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Di 12.08.14

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Sommergrippe

Die Temperaturschwankungen der vergangenen Tage fördern nach Angaben des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit in Münster den Ausbruch einer Sommergrippe. Der ständige Wechsel von Schwitzen und Frieren kann das Immunsystem schwächen und anfälliger für Krankheiten machen.

Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Ausbreitung der Erreger, aber auch der intensive Kontakt im Schwimmbad oder Badesee.

Erreger der Sommergrippe (1)

Anders als bei der Grippe im Winter, wird die Sommergrippe meist von Enteroviren wie den Coxsackie-Viren ausgelöst, die sich im Rachen, aber insbesondere auch im Darm vermehren. Von daher geht eine Sommergrippe meist auch mit mehr oder weniger starken Darm- und Durchfallbeschwerden einher.

In der Regel wird der Körper mit den Eindringlingen problemlos fertig.

Erreger der Sommergrippe (2)

So verläuft ein großer Teil der Infektionen unbemerkt. Ist das Immunsystem aber geschwächt, kommt die Sommergrippe zum Ausbruch.

Krankheitsanzeichen

Eine Sommergrippe beginnt oft mit einem kratzenden Gefühl im Hals. Es folgen: Eine laufende Nase, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Auch Halsschmerzen, Fieber und Schüttelfrost sind möglich.

Es kann auch, ja nach Krankheitsverlauf, zu Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall kommen.

Übertragungswege (1)

Weil die Viren bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut überleben, ist das Infektionsrisiko bei größeren Menschenansammlungen sehr hoch. Freibäder, Badesseen und Sommerfeste sind daher ein Eldorado für die Erreger.

Auch in Bussen, Bahnen oder Urlaubsfliegern besteht erhöhte Ansteckungsgefahr.

Übertragungswege (2)

Die Virusübertragung erfolgt hauptsächlich fäkal/oral durch eine Schmierinfektion. Die Viren haften an Türklinken und Treppengeländern. Auch mit Fäkalien verunreinigtes Wasser in Schwimmbädern oder Badeseen führt zur Ansteckung.

In der Frühphase der Infektion werden die Viren auch durch Niesen oder Husten in feinen Tröpfchen durch die Luft übertragen.

Behandlung (1)

Gegen eine Sommergrippe gibt es keine antiviralen Medikamente. Der Körper muss selber damit fertig werden und braucht vor allem Ruhe.

Strengen sie sich nicht zu viel an und gönnen Sie sich eine Auszeit. Warme Tees und Inhalationen sind gut. Geeignet ist auch eine Salzspülung der Nase. Das beruhigt die Schleimhäute und desinfiziert durch den hohen Salzgehalt.

Behandlung (2)

Hilfreich sind auch Vitamine, um das Immunsystem zu stärken. Sollten die Beschwerden stärker werden und nicht abklingen, suchen Sie in jedem Fall ihren Arzt auf.

So können Sie sich schützen (1)

- Vermeiden Sie eine Ansteckung durch gründliche Hygiene (Händewaschen!).

So können Sie sich schützen (2)

- Vermeiden Sie eine Schwächung Ihres Immunsystems: Bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne und vermeiden Sie eine Unterkühlung.

- Kühlen Sie beim Schwitzen nicht aus. Wechseln Sie so bald wie möglich Ihre Kleidung, wenn Sie geschwitzt haben.

- Bleiben Sie nicht zu lange im kalten Wasser.

- Setzen Sie sich nicht direkt in den Durchzug - auch wenn es so schön erfrischend ist!

So können Sie sich schützen (3)

- Drehen Sie die Klimaanlage im Auto nicht zu niedrig - das spart nicht nur Energie, sondern schont auch ihre Gesundheit.

- Denken Sie, besonders bei heißem Wetter, immer daran, viel zu trinken. Mindestens zwei Liter am Tag! Warten Sie auf keinen Fall erst bis der Durst kommt!

- Vermeiden Sie eiskalte Getränke, denn sie kühlen die Schleimhäute aus und machen Sie durchlässig für Viren.S

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