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Nachrichten tagesschau

Die Konflikte im Südsudan

Der Südsudan in Zentralafrika ist seit Juli 2011 unabhängig vom Sudan. Das Land ist trotz Ölvorkommen sehr arm und von einem jahrelangen Bürgerkrieg gezeichnet.

Obwohl es fast doppelt so groß wie Deutschland ist, leben dort nur rund elf Mio. Einwohner. Die Bevölkerung gliedert sich in viele verschiedene Ethnien wie die Dinka und die verfeindeten Lou Nuer. Der Machtkampf zwischen Präsident Kiir, der zu den Dinka gehört, und seinem Rivalen Machar von den Lou Nuer hat sich zu einem neuen Konflikt ethnischer Gruppen ausgeweitet.

Der Südsudan streitet mit dem Sudan um Grenzgebiete im Norden sowie um die Aufteilung von Ölvorkommen und -einnahmen. Die Wirtschaft beider Länder hängt stark von der Ölproduktion ab. Die meisten Reserven liegen im Süden, der Export läuft über Leitungen im Norden.

Die Infrastruktur des Südsudans ist mangelhaft: Nur rund 60 Kilometer Stra-ße sind befestigt. Dieselgeneratoren erzeugen den Strom, Leitungswasser ist Mangelware. Der junge Staat mit der Hauptstadt Juba hängt weiterhin stark von Importen aus dem Sudan ab. Große Summen fließen in das Militär.

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