Landtagswahl Thüringen

Programme: Familie / Gesundheit (1/6)

Der Betreuungsschlüssel in Kitas soll nach dem Willen der CDU verbessert werden. Für Kita-Beiträge will die CDU eine Höchstgrenze verankern.

Wohneigentum für Familien soll gefördert werden, z.B durch Freibeträge bei der Grunderwerbssteuer und zinsfreie Wohnbaukredite.

Die CDU fordert eine "flächendeckende, wohnortnahe Krankenhaus- und Apothekenversorgung". Für Allgemeinmediziner, die sich auf dem Land niederlassen, soll es eine Landarztprämie geben.

Die Linkspartei will bis 2025 die vollständige Beitragsfreiheit für Kitas umsetzen. Für Familien mit geringen Einkommen plant sie Unterstützung bei den Verpflegungskosten. Jugendliche sollen künftig ab 16 Jahre bei Landtagswahlen ihre Stimme abgeben können.

Nach dem Willen der Linkspartei soll es mehr Medizin-Studienplätze geben. Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft sollten als Unternehmen unterstützt und zu interkommunalen Kooperationen ermuntert werden. Ärzte, die ihr praktisches Jahr im ländlichen Raum absolvieren, will die Linkspartei fördern.

Die SPD will Hort und Kita schrittweise gebührenfrei machen. Alle Erzieher sollen tarifvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen erhalten. Der ländliche Raum soll für Familien attraktiver werden, etwa durch bessere Infrastruktur.

Jeder Thüringer soll nach dem Willen der SPD einen Arzt und eine Apotheke "in einer angemessenen Anfahrtszeit" erreichen. Für die stationäre Alten- und Krankenpflege soll ein verbindlicher Pflegeschlüssel von vier Patienten pro Pflegekraft gelten. Die Partei unterstützt zudem die Re- Kommunalisierung von Kliniken.

Die AfD will ein Familiengeld einführen, das Familien mit Kindern ermöglichen soll, von einem Gehalt zu leben. Der ländliche Raum soll für Familien attraktiver werden.

Krankenhäuser in ländlichen Gebieten sollen erhalten werden. Die AfD befürwortet regionale Verbünde kommunaler Krankenhäuser und die Abschaffung des Schulgeldes für Auszubildende in gewissen Gesundheitsberufen. Die Partei zeigt sich offen für die Gründung von Privathochschulen, die in strukturschwachen Regionen Mediziner ausbilden.

Die Grünen wollen den Betreuungsschlüssel in Kitas verbessern. Kinderrechte wollen sie "möglichst bald" in der Landesverfassung verankern. Die Partei will zudem das Wahlrecht ab 14 Jahren einführen.

Der Auf- und Ausbau moderner Gesundheitsversorgungszentren soll vor allem auf dem Land weiter gefördert werden. Hausärzte, die aufs Land ziehen, könnten z.B. Räumlichkeiten gestellt bekommen. Zudem wollen die Grünen das altersgerechte, barrierefreie Bauen und Umbauen von Wohnungen gezielt fördern.

Die FDP will die Grunderwerbssteuer für Immobilienkäufe von 6,5% auf 3,5% senken, damit mehr Familien Eigentum erwerben können. Kitas sollen sich mittelfristig zu "Eltern-Kind-Zentren" entwickeln können. Der Fachkraft-Kind- Schlüssel soll stark verbessert werden.

Die FDP will die Digitalisierung nutzen, um z.B. die Hausarztsprechstunde auch per Videochat zu ermöglichen. Die Krankenhausstruktur soll sich am Versorgungsbedarf orientieren. Das Schulgeld für Gesundheits-, Heil- und Therapieberufe soll abgeschafft werden. Quelle: MDR

>> Programme: Sicherheit/Zuwanderung (1/6)