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Nachrichten tagesschau

Die Terrorgruppe IS

Die Organisation "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (ISIS) bzw. "Islamischer Staat" (IS) gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

Die IS ging aus einer Widerstandsgruppe hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Seit Mai 2010 wird sie vom Iraker Abu Bakr al Bagdadi geleitet. Ende Juni rief die Gruppe ein "Kalifat" aus und ernannte Bagdadi zum "Kalifen". Die IS griff im Irak US-Soldaten an und verübte Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen.

Die IS nennt sich selbst auch "Islamischer Staat im Irak und der Levante" (ISIL). Der Name verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten: Der Begriff Levante ("Sonnenaufgang") bezieht sich auf das Hinterland der östlichen Mittelmeerküste.

An Macht gewann die IS, als sie sich 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk Al Kaida nahestanden.

Im Irak profitiert die Gruppe vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung unter Premier Maliki. Er hat sich mit den sunnitischen Parteien des Landes überworfen.

Die IS finanziert sich durch Spenden aus Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der irakisch-syrischen Grenzen. In ihren Reihen kämpfen internationale Brigaden, u.a. Muslime aus Nordafrika und den Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

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