Das Erste: Neues

Neue Staffel "Akte D"

"Akte D" ist eine investigative Dokumentationsreihe, die verdrängte Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte neu beleuchtet, und mit Mythen und Legenden aufräumt. 2015 wurde das Format mit dem "Grimme-Preis" ausgezeichnet.

Ab Montag, 6. März 2017, präsentiert die ARD an drei aufeinanderfolgenden Montagen die dritte Staffel der Reihe. Jeweils um 23.30 Uhr werden "Akte D - Die Rentenlüge", "Akte D - Das Versagen der Wohnungspolitik" und "Akte D - Die Macht der Automobilindustrie" ausgestrahlt.

Die Rentenlüge

Ein Wort, das über Jahre niemand in Deutschland im Munde führte, ist plötzlich wieder in den Schlagzeilen: "Altersarmut". Prognosen sagen voraus, dass für bis zur Hälfte aller Deutschen die einst sichere Rente in Zukunft nicht mehr reichen wird.

Sie sollen länger arbeiten und werden doch im Alter immer weniger bekommen. Der Generationenvertrag, bei dem die Jüngeren die Renten der Älteren bezahlen, funktioniert offenbar nicht mehr.

Wurde Rente unsicher gemacht?

"Akte D" fragt: Wie konnte das passieren? Wies die Rente, die jahrzehntelang als sicher galt, von Beginn an Konstruktionsfehler auf oder wurde sie erst später "unsicher" gemacht? Warum hat niemand etwas dagegen unternommen?

Die Geburtsstunde der Rente, wie wir sie heute kennen, schlug im Januar 1957. Genau 60 Jahre nach der Erfindung des "Generationenvertrags" begeben wir uns auf eine Spurensuche, die dem Zuschauer deutlich macht, von wem und an welchen Stellen Weichen bei der Rente falsch gestellt wurden.

Das Versagen der Wohnungspolitik

Deutschland ist ein Volk von Mietern. In kaum einem anderen Land lebt ein so großer Anteil der Bevölkerung zur Miete, rund 50 Prozent. Noch vor kurzer Zeit schien die Wohnungsfrage in Deutschland gelöst.

Dank staatlicher Wohnungspolitik und Wohnbauförderung gehörte es zum Selbstverständnis des Landes, dass man unabhängig vom Einkommen in einer bezahlbaren Mietwohnung leben kann. Doch heute herrscht besonders in den Großstädten wieder Wohnungsnot.

Profiteure der Wohnungsnot?

Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass große Investoren aus dem In- und Ausland mit hohen Renditeerwartungen massiv Wohnungsbestände aufkaufen. Die derzeit explodierenden Mietpreise entwickeln sich zu einer Bedrohung für den sozialen Frieden im Land.

"Akte D" fragt: Warum wird Wohnen in Deutschland eigentlich immer teurer? Wann hat sich die Wohnungspolitik grundlegend verändert? Aus welchen Gründen und zu welchem Zweck? Und gibt es sogar Profiteure der zunehmenden Wohnungsnot?

Die Macht der Automobilindustrie

Der Abgas-Skandal bei VW und anderen Herstellern hat das Vertrauen in die deutsche Autoindustrie erschüttert. Absichtlich wurden Kunden betrogen und mit manipulierten Dieselmotoren die Umwelt vergiftet. Während die Konkurrenz aus Japan und den USA bereits Hybrid- und Elektro-Autos verkauft, hat die deutsche Autoindustrie allzu lange auf das falsche Pferd gesetzt.

Aber die Panik in den Chefetagen der deutschen Autokonzerne hält sich in Grenzen: Die Manager wissen, dass jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland vom Wohlergehen der Branche abhängt.

Unbegrenzter Einfluss?

Dies verschafft der Autolobby einen ungeheuren Einfluss. Sie tut alles dafür, dass die Politik den deutschen Autoherstellern stets den Weg in eine sichere Zukunft ebnet.

Akte D fragt: Wie groß ist die Macht der Automobilbranche in Deutschland? Wie ist die Nähe zwischen den Konzernen und der Politik entstanden? Und wird sie auch weiter dazu führen, dass die Politik auf Kosten der Steuerzahler alle Wünsche der Autoindustrie erfüllt?

Sendetermine

Geschichte im Ersten: Akte D -

Die Rentenlüge

Ein Film von Tom Ockers;

Montag, 6. März, 23.30 Uhr

Geschichte im Ersten: Akte D -

Das Versagen der Wohnungspolitik

Ein Film von Judith Voelker und Julia Meyer;

Montag, 13. März, 23.30 Uhr

Geschichte im Ersten: Akte D -

Die Macht der Automobilindustrie

Ein Film von John A. Kantara;

Montag, 20. März, 23.30 Uhr

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