tagesschau : Hintergrund

Simbabwe unter Mugabe (1/2)

Trotz vieler Bodenschätze und einem günstigen Klima für die Landwirtschaft gehört Simbabwe heute einem UN-Index zufolge zu den ärmsten Ländern der Welt.

Schätzungen zufolge haben rund 80 Prozent der Simbabwer keinen regulären Arbeitsplatz. Not und Repression haben geschätzte drei Millionen Bürger ins Ausland getrieben. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt der Weltbank zufolge bei 60 Jahren (Deutschland: 81). Simbabwe ist mit 390.000 Quadratkilometern etwas größer als Deutschland und hat rund 16 Millionen Einwohner.

Regiert wurde das Land seit 1980 von Robert Mugabe. Er wirtschaftete das Land im Süden Afrikas herunter und regierte es mit harter Hand. Pressefreiheit und Opposition unterdrückte er nach Kräften.

Mugabe war in den 1970er-Jahren einer der Anführer des Guerilla-Kampfes gegen das weiße Minderheitsregime im damaligen Rhodesien. Das Land wurde 1980 von Großbritannien unabhängig und benannte sich in Simbabwe um. Mugabe wurde Premierminister, von 1987 an dann Präsident. Am 21. November trat zurück.

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