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RKI startet Studien zur Immunität

Die bundesweit repräsentative Antikörper-Studie kommt im Herbst. Mit den Tests von rund 30.000 Personen aus rund 14.000 Haushalten solle im September begonnen werden, sagte Thomas Lampert vom RKI. Mit Erkenntnissen zur Verbreitung und Immunität sei im Oktober oder November zu rechnen.

Kleinere Studien führt das RKI vorher in vier "Corona-Hotspots" durch: Begonnen wurde in Kupferzell in Baden-Württemberg. Auch im oberbayerischen Bad Feilnbach wurde an 2000 zufällig ausgewählten Erwachsenen ein Rachenabstrich gemacht sowie eine Blutprobe entnommen.

In Corona-Hotspots wird getestet

Die Studien sollen zeigen, wie weit sich das Virus bereits in der Bevölkerung verbreitet hat. Die Studienteams werden auch nach dem sozialen Verhalten der Menschen und nach ihrer Mobilität fragen, um herauszufinden, wie sich das Virus verbreitet hat. Erhoben werden zudem eine Reihe weiterer Punkte, etwa, ob die Menschen in der Zeit der Kontaktbeschränkung vermehrt zu Alkohol gegriffen haben.

Bad Feilnbach wies zu Anfang der Pandemie sehr viele Corona-Fälle auf. Der dritte Ort für die Studie soll laut RKI im Landkreis Straubing-Bogen liegen.

Der Dunkelziffer auf der Spur

Um der Dunkelziffer der Infizierten auf die Spur zu kommen, hat auch eine Studie der Universität München begonnen, die 3000 Menschen mit Antikörper-Bluttests untersucht und befragt. In Bayern gibt es die meisten nachgewiesenen Erkrankungen absolut und im Verhältnis zur Einwohnerzahl.

Auch das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) hat eine bundesweite Corona-Antikörperstudie im Kreis Reutlingen gestartet. Hier werden 2500 Einwohner getestet. Eine zweite Testreihe soll im Herbst oder Winter erfolgen.