Ratgeber: Morgenmagazin

Achtung: Kinder unterwegs

Das neue Schuljahr hat begonnen und Tausende ABC-Schützen oder I-Dötzchen machen sich allmorgendlich auf den Weg zur Grundschule. Die kleinsten Verkehrsteilnehmer haben aber meist noch kaum Erfahrung im Straßenverkehr und erkennen oftmals die Gefahren nicht und so müssen Autofahrer jetzt besonders wachsam sein.

MoMa-Anwalt Kay Rodegra erläutert die wichtigsten Verkehrsregeln und die Rechtslage, wenn Kinder im Straßenverkehr unterwegs sind.

Schulweg

Eltern müssen den Schulweg mit den kleinen ABC-Schützen unbedingt trainieren und auf Gefahrenstellen aufmerksam machen. Kinder sollten gerade in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit für den Schulweg mit heller und reflektierender Kleidung (inkl. Reflektoren auch am Schulranzen) unterwegs sein.

Wenn Kinder noch unter 10 Jahren sind, dürfen sie mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Kinder unter 8 Jahren müssen mit dem Fahrrad den Gehweg nutzen. Eine Begleitperson ab 16 Jahren darf dann ebenfalls auf dem Gehweg mitfahren

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, müssen ihre Kinder im Auto vorschriftsmäßig sichern. Das gilt auch, wenn Schüler aus der Nachbarschaft mitgenommen werden, auch wenn die Fahrt nur kurz ist. Wer ein Kind ohne Sicherung befördert, zahlt 60 Euro und bekommt 1 Punkt.

Vor der Schule

Vor Schulen müssen Autofahrer besonders vorsichtig fahren. Viele Kinder, oft in Eile, laufen unachtsam über die Straße. Tempolimits sind einzuhalten und wer schneller fährt, der zahlt. Z.B.: 21 km/h zu schnell = 80 Euro + 1 Punkt.

Bei fahrenden Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage gilt ein generelles Überholverbot. An haltenden Linien- und Schulbussen dürfen Autofahrer nur mit äußerster Vorsicht vorbeifahren.

Ist am stehenden Bus die Warnblinkanlage eingeschaltet, darf man nur mit Schrittgeschwindigkeit (ca. 7 km/h) vorbeifahren. Diese Regel gilt auch für den Gegenverkehr, sofern die Fahrbahn nicht baulich getrennt ist.

Haftung von Kindern im Straßenverkehr

Kinder unter 10 Jahren haften bei einem Unfall mit dem motorisierten Verkehrsteilnehmer nicht. Ihnen wird auch keine Mitschuld bei einem Verkehrsunfall auferlegt.

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