ARD Text - Der Teletext im Ersten
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Mi 16.07.14Seite 532

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Insektenstiche behandeln

Stiche von Bienen, Hornissen, Wespen oder Mücken rufen einen stechenden Schmerz hervor, anschließend kommt es zu Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle als Folge einer Reaktion auf das Insektengift.

Bei Menschen, die auf Insektengift allergisch reagieren, kann es zu sehr heftigen Reaktionen kommen. In solchen Fällen ist sofortige ärztliche Hilfe nötig.

Anzeichen, bei denen Sie sofort einen Arzt benachrichtigen sollten:

Fieber, zunehmende Schwellungen und Ausschlag, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Übelkeit, Schmerzen in der Brustgegend, Zusammenschnüren der Luftwege oder Brust und Atembeschwerden.

Manchmal reagiert der Körper sehr empfindlich auf die Stiche. Die Stelle des Einstiches schwillt erheblich an, schmerzt und pocht.

Die Einstichstelle rötet sich stark und das Ganze ist auch nicht nach ein paar Stunden vorbei. In diesem Falle kann eine bakterielle Infektion vorliegen.

Durch Kratzen oder mangelnde Wundhygiene kann es an der Einstichstelle zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommen, aufgrund derer sogar eine Blutvergiftung möglich ist. Anhaltende und außergewöhnlich starke Schwellungen sollten unbedingt ernst genommen und vom Arzt untersucht werden.

Maßnahmen nach Insektenstichen bei allergischer Reaktion (1)

- Keinesfalls den Giftsack am oberen Bienenstachelende berühren, da sonst weiteres Insektengift austritt.

- Den Stachel mit dem Fingernagel, mit einer Pinzette oder mit einem scharfkantigen Gegenstand (z.B. Taschenmesser) entfernen.

- Bei einem Insektenstich im Mund sollte der Betroffene den Oberkörper aufrecht halten.

Maßnahmen nach Insektenstichen bei allergischer Reaktion (2)

- Die Schwellung durch Eislutschen oder Gurgeln mit Wasser kühlen. Keine Flüssigkeit trinken, da sie in die Luftröhre gelangen könnte.

- Eiswürfelpakete zur Kühlungsverstärkung um den Hals legen. Eisumschläge an der Stichstelle können die Giftaufnahme verzögern. Notarzt rufen: Schwellungen können auch ohne allergische Reaktion die Atmung behindern.

Bei früheren Stich-Schwellungen

Wenn Sie in der Vergangenheit schon einmal von einer Biene oder Wespe gestochen worden sind und heftig reagiert haben (geschwollene Arme/Beine etc.), sollten Sie bei einem Arzt einen IgE- Rasttest machen lassen.

Fällt er positiv aus, besteht bei Ihnen eine Insektengiftallergie und der Arzt wird Ihnen ein Notfallset verordnen, das Sie immer bei sich tragen sollten.

Zeckenbisse (1)

Zecken besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge, womit sie innerhalb von 5 bis 15 Minuten die Haut aufschneiden und sich mit dem stachelbesetzten Saugorgan in der Haut verankern. Der Stich ist Stich schmerzlos.

Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine durch Zecken auf den Menschen übertragene Viruskrankheit.

Zeckenbisse (2)

Die FSME kann mit einer fieberhaften Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute (Hirnhautentzündung, Meningitis), in schweren Fällen aber auch des Gehirns und Rückenmarks einhergehen.

Durch Zecken wird auch der Erreger der so genannten Borreliose übertragen. Wird die Infektion nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu schweren Folgeschäden kommen.

Zeckenbisse (3)

Wichtig: Zecken weder mit Öl noch mit Klebstoff behandeln! 80% der Infektionen erfolgen durch Falschbehandlungen und Quetschungen.

Achten Sie auf die kleinen Larven und Nymphen. Sie sind winzig und hellbraun. Man kann sie leicht übersehen, da sie fast wie eine Sommersprosse aussehen. Die Zecke am Kopf mit einer Splitterpinzette fassen und herausziehen.

Zeckenbisse (4)

Verhaltensregeln:

- Im Wald die Wege benutzen, nicht durch dichtes Unterholz gehen

- Helle und geschlossene Kleidung tragen

- Einreiben mit Insekten abwehrenden Mitteln

- Möglichst alle zwei Stunden, spätestens aber nach Beenden des Aufenthaltes im Wald, Kleidung und Körper systematisch nach Zecken absuchen

Insektenstichen vorbeugen (1)

Vorbeugend helfen Insektenschutzmittel, so genannte Repellentien. Es gibt pflanzliche und chemische Wirkstoffe.

Vorsicht: Chemische Insektenschutzmittel sind nicht für Kleinkinder unter zwei Jahren geeignet! Im Garten genügen oft sanfte Mittel. In Zeckeninfektionsgebieten oder in Ländern, in denen Malariaschutz empfohlen wird, sollten Sie stärker wirksame Produkte verwenden.

Insektenstichen vorbeugen (2)

Überprüfen Sie Ihren Tetanus-Schutz! Tetanus kann auch durch Insekten übertragen werden, wenn der stechende Plagegeist vorher ein von dieser Krankheit befallenes Tier gestochen hat.

Tipps (1)

- In Insektennähe keine hastigen, schlagenden Bewegungen machen.

- Nie barfuß gehen. Im Gras können Insekten sitzen.

Tipps (2)

- Im Freien Verzehr von Fleisch, Bier,

Süßspeisen und -getränken vermeiden

- Nicht direkt aus Flaschen oder Dosen trinken (besser Strohhalm verwenden)

- Auf intensive Gerüche verzichten wie: Parfüm,Sonnencreme, Haarspray,Rasierwasser.Auch Schweiß zieht Insekten an

- Insektennetze vor den Fenstern anbringen.

- Bienen- und Wespennester immer durch die Feuerwehr entfernen lassen.

Tipps (3)

- Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken! Vor allem überreife Früchte werden gerne von Wespen beflogen.

- Keine weiten Kleidungsstücke tragen! Insekten können sich darin verfangen. Bei Gartenarbeit lange Ärmel, lange

Hosen, Handschuhe und Hut tragen

- Rauch kann Insekten vertreiben. Verbrennen Sie während der Dämmerung einen Beifußzweig oder zünden Sie Mückenweihrauch an.

Hausmittel gegen Insektenstiche (1)

Bewährt haben sich Zwiebelscheiben bei Bienenstichen. Auch bei Bremsen- und Mückenstichen sind sie hilfreich..

Zwiebelscheiben kühlen und mildern den Juckreiz bzw. Schmerz. Sie helfen, die Schwellung zu mindern. Der gleiche Effekt wird auch durch Einreiben des Stiches mit Meerrettich erreicht. Weitere Mittel sind Huflattich, Spitzwegerich und Teebaumöl.

Hausmittel gegen Insektenstiche (2)

Die Blätter des Spitzwegerichs werden in der Hand zerrieben. Dann wird der Saft aufgetragen, beim Huflattich legt man Blätter auf den Stich.

Bei Mückenstichen hilft auch Zitrone. Aloe vera lindert den Juckreiz und hemmt Entzündungen. Dazu wird die Spitze abgeschnitten und der Saft auf die Haut geträufelt. Bei Wespenstichen hilft eine Paste aus Lauch und Honig.

Hausmittel gegen Insektenstiche (3)

Der Saft von zerdrückten Kohlblättern kann lindern. Ein Wachstropfen wirkt bei Mückenstichen entzündungshemmend.

Gegen Bienen- oder Wespengift hilft ein feuchtes Stück Würfelzucker. Legt man es auf den Stich, wird die Flüssigkeit herausgezogen. Stachel entfernen! Kalte Umschläge mit Essigwasser, essig-saurer Tonerde, Quarkwickel, Arnika-Umschläge oder Neem-Öl können helfen.

Hausmittel gegen Insektenstiche (4)

Häufiges Abtupfen mit Reisessig lindert den Juckreiz und lässt Schwellungen zurückgehen. Gegen Juckreiz helfen in Wasser gelöste Hefe oder Seife.

Wenn keines der genannten Mittel vorhanden ist, können Urin-Umschläge helfen. Praktikabel und jederzeit anwendbar ist auch das Einreiben der Stiche mit Speichel und Salz.

Mittel aus der Apotheke (1)

Direkt nach dem Stich sollten Sie durch Kühlung der Schwellung entgegenwirken. Danach helfen entzündungshemmende, juckreiz-stillende Gele oder Stifte.

Sie enthalten Antihistaminika wie Bamipin, Dimetinden, Clemastin, Chlorphenoxamin oder Tripelennamin. Diese Stoffe verhindern die juckreiz- und entzündungsfördernde Wirkung des körpereigenen Botenstoffes Histamin

Mittel aus der Apotheke (2)

Kortisonhaltige Einreibungen lindern schnell entzündliche Prozesse und Juckreiz. Die Heilung wird beschleunigt.

Als Wirkstoff wird Hydrokortison eingesetzt. Andere Kortisonverbindungen sind verschreibungspflichtig.


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