Ratgeber: Neu im Januar

Arbeit und Soziales I

Mehr Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 8,50 Euro auf 8,84 Euro brutto pro Stunde. 2017 ist das letzte Jahr, in dem einzelne Branchen gesonderte Mindestlöhne zahlen dürfen, die unter dem gesetzlichen Satz liegen. Diese Branchentarife dürfen am 1.Januar 2017 nicht unter 8,50 Euro liegen. Ab 2018 gilt für alle Beschäftigten der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro.

Mehr Hartz IV: Auch die Bezieher von Arbeitslosengeld 2 bekommen mehr Geld. Alleinstehende Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren erhalten fünf Euro mehr pro Monat.

Arbeit und Soziales II

Der Satz für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren wird um 21 Euro erhöht. Leben zwei erwachsene Hartz-IV-Empfänger zusammen, bekommt jeder von ihnen monatlich 368 Euro, jeweils vier Euro mehr als 2016.

Mehr Kindergeld: Der Kinderfreibetrag wird um 108 Euro auf 4716 Euro angehoben. Für 2018 wurde ein Anstieg um weitere 72 Euro beschlossen. Das Kindergeld steigt 2017 und 2018 um jeweils zwei Euro pro Monat. Der monatliche Kinderzuschlag steigt um zehn Euro auf 170 Euro für jedes Kind.

Arbeit und Soziales III

Pflegeversicherung: Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent bzw. auf 2,8 Prozent für Kinderlose ab 23 Jahren. Davon trägt der Arbeitgeber 1,275 Prozent. Weil in Sachsen der Buß- und Bettag zur Finanzierung der Pflegeversicherung nicht abgeschafft wurde, liegt der Arbeitgeberanteil hier niedriger, sodass Arbeitnehmer etwas mehr in die Pflegeversicherung einzahlen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen werden angehoben. Bei den gesetzlichen Krankenkassen liegen sie bei 52.200 Euro pro Jahr.

Arbeit und Soziales IV

In der allgemeinen Rentenversicherung liegt die Grenze bei 5700 Euro im Osten und 6350 Euro im Westen, in der knappschaftlichen Rentenversicherung bei 7000 Euro (Ost) bzw. 7850 Euro (West).

Waisenrentner werden in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert. Bis zum Erreichen der Altersgrenze (25.Lebensjahr) müssen sie keine Beiträge zahlen. Diese Versicherungspflicht gilt nicht für privat krankenversicherte Waisenrentenbezieher, für die keine Familienversicherung möglich ist oder die nicht die nötigen Vorversicherungszeiten nachweisen.

>> Arbeit und Soziales V