Ratgeber: Neu in 2020

Familie und Soziales (I)

Höhere Regelsätze: Ab 1.Januar erhalten Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 1,88 Prozent mehr Geld. Alleinstehende und Alleinerziehende erhalten dann 432 Euro im Monat, acht mehr als bisher. Bei Paaren sind es sieben Euro mehr, bei Kindern und Jugendlichen je nach Alter fünf bzw. sechs Euro mehr im Monat.

Wohngeld: Durch die Wohngeldreform, die am 1. Januar in Kraft tritt, sollen die Höchstbeträge beim Wohngeld je nach Region steigen. Außerdem sollen mehr Menschen bezugsberechtigt sein.

Familie und Soziales (II)

Grundfreibetrag: Ab 2020 gilt ein höherer Steuergrundfreibetrag. Das steuerfreie Einkommen liegt dann für Unverheiratete bei 9.408 Euro im Jahr, für zusammen veranlagte Verheiratete bei 18.816. Das sind je 240 Euro mehr pro Person als bisher.

Kinderfreibetrag: Der Betrag steigt um 192 Euro auf insgesamt 7.812 Euro pro Kind. Der Kinderfreibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen.

Arbeitslosenversicherung: Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt von 2,5 auf 2,4 Prozent.

Familie und Soziales (III)

Unterhalt für Kinder: Bis zum sechsten Lebensjahr steigt der Mindestunterhalt von 354 auf 369 Euro, bis zum zwölften Lebensjahr von 406 auf 424 Euro und bis zur Volljährigkeit von 476 auf 497 Euro monatlich. Diese Zahlen gelten für die unterste Einkommensgruppe; für die höheren Gruppen steigen die Ansprüche entsprechend. Studiert das Kind, hat es Anspruch auf maximal 860 Euro im Monat.

Versicherungspflichtgrenze: Das ist die Einkommensgrenze, ab der man sich privat versichern darf. Ab 2020 liegt sie bundeseinheitlich bei 62.550 Euro pro Jahr.

Familie und Soziales (IV)

Entlastung von Angehörigen: Wer weniger als 100.000 Euro brutto pro Jahr verdient, wird ab 2020 nicht mehr für die Pflegekosten seiner Eltern zur Kasse gebeten. Bislang lag die Einkommensgrenze bei 21.600 Euro netto pro Jahr.

Höhere Sätze beim Unterhaltsvorschuss: Alleinerziehende, die vom anderen Elternteil keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt für ihr Kind erhalten, können Unterhaltsvorschuss beantragen. Die Sätze werden zum 1. Januar 2020 erhöht. Für Kinder bis 15 Jahre gibt es dann 165 Euro pro Monat vom Staat, das sind 15 Euro mehr als bisher.

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