Hintergrund tagesschau

IS-Gegner und IS-Verbündete

Mehr als 40 Länder beteiligen sich in Syrien und im Irak am Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Die USA organisieren die internationalen Luftangriffe im Irak und in Syrien, die im August 2014 begannen. Sie bilden zudem syrische Rebellen für den Kampf gegen den IS aus.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabi-
schen Emirate, Bahrain, Katar und Jor- danien unterstützen die USA bei Luftangriffen in Syrien. Diese Staaten sind selbst vom IS bedroht, der Anspruch auf die Herrschaft über die Muslime erhebt.

Frankreich und Großbritannien beteiligen sich an den US-Luftangriffen. Deutschland liefert den Kurden Waffen. Der Irak startete im Juli eine Offensive gegen den IS im Westen des Landes.

Sowohl die kurdischen Peschmerga im Nordirak als auch die kurdischen Volks- verteidigungseinheiten (YPD) im Norden Syriens haben dem IS empfindliche Niederlagen beigebracht.

Seit Juli 2015 fliegt auch die Türkei Luftangriffe gegen den IS. Sie will zugleich den Sturz des syrischen Assad-Regimes und bekämpft die kurdische PKK.

Die syrische Armee bekämpft den IS zwar, richtet aber die meisten ihrer Angriffe gegen andere Rebellen im Land.

Zwischen syrischen Rebellen und dem IS kommt es immer wieder zu Gefechten. Verfeindet ist die Terrormiliz IS auch mit der Nusra-Front, dem syrischen Ableger der Terrormiliz Al Kaida - obwohl beide Gruppen dieselbe Ideologie teilen.

Unterstützung erhält der IS von Sunni- ten und sunnitischen Stämmen im Irak und in Syrien, die sich von ihren Regierungen diskriminiert fühlen.