Formel 1 Sport

1997: M. Schumacher - J.Villeneuve

In seinem 2.Ferrari-Jahr war Schumacher dem Titel schon ganz nahe. Mit einem Punkt Vorsprung auf Jacques Villeneuve im Williams reiste er zum Finale nach Spanien. Der Kanadier musste etwas riskieren, doch als er einen Überraschungsangriff startete, kollidierten die Rivalen. Schumacher konnte das Rennen nicht beenden, Villeneuve wurde Dritter und sicherte sich den Titel.

Anders als beim Zusammenstoß mit Hill drei Jahre zuvor gab es in diese Fall kaum Zweifel an Schumachers Schuld am Unfall - dem Kerpener wurden alle WM-Punkte aberkannt.

2008: Lewis Hamilton - Felipe Massa

Felipe Massa war nur wenige Meter davon entfernt, sich in seiner Heimat zum König der Formel 1 zu krönen. In Sao Paulo fuhr der Ferrari-Pilot auf Pole und auch als Erster über die Ziellinie, doch der Jubel erstarb nach wenigen Sekunden, weil Lewis Hamilton in den letzten Kurven noch an Toyota-Fahrer Timo Glock vorbeizog, der im Regen auf Slicks chancenlos war.

Hamilton wurde Fünfter und mit einem Punkt Vorsprung zum ersten Mal Weltmeister.

2010: Vettel, Webber, Alonso, Hamilton

Letztes Rennen in Abu Dhabi - und gleich vier Fahrer konnten noch Weltmeister werden, davon in den Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber zwei Teamkollegen. Vettels Rückstand auf Ferrari-Star Fernando Alonso betrug vor dem Rennen 15 Punkte, doch nach der Pole Position und einem Start-Ziel-Sieg vor McLaren-Fahrer Lewis Hamilton jubelte der Heppenheimer.

Die falsche Taktik ließ Alonso und Webber nur auf die Plätze sieben und acht kommen - zu wenig, um den ersten Triumph von Vettel zu verhindern.

2012: Sebastian Vettel -Fernando Alonso

Nach dem GP von Italien im September schien der WM-Sieg bereits an Fernando Alonso im Ferrari vergeben, doch der Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel gewann die folgenden 4 Rennen und schob sich wieder am Spanier vorbei. Nach Brasilien reiste er mit vermeintlich beruhigenden 13 Punkten Vorsprung - doch in der 1.Runde drehte sich der Titelverteidiger und fuhr dem Feld hinterher, virtuell war Alonso Weltmeister.

Bei starkem Regen kämpfte sich Vettel durchs Feld und beendete das Rennen auf Rang 6. Alonsos 2.Platz reichte nicht: Vettel war erneut Champion.