Sa 28.02.15

16.00 - 16.30
W wie Wissen: Tierisch beste Freunde

Faszination Delfin (1)

Der Legende nach sind Delfine Boten der Götter und Tiere, die Schiffbrüchige retten.

Delfine haben sich in allen Weltmeeren verbreitet. Ihr Erfolg beruht auf der Stärke und Vitalität eines Raubtieres, Schnelligkeit, Intelligenz und ausgeprägtem Sozialverhalten. Schon bei der Paarung wird deutlich, dass Kraft und Aggression eine große Rolle spielen. Paarungen können zu jeder Jahreszeit stattfinden.

Faszination Delfin (2)

Delfine passen ihre Strategien dem Lebensraum an. Je nach Region können sie unterschiedliche Jagd-Methoden anwenden

Am roten Meer im Flachwasser drehen die Tiere die Köpfe über dem Sand hin und her. Im Kopf sitzt ein Organ, die sogenannte Melone. Es sendet Ultraschallwellen aus. Sogar tief im Sand versteckte Beutetiere können aufgespürt werden. Ihren perfekten Augen, mit denen die Tiere unter wie über dem Wasser sehen, entgeht auch fast nichts.

Faszination Delfin (3)

Das Echolot funktioniert wie ein sechster Sinn. Mit ihrer Echo-Ortung können Delfine die Umwelt räumlich erkennen und ihre Beute selbst dann finden, wenn er nichts sieht, z.B. im Dunkeln.

Links und Adressen:

- Man kann Han Solo bei Teri Bolton auf der Insel Roatan/Honduras besuchen:

www.anthonyskey.com/

- Wer mehr über Delfine wissen möchte:

www.wale-delphine.de/

- Buchtipp: Mark Simmonds, Wale und

Delphine der Welt, ISBN 3-7688-1766-0

Legenden um den Amazonas-Delfin (1)

Der Flussdelfin - für die Amazonasindianer ein heiliges Tier, Bote der Wasser-Göttin. Die Biologin Stella Rentel Scheliga hat dem "Boto" ihr Leben gewidmet. Denn auch wenn es noch möglich ist, diesen einzigartigen Tieren ganz nah zu begegnen, ihre Zahl nimmt ständig ab. Der Mensch zerstört seinen Lebensraum.

Genau das versucht die 28-Jährige zu verhindern. Wie viele Botos es noch gibt, weiß niemand.

Legenden um den Amazonas-Delfin (2)

Sie leben in meist unzugänglichen Bereichen des Amazonas. Doch nur wenn die Forscher individuelle Verhaltensmuster wie Wanderungen, Gruppenzusammensetzung und Fortpflanzung verstehen, können sie wirksame Schutzmaßnahmen einleiten.

Amazonas-Flussdelfine werden etwa 2-2,5 Meter groß und erreichen ein Gewicht von 85-130 Kilogramm. Sie besitzen eine schmale, lange Schnauze, die mit Tasthaaren versehen ist, kleine Augen und anstelle einer Rückenflosse einen niedrigen Kamm oder Höcker.

Legenden um den Amazonas-Delfin (3)

Botos sind oberseits dunkelblaugrau gefärbt und haben auf der Körperunterseite eine rosa Färbung. Die Färbung variiert je nach Alter, Aktivität des Delfins und nach der Gewässerfarbe. Seine Halswirbel sind nicht verwachsen, was ihn sehr beweglich macht. Auch ist sein Schultergelenk nicht in der für Wale und Delfine typischen Weise verwachsen.

Besonderheit: Sein Gebiss besteht nicht aus homogenen Zähnen, sondern im hinteren Bereich der Schnauze sind wesentlich breitere Zähne vorhanden.

Legenden um den Amazonas-Delfin (4)

Diese Zähne ermöglichen das Zerkauen großer Beutefische und das Brechen von Panzern. Bei manchen indigenen Völkern hält sich der Glaube, dass ein ertrunkener Mensch zu einem Flussdelfin wird.

Internetlinks:

- Alles über Stella und die Arbeit des Instituts AMPA unter

theredalert.org

- Auch der World Wildlife Fund hat ein Projekt

http://www.wwf.de/themen-projekte/

artenlexikon/amazonas-flussdelfin/

Die Pille für den Elefanten (1)

Mit rund 20.000 Elefanten gibt es in Südafrika zu viele Tiere auf zu wenig Raum. Die staatlichen Nationalparks und privaten Wildreservate des Landes sind durch Wildzäune begrenzt und können sich nicht endlos vergrößern, denn der Mensch fordert seinen Platz für Siedlungen und Ackerland.

Die Ökologin Audrey Delsink forscht seit Ende der 1990er Jahre an einer "sanften Methode", um Südafrikas Elefanten zu managen. Ihre Lösung: Ein Verhütungsmittel für Elefantenkühe.

Die Pille für den Elefanten (2)

Die Methode wird seit den 1980er Jahren in den USA bei Wildpferden und Rehen eingesetzt. Die Verhütung funktioniert nicht nach einem hormonellen Prinzip, sondern dem einer Impfung. Auf einem Wildreservat bei Johannesburg begleitet "W wie Wissen" Audrey Delsink und ihr Team bei einem Einsatz.

Bericht über Verhütung bei Elefanten bei der "Humane Society International": www.hsi.org/news/press_releases/2012/ 07/elephant_immuno_report_released_ 070912. ml

Die wilden Ziegen auf Montecristo (1)

Auf der italienischen Insel Montecristo kämpft die Biologin Francesca Gianni mit den einzigen Inselbewohnern, Luciana Andriolo und Giorgio Marsiaj, seit sechs Jahren gegen die Folgen einer schleichenden Umweltzerstörung.

Für das über 50 Kilometer von der nächsten Insel entfernte Montecristo sind Umweltverschmutzung, Rattenplagen und Tourismus eine Katastrophe. Denn auf dem unbewohnten Eiland findet sich nicht nur die ursprünglichste Pflanzenwelt im Mittelmeer.

Die wilden Ziegen auf Montecristo (2)

Unzählige Arten gibt es nur hier. Die Ziegen von Montecristo sind die letzten genetischen Urziegen unseres Planeten. Vor über 3.000 Jahren wurden sie aus Kleinasien nach Montecristo gebracht. Die Tiere sind sehr scheu und werden höchstens zwölf Jahre alt.

Hier lebt auch die Montecristo-Viper - die giftigste Schlange Europas, dazu acht Schneckenarten. Hier brütet die letzte Kolonie der kleinen Sturmvögel im östlichen Mittelmeer und es gibt eine artenreiche Unterwasserwelt.

Die wilden Ziegen auf Montecristo (3)

Ein Grund mehr für Biologin Francesca Gianni für die Erhaltung dieses Paradieses zu kämpfen.

Internetlink:

- Alles über das EU-Projekt "Life Montecristo":

www.montecristo2010.it/

Buchtipp:

- Alexandre Dumas: Der Graf von Monte Christo, dtv 13955, München 2011,

ISBN 978-3-423-13955-7