ARD Text - Der Teletext im Ersten
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Fr 18.07.14Seite 534

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Bewässerung für Balkon und Garten

Bewässerungssysteme

Sommer, Sonne, Ferien - das klingt nach dem perfekten Gute-Laune-Programm, wenn da nicht die Trockenheit im Garten oder auf dem Balkon wäre. Wenn es in den Urlaub geht, ist guter Rat teuer.

Wir geben Tipps, wie Ihre Pflanzen die Urlaubszeit überstehen, welche Pflanzen viel Trockenheit vertragen, welche technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen und wie man richtig gießt.

Grundlagen für eine gute Wasserversorgung und eine geringe Verdunstung (1)

Der wichtigste Wasserspeicher für

Pflanzen ist der Boden. Er sollte nicht so nass sein, dass sich Wasser staut, also quasi ein locker, luftiger, frischer Boden.

Nun hat der eine aber Lehm im Garten, der andere Sand; dann muss der Boden verbessert werden. Erstes Hilfsmittel ist Humus, also reifer Kompost.

Grundlagen für ... (2)

Zweites Hilfsmittel ist Bentonit. Der sorgt vor allem auf sandigen Böden dafür, dass Wasser nicht durch die Körner versickert sondern gehalten werden kann. Weiterhin sollte man vor dem Urlaub den Boden nochmals hacken.

Dabei wird ein physikalischer Effekt genutzt. Bei verkrustetem Boden steigt durch die Poren ständig Feuchtigkeit auf. Diese Poren werden zerstört.

Grundlagen für ... (3)

Außerdem kann bei Regen das Wasser gut nach unten versickern. Vor dem Urlaub sollte man sich Zeit für einen Rückschnitt nehmen.

Das ist wichtig, denn so wird weniger Wasser verbraucht,und nach der Rückkehr stehen bspw. die mehrmals blühenden Rosen wieder in Blüte. Mit den knospigen oder schon erblühten Rosen erfreut man die Gießhilfe, die auf jeden Fall mal nach dem Rechten sieht.

Grundlagen für ... (4)

Denn das ist unerlässlich - selbst wenn man eine automatische Bewässerung hat.

Richtig gießen heißt, Wasser gezielt an die Pflanze bringen und nichts vergeuden

Wenn man gießt, dann sollte das Wasser direkt an der Pflanze im Boden versickern und nicht in den Freiräumen im Beet. Anderenfalls hilft man in erster Linie den Wildkräutern beim Wachsen.

Richtig gießen (1)

Daher ist es auch immer gut, wenn die Bodendecke mit Pflanzengrün geschlossen ist. Ganz wichtig ist auch, wie viel man gießt. Das Wasser sollte nämlich nicht nur oberflächlich auf den Boden kommen, sondern in die Tiefe des Bodens versickern, damit es auch von den Wurzeln aufgenommen werden kann.

Wer das beherzigt, muss nicht täglich gießen. Ein weiterer Grundsatz ist die Tropfengröße.

Richtig gießen (2)

Je wärmer es ist, desto besser ist es mit einem großen Tropfen bzw. einem weichen Strahl zu gießen. Die kleinen Tropfen verdunsten schnell in der Luft. Das bringt für uns Menschen angenehme Kühle mit sich, aber nutzt den Pflanzen nicht.

Alternativ hat sich eine Tröpfchen-Bewässerung bewährt, die ganz langsam das Wasser an den Pflanzen verteilt und daher auch sehr schonend damit umgeht.

Richtig gießen (3)

Als letzter Grundsatz gilt: Morgens gießen. So kann die Pflanze gestärkt in den Tag gehen. Tropfende Nässe trocknet rasch wieder ab. So verhindert man, dass sich Pilzkrankheiten ausbreiten.

Automatisch geht es am einfachsten (1)

Technik ist eine echte Hilfe. Bei der Bewässerung kann man über einen Computer das Gießen mit einem Regner oder einer Tropfbewässerung steuern.

Automatisch geht es am einfachsten (2)

Dazu wird die Bewässerung eingestellt. Am schönsten wäre es nun, man könnte aus den Bergen oder dem Liegestuhl am Strand per Handy das Kommando "Wasser marsch" geben. Das ist möglich, aber noch nicht sehr verbreitet auf dem Markt und daher kostspielig.

Der Bewässerungscomputer ist sogar noch etwas genauer, vor allem wenn man ihn mit Regensensor und Feuchtefühler ausstattet.

Automatisch geht es am einfachsten (3)

Dann weiß er nämlich, ob es hat geregnet hat oder der Boden noch ausreichend feucht ist (z.B. weil es schwül ist) und gießt entsprechend weniger.

Eine Kontrolle ist allerdings immer noch nötig, weil auch ein Regner mal umfallen kann oder eine Tropfstelle verstopft ist.

So kommen der Balkon- und Zimmerpflanzen gut über den Sommer (1)

Auf dem Balkon ist das Substrat natürlich immer ein Garant für eine gute Wasserversorgung. Es sollte hochwertig sein und Wasser speichern können. Zusätzlich sollten die Gefäße ein Wasserreservoir haben.

Wenn man dekorative Gefäße hat, die nicht über diese Möglichkeit verfügen, legt man ein Blähtonsäckchen oder Vlies als Wasserspeicher hinein.

So kommen der Balkon- und Zimmerpflanzen gut über den Sommer (2)

Vor dem Urlaub werden die Pflanzen gut gegossen, etwas zurückgeschnitten und schattiger gestellt. Nun kann man entweder eine automatische Bewässerung anschließen oder sich mit Wasserflaschen bzw. Tonkegeln behelfen. Sie werden kopfüber in die Erde gesteckt.

Am besten testet man das System vorher. Dann weiß man, in welchem Rhythmus jemand die Reservoirs auffüllen sollte.

Pflanzen tauchen (1)

Um effektiv und wassersparend Pflanzen zu wässern, werden sie in eine Wanne mit Wasser gelegt. Nun kann sich die Erde wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugen und zieht die Pflanze nach unten.

Am Anfang steigen jede Menge Luftblasen auf. Das dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Anschließend lässt man überschüssiges Wasser ablaufen und stellt die Pflanze wieder an den gewohnten Standort.

Pflanzen tauchen (2)

Die Maßnahme ist ideal, um die Pflanzen auf die Urlaubswochen vorzubereiten, weil sie dann für die ersten vier bis fünf Tage optimal versorgt sind.

Die richtige Pflanzenauswahl

Die folgenden Pflanzen können sich selbst gut versorgen und haben für trockene Zeiten die Fähigkeit, Wasser im Gewebe zu speichern: Lavendel, Dipladenien, Geranien, Mittagsblumen, Schneeflockenblume, Agapanthus.


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