Mi 01.07.15

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Gesundheit im Sommer

Ein Sonnenbrand lässt die Haut altern und kann zu Hautkrebs führen.

Tipps zum richtigen Sonnen (1)

- erste Urlaubstage im Schatten die

Haut an Sonne gewöhnen

- während der Mittagszeit Sonne meiden

- Sonnenschutzmittel mind. LSF 20

- an Füße, Hände und Ohren denken

- mehrmals am Tage eincremen

- wasserfeste Produkte verwenden

- nach Abtrocknen nochmals eincremen

- Parfüm/Deo führt zu Pigmentflecken

Tipps zum richtigen Sonnen (2)

- Babys und Kleinkinder grundsätzlich

nicht in die Sonne

- ältere Kinder nur gut eingecremt mit

hohem LSF und sonnendichter Kleidung

- bei besonders empfindlicher Haut:

Kopfbedeckung, spezielle UV-Kleidung

- bei Medikamenteeinnahme Arzt wegen

eventuell auftretender Nebenwirkungen

beim Sonnenbaden fragen

test.de/Sonnenschutzmittel-Die-besten-Lotionen-und-Sprays-fuer-Erwachsene

Geruhsame Sommernacht (1)

- Schlafzimmer tagsüber abdunkeln

- erst am Abend nach Abkühlung lüften

- Durchzug verursacht Muskelverspannung und Erkältungen - kein Ventilator

- leichte Schlafbekleidung oder unter

einem Laken schlafen

- Abends lauwarm duschen oder Kneipp-

Beingüsse wirken Wunder

- Feuchtes Tuch aufgehangen bringt

Verdunstungskühle

Geruhsame Sommernacht (2)

- Wadenwickel können Linderung bringen

- Schlafanzug, Laken kurz in Kühltruhe

- Raum abdunkeln, ggf. Schlafbrille

- leichte, gut verträgliche Kost

- Alkohol vermeidet Tiefschlafphasen

Mückenstiche in der Nacht:

- unbehaarte Haut bedecken

- Moskitonetz vor das Fenster oder

übers Bett spannen

Insektenstiche (1)

Tipps zur Vermeidung:

- keine hastigen Bewegungen

- Verzehr von Fleisch, Bier, Süßspeisen

und -getränken im Freien vermeiden

- nicht aus Flaschen oder Dosen trinken

- Vorsicht beim Obstu. Blumenpflücken

- nie barfuß gehen

- kein Parfüm, Sonnencreme, Haarspray,

Rasierwasser, Schweiß

Insektenstiche (2)

Infos zur Repellentien (Insektenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut)

- sicherer Schutz existiert nicht

- Inhaltsstoffe sind nicht ungefährlich

- manche sollen gesundheitsschädlich

oder krebserregend sein

- Nutzen-Risiko-Abwägung ist ratsam bei

heimatlicher Stechmücken, Zecken-

und Malariainfektionsgebieten

- auf Kinderhaut lieber nicht

- bestehender Tetanus-Schutz

Insektenstiche (3)

Hausmittel gegen Insektenstiche

- Zwiebelscheiben bei Bienenstichen,

auch gegen Bremsen- und Mückenstiche

- Einreiben mit Meerrettich

- bei Mückenstichen hilft auch Zitrone

- Wachstropfen wirkt entzündungshemmend

- kalte Umschläge mit Essigwasser oder

essigsaurer Tonerde

- Quarkwickel und Arnika-Umschläge

- in Wasser aufgelöste Hefe oder Seife

- Einreiben mit Speichel und Salz

Tipps zum Baden

Im Chlorwasser tummeln sich Viren, Bakterien, Pilzsporen und Chemie. Die Chemikalie verbindet sich mit Schweiß, Haaren und Speichel, dies steht im Verdacht, Asthma zu fördern. Asthma- und Neurodermitispatienten sollten lieber auf Naturbäder oder Seen ausweichen.

Fußpilz: Nach neuesten Erkenntnissen ist die Ansteckungsgefahr in Flip-Flops größer, weil sie sich mit Wasser voll saugen, da wächst Fußpilz besonders gut

Blasenentzündung

Nach dem Baden sollte man Bade- und Bikinihosen wechseln, denn der Stoff kühlt beim Verdunsten die Blase aus. So kommt es zu einer Minderdurchblutung der Schleimhäute. Das Schleimhautmilieu ändert sich, die Keime können in der Harnröhre zur Blase aufsteigen und so eine Harnwegsentzündung hervorrufen.

Vorbeugend soll täglich ein Glas Cranberrysaft schützen. Ist die Entzündung da, helfen oft nur Antibiotika.

Schwimmbad-Otitis

Sie entsteht durch eine Kombination aus Wattestäbchen und Chlorbzw. Salzwasser. Das Wasser weicht den Fettschutz im Ohr auf, die mit Handtuch oder Wattestäbchen weggewischt wird, so dass das Ohr anfällig für eine Entzündung wird.

Viele Reisende holen sich vor Ort eine Infektion und verbringen ihre Ferien krank im Hotelzimmer.

Die Reiseapotheke (1)

- rechtzeitig zusammenzustellen

- viele gesundheitsschädigende Medika-

mentenfälschungen außerhalb Europas

- vom Apotheker helfen lassen

- Einfuhrbestimmungen sind zubeachten

- verträgliche Medikamente mitnehmen

- auf Verfallsdatum und Wärmevertäg-

lichkeit achten (z.B. Fieberzäpfchen)

- Hinweise zur Lagerung, Haltbarkeit,

Anwendungsweise (Beipackzettel)

- bei kontinuierlischer Einnahme

Zeitverschiebung beachten

Die Reiseapotheke (2)

- Wundpflaster, Heftpflaster, Mullbin-

den, steriler Verbandmull, Watte,

elastische Binden, Pinzette, Fieber-

thermometer, kleine Schere, Zecken-

zange, Dreieckstuch, Handschuhe

- Steriles Material für Regionen mit

medizinischer Unterversorgung

- Wunddesinfektionsmittel, Wund-/Heilsalbe, Wundschnellverband, Kompressen

- Kühlgel

Die Reiseapotheke (3)

- Mittel gegen Durchfall, Magenver-

stimmung und Verstopfung

- Medikamente gegen leichte Schmerzen

u. Fieber z.B. Paracetamol, Ibuprofen

- Medikamente zur Einnahme bei Erkäl-

tung und Schnupfen: z.B. Nasentropfen

oder -spray, Hustenmittel, Hals- und

Lutschtabletten, Gurgellösungen,

ätherische Öle

- n.B. Mittel gegen Reisekrankheit

- n.B. Malariamittel (nach Beratung)

Geschundene Füße (1)

Um Blasen zu vermeiden, helfen bequeme und gut passende Schuhe aus weichem Material mit guter Fußbettung. Wichtig ist es, die Füße trocken zu halten. Bereits kleinste Unebenheiten im Strumpf können eine Blase verursachen.

Kleine, nicht geöffnete Blasen heilen in der Regel von selbst ab. Denn die unverletzt, obere Hautschicht wirkt wie ein steriler Verband.

Geschundene Füße (2)

Auch bei einer geplatzten Blase sollte die obere Schicht nicht entfernt werden, weil sie die Funktion eines schützenden Verbandes haben kann. Zusätzlich sollte mit einer aseptischen Lösung gesäubert und steril abgedeckt werden.

Spezielle Pflaster eignen sich zur Vorbeugung und Behandlung, da sie die natürliche Heilung unterstützen und wie eine zweite Haut vor Druck und Schmerz schützen.

Magenverstimmung (1)

Je unhygienischer die Verhältnisse,desto größer ist das Risiko. Ein hohes Risiko besteht z.B. in Nordafrika und der Türkei. Eine Vielzahl an Erregern kommt hierbei als Ursache in Frage.

Meist handelt es sich um bakterielle Erkrankungen, die über Nahrungsmittel übertragen werden. Oft beginnt nach wenigen Tagen der Durchfall; die harmlose Variante geht schnell vorbei. Selten müssen Antibiotika eingesetzt werden.

Magenverstimmung (2)

Um sich zu schützen, sollte man auf Hygiene achten und nur Durchgebratenes und gekochte Speisen essen. Das Obst selber schälen und Getränke nur aus original verschlossenen Flaschen trinken und Eiswürfel meiden.

Hepatitis A ist eine virusbedingte Leberentzündung, die mit einer typischen Gelbsucht einhergehen kann. Wenn Abwasser ins Meer abgeleitet wird, kann das fatale Folgen haben.

Magenverstimmung (3)

Schalentiere wie Muscheln filtern aus dem verunreinigten Wasser die Hepatitis-Viren heraus und konzentrieren sie im Muschelkörper. Werden sie nicht oder nur ungenügend gekocht, bricht nach 2-6 Wochen die Hepatitis aus. Hepatitis-Viren kommen weltweit vor; auch in Portugal, Spanien und Italien.

Eine Impfung bietet zuverlässigen Schutz und kann auch noch kurzfristig vor der Abreise sinnvoll sein.

Auffrischung des Impfschutzes (1)

Laut WHO werden aktuelle Masernherde gemeldet in: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England und Wales, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Russland (Krasnoyarsk und Tomsk), Serbien, Schweiz und Türkei (Istanbul).

Die Impfkommission empfiehlt allen nach 1970 Geborenen eine Impfung gegen Masern, wenn sie bisher nicht geimpft sind, nur einmal in der Kindheit geimpft wurden oder der Status unklar ist

Auffrischung des Impfschutzes (2)

Der Impfstatus der ganzen Familie sollte vor Reisebeginn überprüfen werden. Denn die meisten Infektionskrankheiten sind hoch ansteckend.

Für Reisen innerhalb Europas ist ein Impfschutz gegen Masern, Hepatitis A und B zu empfehlen. Bei Fernreisen können weitere Impfungen empfehlenswert sein, wie etwa die gegen Meningokokken, die bakterielle Hirnhautentzündung und Blutvergiftung verursachen können.