Das Erste: Mi 11.01.17

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Herzgesundheit

Ein guter Trainingszustand kann den altersbedingten Bluthochdruck um fast 10 Jahre verzögern. Darauf lässt eine Studie aus den USA schließen.

Die Kardiologen haben zwischen 1970 und 2006 etwa 14.000 gesunde Männer zwischen 20 und 90 Jahren auf deren körperliche Leistungsfähigkeit untersucht. Dabei mussten die Männer regelmäßig einen Belastungstest auf einem Fahrradergometer durchführen.

Das Ergebnis in Sachen Blutdruck: Bei den Männern mit einem niedrigen Fitnesslevel stiegen die Werte für den oberen und unteren Blutdruck bereits ab einem Alter von 42 bis 46 Jahren an, während bei den Fitten der obere Wert erst ab 54 Jahren anstieg.

Deren unterer Blutdruckwert erhöhte sich zu einem noch späteren Zeitpunkt, nämlich mit etwa 90 Jahren.

Bluthochdruck senken (1)

Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit denen der Blutdruck positiv beeinflusst werden kann:

Gewichtsreduktion steht ganz weit oben auf der Liste. Bei einer Gewichtsabnahme von 10 Kilogramm kann mit einer Blutdrucksenkung von 15 mmHg systolisch und 10 mmHg diastolisch gerechnet werden.

Bluthochdruck senken (2)

Doch Achtung: Wer zu viele schnelle Diäten durchführt und dadurch den Jojo- Effekt erzeugt, läuft Gefahr die positiven Auswirkungen der Gewichtsreduktion zunichte zu machen.

Da man beim Jojo-Effekt innerhalb eines Jahres ein bis zwei Drittel des ursprünglichen Gewichtes wieder auf die Waage bringt und nach spätestens 5 Jahren mehr als vorher wiegt, belastet dies das Herz-Kreislaufsystem.

Bluthochdruck senken (3)

Diese schädlichen Auswirkungen von starken Gewichtsschwankungen haben jüngst amerikanische Forscher in einer Studie nachgewiesen.

Wie viel Bewegung? (1)

Die verschiedenen Facgesellschaften empfehlen 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche, um zum Beispiel eine Koronare Herzkrankheit (KHK) zu vermeiden.

Wie viel Bewegung? (2)

Dabei ist es ganz egal, ob man dreimal in der Woche 50 Minuten schwimmen geht, oder an 5 Tagen in der Woche 30 Minuten joggt, walkt, Fahrrad fährt oder im Garten arbeitet.

Wichtig ist es, die Ausdauer zu trainieren, also dabei jeweils ein moderates Belastungsniveau zu erreichen.

Wieviel Bewegung? (3)

Sinnvoll sind auch alle zusätzlichen Bewegungen, die sich in den Alltag integrieren lassen:

Treppe statt Fahrstuhl, Auto für kurze Wege stehen lassen und auch mal eine U- Bahn- oder Busstation vor dem Ziel aussteigen, um in Bewegung zu kommen.

Die richtige Bewegung (1)

Alle Ausdauersportarten trainieren unser Herz.

Genauso wie Po-, Bein- oder Wadenmuskeln durch Radfahren oder Laufen anwachsen, passt sich der Herzmuskel mit der Zeit der wachsenden Belastung an; es ist bekannt, dass Marathonläufer oder Radrennfahrer ein fast doppelt so großes Herz wie der Durchschnittsmensch haben.

Die richtige Bewegung (2)

Um sinnvoll zu trainieren, muss die idividuelle Herzfrequenz bestimmt werden. Dazu wird die maximale Herzfrequenz (max. HF) festgelegt. Das ist die Anzahl der Herzschläge pro Minute, die ein Mensch bei größtmöglicher körperlicher Anstrengung erreicht.

Männer: 220 minus Lebensalter = max. HF

Frauen: 226 minus Lebensalter = max. HF (Quelle: www.e-walking.de/walking-test/

hilfe.php)

Die richtige Bewegung (3)

Der angepeilte Trainingspuls sollte je nach bestehendem Trainingszustand bei 50 bis max. 90% des Maximalpulses liegen. Es ist ratsam, sich im Vorfeld vom Sportmediziner oder Kardiologen beraten zu lassen.

Weitere Informationen (1)

M.Radjai und U.Müller

Bleiben Sie herzgesund - Herzlichst Dr.Mo, 2015, ISBN: 978-3-8304-8239-0

Weitere Informationen (2)

K.Lotmann, S.Klein und H.Bleß

Weißbuch Herz- Versorgung des Akuten Koronarsyndroms in Deutschland

Thieme Verlag 2013, ISBN: 9783131737618

Risikiotest der Deutschen Herzstiftung

www.herzstiftung.de/test/risikotest.php

?et_cid=5&et_lid=14515&et_sub=

HIFRisikotest_koronare%20

herzkrankheit&gclid=CMLLr-aZi8kCFS

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