Hintergrund tagesschau

Wie funktioniert Fracking?

Beim Fracking - kurz für "hydraulic fracturing" - werden Wasser und giftige Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Durch die entstehenden Risse wird Gas oder Öl freigesetzt - und kann zusammen mit Wasser und den Chemikalien aus dem Untergrund gefördert werden.

In den USA wird die Technologie bereits seit längerem großflächig eingesetzt. Dort deckt das so gewonnene Gas bereits ein Drittel des gesamten Bedarfs ab. Schon 2017 könnten die USA Saudi-Arabien als weltgrößten Ölproduzenten ablösen, prognostiziert die Internationale Energie-Agentur (IEA).

Jedoch ist die Technologie umstritten. Denn durch den Einsatz von Chemikalien und die Förderung des häufig giftigen Lagerstättenwassers - das als Sondermüll entsorgt werden muss -, kann das Grundwasser verunreinigt werden. Zudem gibt es keine Studien darüber, wie sich die eingesetzten Chemikalien langfristig auf die Umwelt auswirken.

Das Umweltbundesamt rät daher in einer Studie von 2012 davon ab, Fracking großflächig zur Erschließung unkonventioneller Erdgasvorkommen einzusetzen. Auch Erdbeben werden als Folge der Technologie befürchtet.