Ratgeber: Neu im Januar

Pflege und Gesundheit I

Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit entfallen die drei Pflegestufen, es gibt jetzt fünf Pflegegrade. Der Pflegegrad orientiert sich nicht mehr an körperlichen Einschränkungen, sondern daran, wie selbstständig eine Person ihren Alltag bewältigen kann. So werden auch Menschen mit geistigen und psychischen Beeinträchtigungen berücksichtigt, insbesondere Demenzkranke.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen vor Ort besser beraten werden. Pflegedienste sollen regelmäßig geprüft werden - zur Qualitätssicherung, und um Abrechnungsbetrug zu verhindern.

Pflege und Gesundheit II

Versorgung psychisch Kranker: Die Versorgung von Patienten in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen soll durch leistungsorientierte Vergütung verbessert werden. Statt über fest geregelte Preise durch die Krankenkassen sollen die medizinischen Einrichtungen über individuell ausgehandelte Budgets verfügen können.

Videosprechstunde: Ab Juli übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Arzt- Sprechstunden am heimischen PC. Neben dem Einverständnis von Arzt und Patient ist Bedingung,dass der Patient zunächst vom Arzt persönlich untersucht wurde.

Pflege und Gesundheit III

Neues Teilhabegesetz: Das Gesetz soll Menschen mit Behinderung mehr Selbstbestimmung ermöglichen, auch über ihre Finanzen. So werden z.B. Partnereinkommen nicht mehr auf die Eingliederungshilfe angerechnet. Zudem steigt der Freibetrag bei der Eingliederungshilfe.

Durften die Bezieher bisher 2600 Euro vom eigenen Einkommen selbst behalten, sind es ab 2017 27.600 Euro. Wer in einer Behindertenwerkstatt arbeitet, bekommt mehr Geld. Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt, die Menschen mit Behinderung einstellen, erhalten Lohnkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 75 %

Pflege und Gesundheit IV

Kein Medikamente-Teleshopping: Medikamente und Arztleistungen dürfen nicht mehr per Teleshopping angeboten und gehandelt werden.

Cannabis auf Rezept: Schwerstkranke sollen Cannabis auf Rezept bestellen können. Das betreffende Gesetz wird voraussichtlich im Frühjahr in Kraft treten. Die gesetzlichen Krankenkassen werden dann die Kosten für Arzneimittel dieser Art übernehmen, wenn die Leiden des Patienten nicht durch andere Behandlungsmöglichkeiten gemindert werden können.

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