Zurück Weiter

Mi 24.09.14

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Zahnersatz

Heutzutage gibt es eine Vielzahl moderner Methoden, um Lücken im Gebiss zu füllen. Bei der Wahl des Zahnersatzes spielen ganz individuelle Erwägungen eine Rolle - und nicht zuletzt entscheidet auch der Geldbeutel über Art und Material des Zahnersatzes.

Zum Thema wird Zahnersatz typischerweise mit Anfang 30 - dann kommt es in der Regel zu ersten Problemen mit Füllungen in ehemals kariösen Zähnen.

Meistens in den Jugendjahren gemacht, werden diese Füllungen nach über zehn Jahren oft porös, brechen oder es kommt durch Bakterieneinwanderung zu Entzündungen. Auch eine fortgeschrittene oder aggressive Parodontitis kann einen Zahnersatz notwendig machen.

Diese bakteriell bedingte Entzündung des Zahnbetts schädigt Zahnfleisch und Kieferknochen, manchmal so sehr, dass sich Zähne lockern - spätestens dann ist der Besuch beim Zahnarzt ein Muss.

Natürlich hängt der Zustand der Zähne auch von der Regelmäßigkeit und Intensität der Zahnpflege ab. Zähneputzen kann sich nach Jahren auszahlen.

Die meisten Zahnärzte versuchen, die eigenen Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Wenn alle Bemühungen um den Erhalt fehlschlagen und der betroffene Zahn zum Krankheitsherd für den Organismus wird, muss er entfernt werden, da Bakterien streuen und z.B. zu Herz- oder Nierenproblemen führen können

Beratung ist wichtig (1)

Zahnverlust kann für den Patienten nicht nur eine physische und psychische, sondern auch eine finanzielle Belastung bedeuten.

Jedes Gebiss ist einzigartig. Eine ausführliche und persönliche Beratung ist daher die Voraussetzung für eine gute, zukunftsfähige, vom Patienten tragbare Lösung und somit für den individuell angepassten Zahnersatz.

Beratung ist wichtig (2)

Neben medizinischen Erfordernissen geht es bei den Beratungsgesprächen auch viel um Psychologie. Denn nicht nur das Gebiss ist individuell, sondern auch die Einstellung zu den eigenen Zähnen, das Engagement in Sachen Mundhygiene und die finanzielle Situation.

Seit der Gesundheitsreform 2005 dürfen Krankenkassen für Zahnersatz nur noch einen Festzuschuss zahlen.

Beratung ist wichtig (3)

Teurer Zahnersatz ist wegen der hohen Eigenbeteiligung für viele Patienten nicht erschwinglich.

Behandlung (1)

Sind Patient und Arzt zu einem Ergebnis gekommen, erstellt der Arzt einen Heil- und Kostenplan, eine Art Kostenvoranschlag für Patienten und Krankenkasse. Eine Standardlösung gibt es nicht, dafür viele Optionen und Kombinationen aus verschiedenen Zahnersatzarten.

Welche Möglichkeiten gibt es? (1)

Grundsätzlich unterscheidet man in der Zahnmedizin zwischen Krone, Brücke, Implantat und Teil- oder Vollprothesen.

Die Krone gilt auch als Zahnersatz, obwohl sie wie ein zahnförmiges Hütchen über dem noch existierenden Zahnstumpf gestülpt wird. Der künstliche Zahn wird bei einer Brücke über Kronen an den benachbarten Zähnen befestigt, die dafür angeschliffen und überkront werden.

Welche Möglichkeiten gibt es? (2)

Für ein Implantat wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kiefer eingeschraubt, an der Brücken, Kronen oder herausnehmbarer Zahnersatz verankert werden kann.

Bei stark reduziertem Zahnbestand können die künstlichen Zähne auch über einen sog. Modellguss mit Klammern an den noch vorhandenen Zähnen befestigt werden. Zum Reinigen wird dieser herausgenommen.

Welche Möglichkeiten gibt es? (3)

Eine wackelfreiere Variante des herausnehmbaren Zahnersatzes wird mit Teleskopkronen oder Geschiebekronen an den verbleibenden Zähnen befestigt.

Die Materialien (1)

Im Beratungsgespräch wird auch das Material gewählt: Kunststoff, Keramik, Stahl oder Goldlegierungen - ausschlaggebende Kriterien sind hier Verträglichkeit, Kosten, Haltbarkeit und Ästhetik.

Die Materialien (2)

Es gibt viele Möglichkeiten, einen fehlenden Zahn zu ersetzen. Wichtig ist, dass er überhaupt ersetzt wird. Denn schon der Verlust eines einzelnen Zahnes kann das fragile Zahngefüge ins Wanken bringen.

Durch den fehlenden Zahn können verbliebenen Zähne in Schieflage geraten, der Kieferknochen kann sich zurückbilden oder in den Kiefergelenken kommt es zu dauerhaften Beschwerden.

Die Materialien (3)

Es kann also zu einer schleichenden Kettenreaktion kommen - mit der Folge, dass der Patient unter chronischen Schmerzen leidet.

Zurück Weiter