Di 27.01.15

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Wintersport und Recht

Skifahren und Alkohol

Einen festgelegten Promillewert gibt es auf der Piste eigentlich nicht. Ski- und Snowboardfahrer müssen aber stets in der Lage sein, die Situation auf der Piste zu überschauen und sicher zu fahren.

Wer berauscht fährt, egal ob durch Alkohol oder Drogen, und andere dadurch schädigt, haftet bei einem Unfall.

Skifahren und Alkohol - Forts.

Wer zu viel Bierchen, Schnäpse oder Jagertee intus hat, darf auch von den Pistenbetreibern von der Skipiste verwiesen werden. In den Skigebieten gibt es Pistenpatrouillen, die aufpassen.

Verkehrsregeln auf der Skipiste

Wie im Straßenverkehr gibt es auch auf den Skipisten Regeln, die beachtet werden müssen.

Verkehrsregeln auf der Skipiste

Der internationale Skiverband FIS hat die sogenannten FIS-Regeln, d.h.Verhaltensregeln für Ski- und Snowboardfahrer entwickelt, die weltweit gelten.

In den Skigebieten kann man diese Regel nachlesen, zumeist hängen sie bei den Bergbahnen und Liften aus. Im Internet kann man sie finden unter: www.skionline.de/stiftung-sicherheit/fisverhaltensregeln

Verkehrsregeln auf der Skipiste

Grundsätzlich gilt, jeder Wintersportler hat sich auf der Piste so zu verhalten, dass er keinen anderen gefährdet. Wer die alpinen Verkehrsregeln nicht beachtet, haftet bei einem Unfall.

Einen ähnlichen Regelkatalog gibt es übrigens auch für den Bereich "Langlauf".

Können sich Wintersportler auf der Skipiste strafbar machen?

Ja. Wer einen anderen auf der Piste verletzt oder bei einem Unfall tötet, muss mit einem Strafverfahren rechnen. Auch wegen unterlassener Hilfeleistung kann man sich strafbar machen, wenn man einem verletzten Skifahrer nicht hilft.

Helmpflicht

Eine generelle Helmpflicht gibt es für Ski- und Snowboardfahrer noch nicht. Ein Helm ist aber sehr wichtig, er kann Leben retten.

Helmpflicht - Forts.

Zu beachten ist aber: Beispielsweise in Italien und in vielen Skigebieten in Österreich müssen Kinder Helme tragen.

Falsch eingestellte Bindungen

Kann der Skifahrer die fehlerhafte Einstellung der Bindung nachweisen und war das der Grund für die Verletzung, kann man das Sportgeschäft, in dem die Bindung eingestellt wurde, haftbar machen.

Haftung bei Eisplatten

Wintersportler müssen mit Eisplatten auf der Piste rechnen. Ein Sturz fällt in die Kategorie "Allgemeines Lebensrisiko".

Pulverschnee kann nicht überall sein. Gleiches gilt für vereinzelte Grasnarben oder kleinere Steine auf der Piste. Gibt es aber besondere Gefahrenstellen, muss der Pistenbetreiber darauf hinweisen bzw. diese Stellen absichern.

Unfall neben der Piste

Was ist eigentlich, wenn man beim Mittagessen auf der Terrasse der Skihütte stürzt, weil hier schlecht geräumt ist oder Eisglätte herrscht?

Ist es auf der Terrasse überall spiegelglatt und beseitigt der Hüttenwirt nicht die Gefahr, kann man den Hüttenbetreiber haftbar machen, wenn man sich bei Sturz auf der Terrasse verletzt.

Unfall neben der Piste - Forts.

Mit einer gewissen Glätte muss man im Außenbereich von Berghütten und Bergbahnstationen aber natürlich rechnen und kann nicht erwarten, dass dort Salz gestreut wird.

Die richtigen Versicherungen

Für jeden, der in den Bergen und im Wintersport unterwegs ist, sollte die private Haftpflichtversicherung ein Muss sein.

Die richtigen Versicherungen

Sie schützt z. B. dann, wenn man andere auf der Skipiste verletzt und daraus resultierend ärztliche Behandlungskosten und Schmerzensgeld gefordert werden

Eine private Unfallversicherung ist ebenfalls sehr sinnvoll, ebenso eine Auslandskrankenversicherung, die bei schweren Verletzungen auch einen Rücktransport nach Deutschland beinhalten sollte.