Ratgeber: Neu im April

Psychotherapeutische Praxen

Psychotherapeutische Praxen müssen künftig feste Sprechstunden und Telefonzeiten anbieten.

Das sieht die neue Psychotherapie- Richtlinie vor, die im April in Kraft tritt. Pro Woche sind vier Sprechstunden à 25 Minuten vorgesehen. In ihnen soll festgestellt werden, ob eine Psychotherapie notwendig ist, ob akuter Handlungsbedarf besteht oder ob der Patient ein Problem hat, das sich z.B. in einer Selbsthilfegruppe oder einer Beratungsstelle besser lösen lässt.

Erwachsene dürfen bis zu sechs dieser Sprechstunden wahrnehmen, Kinder und Jugendliche bis zu zehn.

Die Sprechstunden können entweder mit Terminvereinbarung oder als offene Sprechstunden ohne Termin angeboten werden.

Sie können auch über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen vereinbart werden. Neben den Sprechstunden müssen Psychotherapeuten pro Woche mindesten 200 Minuten erreichbar sein.

Die telefonischen Sprechzeiten müssen im Einzelnen jeweils mindestens 25 Minuten lang sein. Sie dienen vor allem zur Vereinbarung eines Termins.

Die Anrufe müssen nicht unbedingt vom Therapeuten selbst angenommen werden, sondern können auch von einem Dienstleister oder, sofern vorhanden, vom Praxispersonal entgegengenommen werden.

Die angegebenen Zeiten beziehen sich auf ärztliche und psychologische Psychotherapiepraxen mit vollem Sitz. Praxen mit halbem Sitz müssen dementsprechend die Hälfte der vorgegebenen Zeiten anbieten.

Die Sprechstunden und die telefonischen Sprechzeiten sollen dazu beitragen, allzu lange Wartezeiten und vergebliche Anrufe zu verhindern. Die Zahl der psychotherapeutischen Sitze bleibt gleich.

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