Ratgeber: Neu im Januar

Steuern und Finanzen I

Steuerfreibetrag: Familien sollen durch die Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages entlastet werden. Dieser steigt 2017 um 168 Euro auf 8820 Euro und soll 2018 um weitere 180 Euro angehoben werden. Parallel dazu soll der Unterhaltshöchstbetrag erhöht werden.

Steuererklärung:Bei der Steuererklärung treten 2017 neue Regelungen in Kraft. So werden u.a. die Abgabefristen bis 31.Juli verlängert, Verspätungen werden aber auch härter bestraft. Allerdings sind die Änderungen erst für die Steuererklärung 2017 von Bedeutung und damit für die meisten erst im Jahr 2018.

Steuern und Finanzen II

Ab Januar 2017 müssen bei der elektronischen Steuererklärung keine Belege mehr vorgelegt werden. Die Papierquittungen dazu müssen aufbewahrt werden.

Unterhaltskosten absetzen: Wer Unterhalt zahlt, kann diese Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Laut Bund der Steuerzahler sind 2017 maximal 8820 Euro abziehbar - 168 Euro mehr als bisher. Werden Kinder unterstützt, ist eine steuerliche Berücksichtigung nur dann möglich, wenn man für sie kein Kindergeld beziehungsweise keinen Kinderfreibetrag erhält.

Steuern und Finanzen III

Auszahlungen versteuern: Einmalauszahlungen aus Kapitallebens- oder Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht,die von 2005 an abgeschlossen wurden,müssen ab 2017 versteuert werden.Auf die Hälfte der Differenz wird zwischen der Versicherungsleistung und den eingezahlten Beiträgen der individuelle Steuersatz des Versicherungsnehmers angewendet.

Die Regelung gilt, wenn der Versicherte zum Zeitpunkt der Einmalzahlung 60 Jahre alt ist und der Vertrag seit mindestens 12 Jahren besteht. Bei Verträgen, die bis Ende 2004 abgeschlossen wurden, bleiben Einmalzahlungen steuerfrei.

Steuern und Finanzen IV

Wer aus beruflichen Gründen umziehen muss, kann die Kosten als Werbungskosten geltend machen. Die dafür vorgesehenen Pauschbeträge werden zum 1.Februar 2017 angehoben: bei Ledigen von 746 Euro auf 764 Euro, bei Verheirateten von 1493 auf 1528 Euro. Die Pauschale für jede weitere im Haushalt lebende Person steigt von 329 Euro auf 337 Euro

Ebenso lassen sich die Kosten für den Nachhilfeunterricht steuerlich geltend machen,wenn ein Kind in der neuen Schule keinen Anschluss findet. Bisher konnten bis zu 1882 Euro abgesetzt werden,ab Februar sind es bis zu 1926 Euro

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