Ratgeber: Morgenmagazin

Mi: Gesund durch den WM-Sommer

Endlich Ferien - endlich Urlaub: die schönste Zeit im Jahr und wir können den Sommer in vollen Zügen genießen. Doch der viele Sonnenschein hat auch Tücken.

Richtig sonnen

Ein Sonnenbrand lässt die Haut altern und kann zu Hautkrebs führen. Hier ein paar Tipps, um gut geschützt durch den Sommer zu kommen:

- Halten Sie sich während der ersten Urlaubstage im Schatten auf. So geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen. Übrigens: Auch im Schatten wird man braun!

- Meiden Sie während der Mittagszeit die Sonne. Vor allem in südlichen Ländern strahlt sie in der Zeit von 11 bis 16 Uhr am stärksten.

- Das Sonnenschutzmittel sollte mindestens Lichtschutzfaktor 20 haben. Es sollte auf alle unbedeckten Körperstellen aufgetragen werden. Denken Sie auch an Füße, Hände und Ohren!

- Cremen Sie sich im Laufe des Tages mehrmals ein. Durch Schwitzen, reibende Kleidungsstücke und Abtrocknen nach dem Schwimmen verringert sich der Sonnenschutz.

Vorsicht: Das Nachcremen verlängert jedoch nicht die Schutzwirkung!

- Verwenden Sie ein wasserfestes Produkt. Auch unter der Wasseroberfläche verlieren die Sonnenstrahlen kaum an Intensität. Cremen Sie sich nach dem Abtrocknen nochmals ein.

- Babys und Kleinkinder sollten grundsätzlich nicht in die Sonne, ältere Kinder nur gut eingecremt (Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor) sowie mit sonnendichter Kleidung.

- Wer besonders empfindliche Haut hat, sollte in der Sonne eine Kopfbedeckung tragen sowie spezielle Kleidung, die die UV-Strahlen nicht durchlässt. Normale Kleidung schützt nicht vollständig vor UV-Strahlung.

WM und Herzpatienten

Für Herzpatienten kann Public-Viewing und auch der geliebte Fernsehsport bei der Weltmeisterschaft Gefahren mit sich bringen. In spannenden Situationen kommt es zu einem deutlichen Puls- und Blutdruckanstieg. Das kann durchaus das Belastungsniveau von echter sportlicher Aktivität erreichen.

Die vorerkrankten Gefäße oder das Herz an sich werden unter Umständen überlastet, wodurch es zu Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und sogar zum plötzlichen Herztod kommen kann. Eine Studie während der Fußball-WM 2006 verzeichnete über dreimal so viele herzbedingte Notfälle im Vergleich zu Zeiten ohne WM. Für Herzgesunde bestehen diesbezüglich aber keine Bedenken.

Insektenstiche

Die Sommersaison hat einige Begleiterscheinungen, auf die jeder gut und gerne verzichten könnte, wie z.B. Insektenstiche.

Vor allem jene, die in Deutschland bleiben und in jenen Regionen Urlaub machen, in denen Hochwasser war, müssen sich besonders vor Insektenstichen wappnen:

- In Insektennähe keine hastigen, schlagenden Bewegungen machen.

- Im Freien den Verzehr von Fleisch, süßen Speisen, Bier und Süßgetränken vermeiden. Nicht direkt aus Flaschen oder Getränkedosen trinken.

- Nie barfuß gehen.

- Auf auffallende Gerüche wie Parfüm, Sonnencreme, Haarspray und Rasierwasser verzichten. Auch Schweiß zieht Insekten an!

- Ein sicherer Schutz durch Repellentien (Substanzen, welche auf die Haut aufgetragen Insekten fernhalten) existiert nicht. Die Inhaltsstoffe dieser Mittel sind häufig nicht ungefährlich. Manche der Stoffe stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich oder krebserregend zu sein, auch wenn sie in den Repellentien in angeblich unbedenklichen Mengen verwendet werden.

- Was Repellentien auf Kinderhaut anbelangt, kommt von vielen Ärzten das Signal: lieber nicht!

- Unbedingt achten sollte man auf einen bestehenden Tetanus-Schutz. Denn Tetanus kann durch einen Insektenstich übertragen werden, wenn der stechende Plagegeist vorher ein von dieser Krankheit befallenes Tier gestochen hat.

Die Reiseapotheke

Eine sorgfältig ausgestattete Reiseapotheke gehört ebenso ins Gepäck wie wichtige persönliche Unterlagen oder die richtige Kleidung.

Nicht nur schwerwiegende Erkrankungen, sondern auch kleinere Verstimmungen können den Urlaub gründlich vermiesen.

- Wundpflaster (4 und 6 cm breit), Heftpflaster (je eine Rolle 1,25 und 2,5 cm breit), Mullbinden (je 4, 6 und 8 cm breit), steriler Verbandmull, Watte, elastische Binden (je 8 und 10 cm breit), Pinzette, Fieberthermometer, kleine Schere, Zeckenzange, Dreieckstuch, Handschuhe.

- Wund-Desinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe, Wundschnellverband, ein Päckchen sterile Kompressen.

- Kühlendes Gel zur Behandlung von Prellungen und Verstauchungen.

- Mittel gegen Durchfall, Magenverstimmung und Verstopfung:

- Medikamente gegen leichte Schmerzen und Fieber (wenn Sie mit Kindern reisen, achten Sie unbedingt auf geeignete Medikamente!): z.B. Acetylsalicylsäure oder Paracetamol, Ibuprofen.

- Bei Bedarf: Mittel gegen Reisekrankheit.

Literatur:

Radaj, M.; Müller U.; Bleiben Sie

herzgesund, Herzlichst Dr.Mo,

2015; 160 S.45 Abb., Broschiert

ISBN: 9783830482390 (Kapitel: über

Herzkrank und Fußball-Fieber)

>> Do: Weltnichtrauchertag