Das Erste: Di 19.02.19

02:40 - 03:28 Uhr
Die Charité - Medizin unterm Hakenkreuz 16:9/HD/UT

Die Charité war Anfang 1933 ein Leit­bild für Ärzte aus ganz Europa, ein Mekka für Patienten aus aller Welt.

Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, begrüßten die meisten Ärz­te der Charité das neue Regime. In den nächsten 12 Jahren geschah Ungeheuer­liches: Ärzte, die angetreten waren, Leben zu retten, wurden Vordenker und Ausführende der NS-Rassengesetze, Mit­täter und Wegbereiter einer verbreche­rischen Medizin. Mehr zur neuen Charité-Staffel >> 430


Keiner der international geachteten Professoren wie Sauerbruch, Bessau oder Stoeckel war NSDAP-Mitglied, doch zu allen Gelegenheiten schmückten sich NS-Bonzen mit ihnen. Das Kollaborations­verhältnis brachte beiden Vorteile. Sieben der 20 Ärzte, die nach dem Krieg angeklagt wurden, waren Berliner.

Mit seltenen Archivaufnahmen, Fotos, Experteninterviews und Tagebuch-Zitaten rekonstruiert der Film Verstrickung und Verweigerung von Ärzten der Charité im Nationalsozialismus.