ARD Text - Der Teletext im Ersten
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Di 07.10.14Seite 531

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Wenn die Sehkraft schwindet

Viele Menschen in Deutschland sind von Fehlsichtigkeit betroffen; die meisten sind kurz- oder weitsichtig. Dies lässt sich durch Brillen oder Kontaktlinsen ausgleichen.

Die größten Risiken für viele Augenerkrankungen sind das Alter und eine familiäre Veranlagung. Das gilt vor allem für altersbedingte Erkrankungen wie das Glaukom und den grauen Star. Beim Glaukom ist der Sehnerv geschädigt, beim grauen Star die Augenlinse getrübt.

Augenkrankheiten lassen sich häufig nicht vermeiden. Dennoch kann jede/r einiges für die Augengesundheit tun.

Sehstörungen bei Kindern frühzeitig feststellen (1)

Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs sämtliche empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Besonders wichtig für die Augen ist die "U 7a" für Kinder, die ihr drittes Lebensjahr fast vollendet haben.

Sehstörungen bei Kindern frühzeitig feststellen (2)

Bei dieser Untersuchung geht es vor allem darum, Sehstörungen frühzeitig zu erkennen. Bei Auffälligkeiten ist es sinnvoll, einen Augenarzt aufzusuchen.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Kind schielt. Wird das Schielen rechtzeitig behandelt, lässt sich eine Sehschwäche vermeiden.

Bei Beschwerden zum Augenarzt gehen

Auch Erwachsene sollten bei Sehstörungen oder bei Beschwerden einen Facharzt für Augenheilkunde aufsuchen. Ein regelmäßiger Besuch beim Experten empfiehlt sich, wenn in der Familie bereits Augenerkrankungen aufgetreten sind und damit ein höheres Risiko besteht, auch selbst daran zu erkranken.

Ein Rauchverzicht lohnt sich

Tabakkonsum kann auf lange Sicht die Blutgefäße in den Augen schädigen und damit Erkrankungen begünstigen.

Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztlich behandeln und regelmäßig die Augen kontrollieren lassen (1)

Die Gefahr, dass sich ein grauer Star entwickelt, ist bei Diabetikern erhöht. Um die Risiken zu verringern, sollten Patienten darauf achten, dass ihr Blutzuckerspiegel und Blutdruck gut eingestellt sind. Bluthochdruck schädigt auch auf Dauer die kleinen Blutgefäße in den Augen und erhöht das Risiko einer Makuladegeneration.

Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztlich behandeln lassen (2)

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 haben ebenfalls ein höheres Risiko für eine Schädigung der kleinen Blutgefäße. Bemerkbar macht sich dies oft erst nach 10 bis 15 Jahren, zum Beispiel in Form einer diabetischen Retinopathie und eines Makula-Ödems. Diese können zu einer Schädigung des Augenhintergrundes führen und das Sehvermögen beeinträchtigen.

Medikamente nur auf Anweisung des Arztes einnehmen

Manche Arzneimittel können sich negativ auf die Augen auswirken. Dazu gehören Präparate gegen Rheuma oder Brustkrebs.

Deshalb sollte jeder die Medikamente nur in der Dosierung einnehmen, die der Arzt verordnet hat. Bei Bedarf können auch regelmäßige Kontrollen der Augen durch einen Facharzt sinnvoll sein.

Sonnenbrillen sehen nicht nur cool aus

Vor allem in den Bergen empfiehlt es sich, die Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille zu schützen. Achten Sie auf das CE-Kennzeichen auf der Bügelinnenseite. Es belegt, dass die Brille den grundlegenden Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union genügt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte eine Sonnenbrille im Fachhandel kaufen oder vom Optiker überprüfen lassen, ob der UV-Schutz genügt.

Bei der Bildschirmarbeit "Blinzel"- Pausen einlegen (1)

Bildschirmarbeit ist zwar nicht schädlich für die Augen, kann aber dazu führen, dass sie trocken werden. Der Grund ist, dass das Auge seltener blinzelt, wenn man am Computer sitzt.

Dadurch wird weniger Tränenfilm auf den Augen verteilt. In der Folge können sie austrocknen, jucken und schmerzen.

Bei der Bildschirmarbeit "Blinzel"- Pausen einlegen (2)

Um dem Austrocknen der Augen vorzubeugen, ist es sinnvoll, ab und zu eine Pause zu machen und den Blick schweifen zu lassen. Bewegung an der frischen Luft tut den Augen ebenfalls gut.

Wer Tränenersatzmittel in die Augen tropft, sollte eines wählen, das möglichst frei von Konservierungsstoffen ist, damit die Augen nicht zusätzlich gereizt werden.

Glaukom bzw. Grüner Star (1)

Das Glaukom - auch "Grüner Star" genannt - zählt zu den häufigsten Erblindungsursachen. Als Glaukom wird eine Augenerkrankung bezeichnet, die durch Schädigungen des Sehnervenkopfes, seiner Nervenfasern und der Netzhaut gekennzeichnet ist. Infolge eines relativ erhöhten Augeninnendrucks wird der Sehnervenkopf geschädigt.

Die Erkrankung beginnt meist schleichend und wird deshalb oft spät erkannt

Glaukom bzw. Grüner Star (2)

Etwa 950.000 Menschen in Deutschland leiden unter einem Glaukom. Die Dunkelziffer ist mind. noch einmal so hoch. Bei ihnen ist der Sehnerv geschädigt.

Dadurch sehen Betroffene zunächst Details im mittleren Randbereich des Gesichtsfeldes schlecht. Dies setzt sich allmählich ins Zentrum fort. Über einen Zeitraum von meist mehreren Jahren verengt sich so ihr Gesichtsfeld - im schlimmsten Fall droht die Erblindung.

Vorbeugen und Risikofaktoren erkennen

Die Krankheit kann bei einer einfachen Spiegelung des Augenhintergrundes diagnostiziert werden.

Da der Krankheitsprozess langsam verläuft und mitunter viele Jahre dauert, kann der Arzt versuchen, durch eine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks die Schäden entweder ganz zu verhindern, oder ihr Auftreten zumindest hinauszuschieben.

Risikofaktoren:

- höheres Alter

- absolute Höhe des Augeninnendrucks

- Dicke der Hornhaut

- sog. Pseudoexfoliationsmaterial, eine

Art Zellabfall auf der Linse

- die schon vorbestehende Aushöhlung

des Sehnerven

- schwankende Angaben bei der

Gesichtsfeldprüfung

- Diabetes mellitus

- Arteriosklerose

Therapie

Die medikamentöse Therapie in Form von Augentropfen ist meistens eine lebenslange Maßnahme. Die wichtigsten Ziele einer medikamentösen Therapie sind die Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks und die Verbesserung der Durchblutung der Netzhaut. Ein Fortschreiten der Erkrankung soll verhindert werden.

In über 90 % aller Fälle wird mit Medikamenten eine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks erreicht, operative Eingriffe sind daher selten.

Katarakt bzw. Grauer Star (1)

Weltweit ist Grauer Star eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung. Dies gilt vor allem für die Entwicklungsländer.

In Deutschland und anderen Industrienationen kann Grauer Star inzwischen mit einer Operation behandelt werden. Etwa 90 Prozent der Patienten erreichen durch den Eingriff eine Sehleistung von 50 bis 100 Prozent.

Katarakt bzw. Grauer Star (2)

Die Häufigkeit, mit der Grauer Star auftritt, nimmt im Alter zu. Es können jedoch auch andere Faktoren wie eine Augenverletzung, andere Augenerkrankungen oder Allgemeinerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus die Augenerkrankung Grauer Star bedingen.

Oft werden zu Beginn der Erkrankung noch keine Sehstörungen wahrgenommen.

Weitere Ursachen für Grauer Star:

- Linsenstoffwechsel-Defekte

- Mangelernährung

- radioaktive Strahlung und ultraviolettes Licht (UV-Licht)

- Medikamente und Vergiftungen

Untersuchungen und Diagnose

Für die Diagnose "Grauer Star" ist eine genaue Untersuchung beim Augenarzt nötig. "Grauer Star" kann auch das erste Anzeichen einer anderen Grunderkrankung sein.

Vorbeugung

Ein Altersstar kann nicht verhindert werden und ist eine natürliche Entwicklung. Wird "Grauer Star" durch andere Faktoren verursacht, könnte er aber in der Regel vermieden werden. Bei gefährlichen Tätigkeiten, bei denen das Auge verletzt werden könnte, sollte immer eine Schutzbrille getragen werden.

Grauer Star wird auch durch Ultraviolett-Strahlung verursacht: Im Urlaub und Solarium eine Sonnenbrille tragen!


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