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Die Terrorgruppe IS

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) ist eine radikale islamistische Gruppe. Sie kämpft mit brutalen Mitteln für einen sunnitischen "Gottesstaat". Der IS ging aus einer Widerstandsgruppe gegen die US-Invasion im Irak hervor. Seit Mai 2010 wird sie vom Iraker Abu Bakr al Bagdadi geführt, der zum "Kalifen" des Ende Juni ausgerufenen "Kalifats" des IS ernannt wurde.

Die IS-Kämpfer gehen rücksichtslos gegen andere Religionen vor. Mit der öffentlichen Ermordung von Gegnern und Geiseln erhöhen sie ihr Drohpotenzial, auch mittels Videos im Internet.

An Macht gewann der IS, als er sich 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Im Irak profitierte der IS vom Streit der von Schiiten dominierten Regierung unter dem damaligen Premier Maliki mit den sunnitischen Parteien.

Der IS finanziert sich durch Spenden, aber auch durch Wegzölle entlang der irakisch-syrischen Grenze und Plünderungen. So verkauft die Gruppe geraubte Kulturgüter. In ihren Reihen kämpfen internationale Brigaden, u.a. Muslime aus Nordafrika und den Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Amerika.

Seit August 2014 kämpft ein internationales Militärbündnis gegen die Terrormiliz: Die USA und ihre Verbündeten fliegen in Syrien wie auch im Irak Luftangriffe auf IS-Stellungen.

Im Norden Syriens konzentrieren sich die Kämpfe auf die Stadt Kobane, die von kurdischen Einheiten gehalten wird.