Nachrichten Ratgeber

Arbeit und Soziales (I)

Hartz IV: Hartz-IV-Empfänger bekommen ab Januar mehr Geld. Der Regelsatz für Alleinlebende steigt auf 399 Euro im Monat. Das sind acht Euro mehr als bisher. Zwei Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft erhalten jeweils 360 Euro und damit sieben Euro mehr.

Für kleine Kinder bis sechs Jahre gibt es künftig 234 Euro, fünf Euro mehr als bisher. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren bekommen 267 statt 261 Euro. Für Jugendliche zwischen dem 14. und dem 18.Lebensjahr erhöhen sich die Leistungen um sechs auf 302 Euro im Monat.

Arbeit und Soziales (II)

ElterngeldPlus: Eltern von Kindern, die ab dem 1.Juli 2015 geboren werden, können das neue "ElterngeldPlus" beantragen. Wie das bisherige Elterngeld ist auch das "ElterngeldPlus" abhängig vom Einkommen. Es wird doppelt so lange wie das klassische Elterngeld bezahlt, also 24 Monate, ist aber nur halb so hoch.

Darüber hinaus haben die Eltern die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Arbeiten beide zwischen 25 und 30 Stunden, gibt es einen Partnerschaftsbonus, durch den die Unterstützung noch vier weitere Monate bezahlt wird, also bis zu 28 Monate.

Arbeit und Soziales (III)

ElterngeldPlus: Die bisherige Elterngeld-Form gibt es weiter. Eltern können sich für eine der Varianten entscheiden oder sie kombinieren. Zudem können sie sich jetzt die Elternzeit bis zum vollendeten 8. Lebensjahr des Kindes auf 3 Zeiträume aufteilen. Bisher waren es 2.

Und Eltern können nun eine unbezahlte Auszeit von 24 statt 12 Monaten nehmen. Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist dafür nicht mehr notwendig. Ausnahme: Wenn der 3.Block zwischen dem 3.und 8. Lebensjahr genommen werden soll, kann der Arbeitgeber dies aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.

Arbeit und Soziales (IV)

Zuschlag für Mehrlinge: Eltern von Zwillingen oder Mehrlingen haben pro Geburt einen Anspruch auf Elterngeld, nicht aber für jedes Kind. Ab Januar bekommen sie jedoch einen Mehrlingszuschlag von 300 Euro pro Monat für jedes weitere Kind.

Selbstbehalt für Unterhaltszahler: Der Selbstbehalt für Erwerbstätige, die bis zum 21.Lebensjahr ihres Kindes Unterhalt zahlen müssen, erhöht sich von 1.000 auf 1.080 Euro. Für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige steigt der Selbstbehalt ebenfalls um 80 auf 880 Euro.