tagesschau : Hintergrund

Das Pariser Klimaabkommen

195 Länder der Vereinten Nationen haben sich im Dezember 2015 in Paris auf ein Klimaschutzabkommen verständigt. Wichtigstes Ziel ist es, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen und den Ausstoß an Klimagasen drastisch zu verringern.

Gemäß dem Abkommen müssen sich die Länder nationale Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase setzen. Diese Richtlinien sind zwar nicht rechtlich bindend, doch müssen die Staaten alle fünf Jahre ihre Fortschritte melden und ihre Ziele aktualisieren. Der erste Zyklus soll 2020 beginnen.

Nur Industrienationen sollen ihre Emissionen in absoluten Zahlen eindämmen, Entwicklungsländer werden dazu gemäß ihrer Möglichkeiten "ermuntert".

Entscheidende Teile der Vereinbarung sind völkerrechtlich verbindlich. Es gibt jedoch keine Strafen bei Nichterfüllung. Nach China sind die USA der zweitgrößte Klimasünder. Im März hatte Präsident Trump Vorschriften seines Vorgängers Obama zum Klimaschutz aufgehoben. Ob die USA ihre Verpflichtungen so noch erreichen können, ist fraglich. Ein Ausstieg aus dem Abkommen ist möglich. Auch könnte Trump neu verhandeln.

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