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Quarantäne: Was bedeutet das?

Um die Ausbreitung mit dem Coronavirus zu verlangsamen, ist die Quarantäne ein wichtiges Instrument. Sie wird vom Arzt nach dem Infektionsschutzgesetz angeordnet und bedeutet, dass Betroffene ihre Wohnung nicht verlassen dürfen. Sie dauert im Fall der Corona-Pandemie rund 14 Tage.

In dieser Zeit sollte das Gesundheitsamt täglich mit den Betroffenen in Kontakt stehen, um Veränderungen des Gesundheitszustandes beobachten zu können.

Quarantäne: Was bedeutet das?

Während der von Behördenseite angeordneten Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen. Für Einkäufe kann man Nachbarn um Hilfe bitten. Sie stellen die Waren vor die geschlossene Tür. Man darf auch bei Lieferdiensten bestellen, muss aber vorher angeben, dass man unter Quarantäne steht.

Wer sich in freiwilliger Quarantäne befindet, muss keine Konsequenzen fürchten, wenn er die vier Wände doch einmal verlässt. Im anderen Fall muss mit einer Verlegung in ein Krankenhaus gerechnet werden.

Quarantäne: Wer zahlt bei Ausfall?

Wenn Angestellte eine häusliche Absonderung einhalten müssen, wird ihr Gehalt weiter vom Arbeitgeber bezahlt. Der Arbeitgeber kann sich das Geld für die Lohnfortzahlung beim Bundesland zurückholen. Sollte der Arbeitgeber nicht zahlen, kann man eine Entschädigung von der zuständigen Landesbehörde fordern. Selbstständigen und Freiberuflern wird der Verdienstausfall ersetzt.

Für Reise-Rückkehrer aus bekannten Risikogebieten gilt aber: Sollten sie die nötige Quarantäne nicht im Homeoffice ableisten können, sollen sie künftig keine Entschädigung mehr erhalten.

Wenn das Kind in Quarantäne muss

Wenn das eigene Kind in Quarantäne geschickt wird und betreut werden muss, können Eltern für 10 Wochen pro Elternteil (Alleinerziehende für bis zu 20) für Verdienstausfälle entschädigt werden. Voraussetzung ist, dass es unter 12 Jahre alt oder behindert ist, dass man keine andere Betreuungsmöglichkeit (Notdienst, Familie, Freunde) findet oder selbst Homeoffice machen kann.

Ersetzt werden 67 % des Verdienstausfalls, maximal 2016 Euro pro Monat. Die Entschädigung kann tageweise beantragt und somit "gestreckt" werden.

mehr Infos: www.bmas.de

>> Informationen im Internet