Nachrichten Ratgeber

Gesetzlicher Mindestlohn (I)

Ab Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Es gibt aber Ausnahmen. So können Branchen, die einen verbindlichen Branchenmindestlohn vereinbart haben, eine Übergangsregelung in Anspruch nehmen. Sie soll ihnen ermöglichen, bis Ende 2017 eine stufenweise Anpassung an den Mindestlohn vorzunehmen.

Bislang gilt die Übergangsregelungen u.a.für Leiharbeiter, Großwäschereien, Friseure und die Fleischbranche. Im Gartenbau sowie der Land- und Forstwirtschaft gilt ab Januar ein Branchenmindestlohn.

Gesetzlicher Mindestlohn (II)

Für die Textilbranche ist dieser Branchenmindestlohn beantragt. Ab Januar 2018 greift der gesetzliche Mindestlohn dann bundesweit und ohne Einschränkung. Ausnahme sind Jugendliche unter 18 Jahren. Und Menschen, die nach mindestens zwölfmonatiger Arbeitslosigkeit, wieder einen Job antreten, haben in den ersten sechs Monaten auch keinen Anspruch darauf.

Für Pflichtpraktika in Ausbildung und Studium braucht ebenfalls kein Mindestlohn gezahlt zu werden. Bei anderen Praktika besteht nach drei Monaten ein Anspruch auf Mindestlohn.

Gesetzlicher Mindestlohn (III)

Für Saisonarbeiter, zum Beispiel in der Landwirtschaft und in der Gastronomie, gibt es eine Sonderregelung.

Ihnen wird zwar der Mindestlohn gezahlt, gleichzeitig wird aber die Zahl der sozialversicherungsfreien Beschäftigungstage von 50 auf 70 erhöht. Diese 70-Tage-Regelung gilt für vier Jahre. Danach sollen es wieder 50 Tage sein.