Ratgeber: Neu im Januar

Verbraucher I

Reformationstag für alle: Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum wird der Reformationstag 2017 einmalig in ganz Deutschland zum Feiertag. Üblicherweise ist er das nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Neuer Fünfziger:Im Frühjahr 2017 bringt die Europäische Zentralbank einen neuen 50-Euro-Schein in Umlauf. Neben einem neuen Design verfügt er über Reliefs, Wasserzeichen, Hologramme sowie über Bereiche, die ihre Erscheinung unter UV- oder Infrarotlicht verändern. Er soll fälschungssicherer sein.

Verbraucher II

Strom wohl teurer: Die EEG-Umlage steigt von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Hintergrund sind die gefallenen Preise an den Strombörsen, denn die EEG-Umlage ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Börsenpreis und den zugesagten Einspeisepreisen für erneuerbare Energien. Viele Experten gehen davon aus, dass die Energieversorger den Anstieg auf die Kunden umlegen werden und somit der Strompreis steigt.

Staubsauger: Ab September dürfen nur noch Staubsauger mit einer Maximalleistung von 900 Watt verkauft werden. Bis dahin sind 1600 Watt zulässig.

Verbraucher III

Fernsehen: Wer nicht über Kabel oder Satellit, sondern über Antenne fernsieht, muss sein Gerät aufrüsten. Am 29.März wird auf den neuen Standard DVB-T2 umgestellt, der die Programme hochauflösend in HD ausstrahlt. Viele Fernseher können DVB-T2 schon empfangen; ältere müssen mit einem externen Empfänger ausgerüstet werden.

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia schaltet sein analoges TV-Signal zum 30.Juni 2017 ab. Um das Programm digital empfangen zu können, brauchen Kunden einen Digital-Receiver oder einen Fernseher mit eingebautem Kabeltuner.

Verbraucher IV

Handynutzung im Ausland: Im Juni sollen die Roaming-Gebühren im EU-Ausland wegfallen. Darauf haben sich die EU- Kommission und die Mitgliedsstaaten geeinigt. Das Gesetz hat allerdings noch nicht alle Hürden genommen.

Ein- und Mehrweg: Geplant ist ebenfalls ein neues Gesetz zu Verpackungen. Schilder sollen dem Kunden demnach auf den ersten Blick zeigen, ob es sich um eine Einweg- oder Mehrwegverpackung handelt.

Fotobücher teurer: Bislang wurden auf Fotobücher sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Ab 2017 wird der volle Satz von 19 Prozent verlangt.

Verbraucher V

Fälschungssichere Kassen: Ladenbesitzer müssen auf fälschungssichere Registrierkassen umstellen. Außerdem sind Verkäufer verpflichtet, ihren Kunden Quittungen auszustellen. Betreiber von Würstchenbuden o.Ä. sind von der Kassenpflicht ausgenommen.

HQI- und HQL-Lampen verboten: Halogen- Metalldampf- und Quecksilberdampflampen, die eine Lichtausbeute von weniger als 80 Lumen pro Watt erzielen, dürfen ab 2017 nicht mehr eingebaut oder verkauft werden. Die Lampen befinden sich z.B. häufig in Hallen sowie in Außen- und Straßenlaternen.

Verbraucher VI

Effizienzlabel für Heizung und Lüftung: Ab 2017 vergeben Bezirksschornsteinfeger Energieeffizienzlabel für alte Heizungsanlagen. Bisher war dies keine Pflicht. Mit dem Label soll auf ineffiziente Geräte hingewiesen werden; das wiederum soll zum Austausch anregen. Für den Verbraucher fallen durch das Label keine Kosten an.

Auch für neue Wohnraumlüftungsanlagen wird ein Energieeffizienzlabel eingeführt. Kriterium ist, wie viel ein Gerät gegenüber dem Lüften durch ein angekipptes oder geöffnetes Fenster einspart.

Verbraucher VII

Bessere Energieeffizienz für Dunstabzugshauben: Ab Anfang 2017 müssen neu in den Handel kommende Dunstabzugshauben mindestens die Energieeffizienzklasse E erreichen, die schlechtere Klasse F entfällt.

Weniger Phosphat in Maschinenspülmittel: Ab 2017 gelten neue Grenzwerte für Phosphate und andere Phosphorverbindungen in Maschinengeschirrspülmitteln. Ihr Anteil darf gemäß einer EU-Verordnung 0,3 Gramm nicht mehr überschreiten. So soll die Qualität von Flüssen und Seen weiter verbessert werden.

Verbraucher VIII

E-Zigaretten: Ab Ende Mai 2017 gelten neue Verkaufsrichtlinien für E-Zigaretten und E-Liquids. Danach dürfen E- Liquids und Basen nur noch maximal 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter enthalten. Bisher waren bis zu 30 erlaubt. Außerdem dürfen die Flüssigkeiten nur noch in Zehn-Milliliter-Flaschen verkauft werden. Bisher durften es bis zu 50 Milliliter sein.

Für E-Zigaretten und –Liquids gilt dann außerdem ein Werbeverbot. Auf Umverpackungen müssen Warnhinweise stehen,wenn die Produkte Nikotin enthalten.

Verbraucher IX

Hautcremes ohne MI: Hautcremes und Lotionen dürfen nicht mehr den Konservierungsstoff Methylisothiazolinon (MI) enthalten. Grund ist, dass immer mehr Menschen Kontaktallergien gegen MI entwickeln. Außerdem legen Studien nahe, dass MI die Nervenzellen im Gehirn schädigen kann.

Das Verbot, MI zu verwenden, gilt für sämtliche auf der Haut verbleibenden Kosmetikprodukte, die ab 12.Februar 2017 in den Handel gebracht werden.

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