Nachrichten Ratgeber

Gesundheit und Pflege (I)

Gesetzliche Krankenkassen: Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen wie bisher je 7,3 % des Bruttoeinkommens an die Krankenkassen, insgesamt also 14,6 %. Der Sonderbeitrag von weiteren 0,9 % des Einkommens, den Arbeitnehmer bisher allein zahlen mussten, fällt dagegen weg.

Stattdessen dürfen die gesetzlichen Kassen Zusatzbeiträge erheben. Deren Höhe richtet sich nach dem Einkommen. Sie werden direkt vom Arbeitgeber mit dem normalen Beitrag an die Kasse überwiesen. Bisher mussten Zusatzbeiträge von den Versicherten separat bezahlt werden.

Gesundheit und Pflege (II)

Gesetzliche Krankenkassen: Gut wirtschaftende Krankenversicherungen dürfen ihre Versicherten zudem nicht mehr mit Prämien an ihren Überschüssen teilhaben lassen. Leicht sinkt auch der feste Beitrag, den Studenten zahlen mussten, die nicht familienversichert sind. Allerdings müssen sie ebenfalls einen Zusatzbeitrag entrichten.

Die einkommensabhängigen Zusatzbeiträge sollen vor allem Geringverdiener entlasten. Der Sozialausgleich, der bislang diesen Zweck erfüllen sollte, wird abgeschafft.

Gesundheit und Pflege (III)

Familienpflegezeit: Für die Pflege von Angehörigen können Arbeitnehmer bis zu 10 Tagen bezahlt freinehmen. Innerhalb dieser Familienpflegezeit erhalten sie bis zu 90 % ihres Nettoeinkommens. Auch besteht die Möglichkeit, ganz oder vorübergehend aus dem Beruf auszusteigen, um nahe Angehörige zu pflegen. Da kann man ein zinsloses Darlehen aufnehmen.

Ein Rechtsanspruch auf Freistellung besteht aber nur dann, wenn der Arbeitgeber mehr als 15 Personen beschäftigt. Bei Arbeitgebern mit über 25 Beschäftigten besteht sogar die Möglichkeit, sich 24 Monate freistellen zu lassen.

Gesundheit und Pflege (IV)

Pflegeversicherung: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung wird 0,3 Punkte angehoben. Eltern zahlen ab Januar 2,35 % des versicherungspflichtigen Einkommens, Kinderlose 2,6 %. Pflegebedürftige können zudem mit höheren Zuwendungen rechnen. Die Leistungen der Pflegeversicherung steigen um 4 %.

Auch können Pflegebedürftige monatlich mindestens 104 Euro für zusätzliche Betreuung und Hilfen erhalten. Alle Leistungen sollen sich flexibler einsetzen lassen. Die Höhe der Zuschüsse für den barrierefreien Umbau der Wohnung steigt von 2500 Euro auf bis zu 4000 Euro.

Gesundheit und Pflege (V)

Pflegeheime: Die Pflege in den Heimen soll verbessert werden. So sollen zum einen neue Betreuungskräfte die Bewohner bei alltäglichen Beschäftigungen unterstützen, so beim Lesen, Spielen oder Spazierengehen. Das soll die Pflegefachkräfte entlasten. Zum anderen soll der Betreuungsschlüssel verändert werden. Eine Betreuungskraft ist dann für 20 Heimbewohner zuständig, statt für 24 wie bisher.

Elektronische Gesundheitskarte: Ab Januar sind Arztbesuche und Behandlungen nur noch mit der Elektronischen Gesundheitskarte möglich.