Di 16.12.14

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Stress zur Weihnachtszeit

Viele Familien oder Paare verbringen Weihnachten plötzlich so viel Zeit miteinander auf engstem Raum wie sonst das gesamte Jahr nicht. Unerfüllbare Erwartungen und Konflikte sind da vorprogrammiert.

Bei Singles verstärkt die idealisierte Darstellung der Familie unter dem Weihnachtsbaum oftmals das Gefühl von Einsamkeit. Das muss nicht sein: Es gibt zahlreiche Angebote für Unternehmungen während der Weihnachtstage.

Wer vielleicht auch mit Weihnachtstraditionen nichts anfangen kann, nutzt die Feiertage zum Beispiel für einen Urlaub in sonniger Region. Doch auch zu Hause gibt es über Weihnachten eine Vielzahl von Möglichkeiten: Von besinnlichen Anlässen über wilde Partys bis hin zu abwechslungsreichen Events.

Zweifel und Ängste als Chance (1)

Hinterfragen Sie doch einmal Ihre innere Einstellung zu Weihnachten: Was ist Ihnen an diesem Fest wichtig?

Zweifel und Ängste als Chance (2)

Was bedeutet es Ihnen, Zeit mit Ihrer Familie verbringen zu können? Wie viel machen Sie, weil Sie denken, dass es von Ihnen erwartet wird oder weil man es eben so macht?

Trotzen Sie dem Erwartungsdruck von außen und machen Sie, was sie wollen! Die Weihnachtsfeiertage bieten Ihnen freie Zeit für die Dinge, die Sie gerne machen wollen. Zeit ist gerade heute in der stressigen Arbeitswelt das wertvollste Geschenk.

Zweifel und Ängste als Chance (3)

Haben Sie Zweifel und Ängste oder fühlen Sie sich einsam?

Verstehen Sie das als Chance, etwas zu verändern. Überlegen Sie sich, mit wem Sie Weihnachten gern verbringen würden.

Nehmen Sie den Mut zusammen,einen heimlich geliebten Menschen anzusprechen. Nutzen Sie das Gefühl, einsam zu sein als Anstoß, zum Beispiel, um Sport zu treiben oder in einen Verein einzutreten.

Zweifel und Ängste als Chance (4)

Vielleicht wagen Sie aber auch den Schritt, sich therapeutische Hilfe zu suchen, anstatt sich immer weiter zurückziehen.

Rasten statt Hasten um sich Freiraum zu verschaffen (1)

Viele Menschen können sich an den Weihnachtstagen vor familiären "Pflichtterminen" kaum noch retten. Doch die Anzahl der Termine und Ortswechsel muss erträglich und umsetzbar bleiben.

Rasten statt Hasten ... (2)

Natürlich sind die Wünsche der Verwandten verständlich, Kinder und Enkel oder die eigenen Eltern sehen zu wollen. Gerade bei Familien, deren Elternteile weit voneinander entfernt wohnen, führt Weihnachten jedes Jahr wieder zu einer Zerreißprobe.

Warum nicht den Spieß einmal umdrehen und zu sich nach Hause einladen? Auch wenn Differenzen programmiert sind,versuchen Sie "erwachsen" damit umzugehen.

Rasten statt Hasten ... (3)

Tauschen Sie sich rechtzeitig über Erwartungen und Wünsche aus. So können Sie Enttäuschungen vermeiden. Oder ändern Sie einfach mal die Zusammensetzung der Feier, um damit eine neue Atmosphäre zu schaffen:

Wer Freunde dazu einlädt, lockert die Familienbindung und unterbindet damit eventuell typische Familienthemen.

Nicht "auf jeder Hochzeit tanzen" (1)

Gegen geschäftliche Verpflichtungen, die noch im alten Jahr erledigt sein müssen, lässt sich wenig machen. Aber der Stress aus Zeitmangel lässt sich in den Griff bekommen: Nicht jede Weihnachtsfeier ist Pflicht.

Geschenke können schon unter dem Jahr besorgt werden, sobald einem etwas einfällt.

Nicht "auf jeder Hochzeit tanzen" (2)

Wenn keine Zeit für Weihnachtspost bleibt,schicken Sie im Januar Neujahrsgrüße oder nehmen sich vor, zu einem anderen Zeitpunkt wieder ausführlich zu schreiben.

Außerdem tut mehr Toleranz sich selbst gegenüber gut: Weder muss die Wohnung für Weihnachten perfekt geputzt sein, noch muss es an drei Tagen hintereinander ein perfektes Festessen geben.

Aufgaben rechtzeitig absprechen und verteilen (1)

Zu Weihnachten treffen diverse Erwartungshaltungen aufeinander. Der eine möchte an Traditionen festhalten, der andere würde diese Konventionen am liebsten über Bord werfen.

Besuche, gemeinsame Essen und Geschenkorgien finden vielfach nur statt, um es den anderen recht zu machen.

Aufgaben rechtzeitig absprechen ... (2) Hinzu kommt, dass fast jeder gestresst ist und bis kurz vor Ladenschluss am 24.Dezember noch zahlreiche Dinge zu erledigen hat.

Selten werden Wünsche und Erwartungen vorab thematisiert. Zu selten werden Aufgaben verteilt, vieles bleibt an Mutter und Vater hängen. Doch auch Kinder können bei den Vorbereitungen - vom Einkaufen bis hin zum Schmücken des Baumes - Aufgaben übernehmen.

Aufgaben rechtzeitig absprechen und verteilen (3)

Rechtzeitig vor den Weihnachtstagen sollten Sie darüber sprechen, von welchen althergebrachten Ritualen Sie sich gerne lösen würden und welche Kompromisse Sie finden können, damit das "Fest der Liebe" für jedes Familienmitglied schön wird.

Es müssen nicht immer Geschenke sein(1)

Sie müssen nicht jedem etwas schenken!

Es wird Zeit, die "Aufrüstungsspirale" zu durchbrechen, nicht weil Sie letztes Jahr ein Geschenk im Wert von 100 Euro bekommen haben, müssen Sie dieser Person nun ebenfalls etwas schenken, das 100 Euro oder mehr wert ist.

Haben Sie keine Idee und keine Zeit, ein Geschenk zu kaufen, tut es auch mal das selbst gelesene Buch, das noch wie neu aussieht!

Es müssen nicht immer... (2)

Und vor allem: Persönliche Geschenke, wie Zeitgutscheine, zum Beispiel für Hilfe im Haushalt, Babysitten, die

Organisation eines gemeinsamen Aus-

flugs oder anderen Aktivitäten erfreuen oft viel mehr.

Weitere Informationen:

Weihnachten Stress und Streit in der Familie oder Einsamkeit

http://www.therapie.de/psyche/info/

lebenshilfe-ratgeber/weihnachtsstress