Kultur: Nachrichten

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist eine der großen Kulturinsti­tutionen der Welt. Unter ihrem Dach sind fünf Einrichtungen vereint: die Staatlichen Museen zu Berlin mit ihren 15 Sammlungen und zahlreichen Häusern wie etwa der Neuen Nationalgalerie und dem Pergamon-Museum, die beiden Häuser der Staatsbibliothek zu Berlin, das Ge­heime Staatsarchiv, das Ibero-Amerika­nische Institut sowie das Staatliche Institut für Musikforschung.

Im vergangenen Jahr zählten die Museen

der SPK knapp 1,48 Millionen Besuche, im Jahr vor Corona knapp 4,3 Millionen.

Gegründet wurde die Stiftung 1957, um nach Auflösung des preußischen Staates dessen Kunstbestände in Westberlin zu­sammenzuführen. Mit rund 2000 Mitarbei­terinnen und Mitarbeitern ist die Stif­tung heute nach eigenen Angaben die größte Arbeitgeberin im Kulturbereich in Deutschland.

Ursprünglich als Provisorium geplant, kamen nach dem Ende der DDR auch die Museen auf der Berliner Museumsinsel unter das Dach der Stiftung. Inzwischen

baut die SPK am Kulturforum ein weite­res Haus, ein Museum für die Kunst des 20.Jahrhunderts.

Träger der Stiftung sind Bund und Län­der. Dabei trägt der Bund den Löwenan­teil mit 75 % des Betriebs­und 100 % des Bauhaushaltes. Für 2021 wurde der Betriebshaushalt mit rund 237 Millionen Euro angegeben, für Bauvorhaben waren rund 106 Millionen vorgesehen. Die Län­der beteiligen sich mit 25 % an den Be­triebskosten, davon trägt Berlin 35 %.

Im Juli 2020 schlug der

Wissenschafts­rat in einem Gutachten eine Neuorgani­sation der Stiftung in vier unabhängige Sparten mit weitgehender Autonomie vor. Auch der Koalitionsvertrag der Ampel-Bundesregierung sieht eine Reform vor.

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