Kultur: Nachrichten

Porträt: Gudrun Pausewang

Pausewang war am 3.März 1928 im böhmischen Dorf Mladkov (Wichstadt) geboren worden. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges flüchtete die Familie nach Deutschland. Pausewang machte in Wiesbaden Abitur und wurde Lehrerin. Sie arbeitete unter anderem auch an deutschen Schulen in Südamerika. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1972 ließ sie sich in Schlitz nieder. Dort unterrichtete sie Grundschüler.

In ihrem letzten Buch ("So war es, als ich klein war", 2016) hielt sie ihre Kindheitserinnerungen fest.

Pausewang erhielt für ihr Schaffen zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk.

Vier Hauptthemen waren für sie prägend: "Krieg und Frieden", "die Armut in Südamerika", "Schutz der Umwelt" und "Nie mehr Nationalsozialismus". Über die NS- Epoche sagte Pausewang: "Ich bin noch Zeitzeuge. Mein Vater war ein überzeugter Nazi und ich wurde zum kleinen Nazi erzogen." Das Buch "Die Wolke", über die Gefahren der Atomenergie, 2006 verfilmt, traf in den 80er-Jahren den Nerv der Zeit.

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