute "Spielereien" sind, sind morgen unsere Schlüssel für Türen und Autos, unsere Kreditkarten zum Bezahlen und unsere Gesundheitswächter, die direkt den Arzt alarmieren, wenn etwas nicht stimmt.

Google hat z.B. eine Kontaktlinse entwickelt, die den Blutzuckerspiegel misst. Alleine das Beispiel zeigt, dass die Technologie nicht an unseren natürlichen Körpergrenzen Halt machen wird.

Wearables (5)

Aus dem Armband wird das Chip-Implantat werden - noch nicht auf der IFA 2014, aber vielleicht auf der IFA 2020.

Vernetztes Zuhause (1)

Was sich auf den letzten Funkausstellungen immer stärker durchgesetzt hat, das geht nun weiter: das vernetzte Zuhause. Immer mehr Geräte bekommen einen Netzwerkzugang, bis hin zur "normalen" LED-Lampe.

Vernetztes Zuhause (2)

Auch Kaffeemaschinen und Backöfen werden nun über Apps gesteuert. Verschiedene Hersteller ringen um Konzepte und Standards der Vernetzung. Während die einen auf DECT als Übertragungsweg setzen, nutzen andere das heimische Stromnetz oder ZigBee, WLAN und Bluetooth.

Immer mehr Geräte sind smart für das Zuhause, immer mehr kommt der Kunde unter Druck, da er nicht weiß, welches Konzept zukunftssicher ist.

Vernetztes Zuhause (3)

Leider scheint diese IFA auch daran nichts zu ändern. Zwar gibt es Ansätze wie Qivicon bei der große Hersteller wie Samsung, Miele, belkin, bitronHome, deutsche Telekom, digitalstrom und noch viele weitere versuchen, ihre Geräte untereinander kompatibel zu machen.

Doch ob diese erfolgreich sind, hängt von der Anzahl der Geräte ab und ob der Kunde genau zu diesen statt zu Insellösungen greift.

Vernetztes Zuhause (4)

Das vernetzte Zuhause wird aber in jedem Fall weiter wachsen. Es bleibt leider nur die Frage, wie einfach oder kompliziert es für uns wird.

Weitere Informationen (1)

Die IFA 2014 läuft vom 5. bis zum 10.September in Berlin.

http://b2c.ifa-berlin.de/

Weitere Informationenn (2)

Infos zum Astra Ultra HD Demokanal:

www.astra.de/19943834/99_ultra_hd_demo_ kanal

Infos zu UltraHD: http://de.wikipedia.org/wiki/Ultra_HD


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