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Mi 08.10.14

05.30 - 09.00 Uhr
ARD-Morgenmagazin
Start in die Heizsaison

Wer richtig heizt und lüftet kann schon mit einfachsten Mitteln Heizkosten sparen, ohne auf ein behaglich warmes Zuhause zu verzichten.

Neue Heizungsanlagen in Kombination mit der Nutzung regenerativer Energien können noch mehr sparen - und weil sie die Umwelt schonen, werden sie sogar erheblich vom Staat gefördert.

Wir zeigen die besten Tipps zum richtigen Heizen und Lüften auf:

Raumtemperatur senken (1)

Die optimale Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad und kann in der Nacht um bis zu vier Grad abgesenkt werden. Tiefer sollte die Zimmertemperatur allerdings nicht fallen, sonst kühlen die Wände dauerhaft ab.

Kühle Räume sind vor allem in ungedämmten Häusern schnell unbehaglich, und

es droht Schimmel. Hier programmierbare Thermostatventile einbauen und die Temperatur zeitweise herunterdrehen.

Raumtemperatur senken (2)

Beim Verlassen von Haus oder Wohnung die Heizkörper nur eine Stufe (von drei auf zwei) herunter drehen, aber nicht ganz ausmachen. Die Wände kühlen sonst zu sehr ab. Der Wasserdampf in der Luft kondensiert und es können sich Feuchtigkeitsschäden und Schimmel bilden.

Diese Gefahr droht besonders in Schlafräumen! Daher grundsätzlich immer mit Sinn und Verstand beheizen!

Oft und richtig lüften (1)

Mehrmals täglich (2-3 x) lüften. Das gilt auch dann, wenn man nur morgens und abends anwesend ist. Die Wohnung darf dann jedoch nicht ganz auskühlen.

Immer nur kurz und kräftig lüften, das heißt Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster- oder Türflügel. Dabei die Heizkörperventile schließen! Je nach Wind und Außentemperatur bis zu 15 Minuten je Lüftung und bei frostigen Temperaturen maximal 5 Minuten.

Oft und richtig lüften (2)

Wichtig: Fenster dauerhaft in Kippstellung nützt weniger, verschwendet Heizenergie und kann durch Auskühlung der Räume zu Schimmelbildung führen.

Heizkörper entlüften (1)

Luft im Heizungssystem kostet Energie! Deutliches Anzeichen dafür ist, wenn die Heizung "gluckert". Auch wenn die Heizkörper nur schlecht warm werden, kann Luft im Rohrsystem sein.

Heizkörper entlüften (2)

Die Heizkörper entlüften kann jeder selbst mit einem Entlüftungsschlüssel aus dem Baumarkt: Aufdrehen, und sobald Wasser fließt, Ventil wieder schließen. Eventuell muss dann im Heizungskeller Wasser nachgefüllt werden.

Wenn die Heizung "rauscht", ist sie meist falsch eingestellt. Unnötige Energieverluste sind die Folge. Dann sollte ein Fachmann die Heizung überprüfen!

Heizung richtig einstellen (1)

Lassen Sie Ihre Heizung einmal jährlich von einem Fachmann überprüfen, damit sie reibungslos läuft. Die Kosten hierfür sind gut investiertes Geld.

Folgende Punkte sollten bei der Überprüfung beachtet werden:

Reinigungsarbeiten: Bei "Uralt-Ölheizungen" setzen sich z.B. Rußpartikel

an den Kessel-Heizflächen ab, die Verbrennung und Wärmeübertragung werden erschwert.

Heizung richtig einstellen (2)

Reinigungsarbeiten: Durch eine Reinigung wird der Wirkungsgrad verbessert, und es ist eine Energieeinsparung von bis zu fünf Prozent möglich.

Richtig programmieren: Die Heizung auf den eigenen Lebensrhythmus einstellen. Hat sich Ihr Tagesablauf in den vergangenen Jahren verändert (Schichtdienst, Ruhestand)? Haben Sie neuerdings schulpflichtige Kinder? ...

Heizung richtig einstellen (3)

Lassen Sie die Heizung plus die Warmwasserbereitung so einstellen, dass es im Haus genau dann warm ist, wenn auch jemand anwesend ist. Lassen Sie sich vom Heizungsinstallateur auch erklären, wie man die Anlage selbst programmiert.

Eine besondere Rolle spielt die richtige Vorlauftemperatur. Moderne Kesselregelungen senken diese nicht nur nachts ab, sondern auch an milden Wintertagen (Absenkung um 6 bis 8 °C).

Heizung richtig einstellen (4)

Optimal ist, wenn der Regler auch die Umwälzpumpe und die Brennerlaufzeit sowie die Anzahl der Brennerstarts regelt. Längst gibt es auch sogenannte "selbstlernende" Regler, die mittels Temperaturfühler die jeweiligen Raumtemperaturen speichern und schon nach kurzer Zeit die jeweils optimalen Temperaturen für jede Tages- und Uhrzeit bereitstellen.

Vielleicht doch mal über eine moderne Heizungsanlage nachdenken?

Fenster und Türen überprüfen (1)

Fenster und Türen müssen dicht sein, sonst geht Heizenergie verloren!

Gummidichtungen an Fenstern und Türfugen verhindern, dass die kalte Luft ungehindert eindringen kann. Dichtungen gibt es kostengünstig im Baumarkt.

Einen Spalt unter der Tür kann man mit einer Dichtschiene verschließen.

Fenster und Türen überprüfen (2)

Sollten die Dichtungen der Fenster und Türen alt sein und man bereits einen Luftzug spüren, sollte man in jedem Fall auch über einen Austausch der Fenster nachdenken. Vor allem, wenn die Fenster älter als 25 Jahre sind.

Das Alter der Fenster kann man sehr leicht feststellen: Bei den meisten Fenstern ist das Herstellungsdatum im Abstandhalter zwischen den Scheiben eingeprägt.

Wärmedämmung (1)

Auch die Dämmung der Decken und Wände spart Energie und ist der beste Weg, um Heizkosten zu sparen. Durch Dämmung geht weniger Wärme verloren und es wird weniger Energie benötigt.Sie verhindert auch, dass sich Feuchtigkeit bildet und Schimmel entsteht.

Bei unbeheizten Kellern oder Dachböden reicht es oft, wenn die Kellerdecke von unten mit Dämmplatten beklebt oder der Dachboden mit Dämmung ausgelegt wird.

Wärmedämmung (2)

Diese Maßnahmen lassen sich ohne großen Aufwand durchführen. Eine Dämmung der Fassade ist eine größere Sanierungsmaßnahme, die sich vor allem bei Häusern lohnt, die vor 1984 gebaut wurden.

1984 trat die zweite Wärmeschutzverordnung in Kraft, und die Baustoffe waren schon recht gut, sodass man mit dem Jahr 1984 tatsächlich eine gute Trennlinie ziehen kann.

Wärmedämmung (3)

Wer sein Haus energetisch richtig auf Trab bringen will,sollte sich von einem Energieberater einen Sanierungsfahrplan erstellen lassen. Hilfe bei der Expertensuche finden Sie unter:

www.energie-effizienz-experten.de und www.effizienzhaus-online.de

Bei Neubauten ist der Einsatz von Erneuerbaren Energien seit 2009 Pflicht.

Wärmedämmung (4)

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz schreibt vor, bei Neubauten einen Teil der Heizwärme aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Bei kluger Planung ist diese Vorschrift eine lukrative Sache und nicht als Pflicht sondern als Chance zu verstehen.

Zuschüsse vom Staat (1)

Die Bundesregierung unterstützt den Markt für Energieeffizienz bei Gebäuden mit attraktiven Fördermöglichkeiten.

Zuschüsse vom Staat (2)

Im Marktanreizprogramm werden Investitionen in erneuerbare Energien mit einem Zuschuss gefördert, allerdings nur bei bereits bestehenden Gebäuden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unterstützt kleinere Anlagen mit Zuschüssen. Größere Anlagen oder eine Komplettsanierung eines Gebäudes werden über die KfW-Förderbank mit zinsgünstigem Kredit und einem zusätzlichen Tilgungszuschuss unterstützt

Zuschüsse vom Staat (3)

Vielfach werden die Programme noch durch Landesmittel oder Förderung von beispielsweise den Energieversorgern ergänzt.

Auf den Internetseiten

www.zukunft-haus.info und

www.foerderdata.de

gibt es eine gute Übersicht über aktuelle Förderprogramme.

Verbraucherzentralen

Kostenlose Broschüre: "Richtiges Heizen und Lüften" in allen Verbraucherzentralen oder als Pdf-Datei zum downloaden:

http://www.verbraucherzentraleenergieberatung.de/downloads/

VZE_Broschuere_HeizenLueften.pdf

EnergieAgentur.NRW

Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf

Tel.: (0211) 8 66 42 -0 /Fax: - 22

www.energieagentur.nrw.de http://www.energieagentur.nrw.de/

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Chausseestrasse 128a

10115 Berlin, Germany

Tel: +49 (0)30 72 61 65 - 600

Fax: +49 (0)30 72 61 65 - 699

(http://)www.dena.de

(http://)www.zukunft-haus.info

Modernisierungsoffensive Rhein-Main

www.modernisierungsoffensive.com

Info-Abende für Hauseigentümer und Mieter ab dem 09.10.2014

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