Mo 24.11.14

20.15 - 21.00 Uhr
Vorsicht, Verbraucherfalle!

Verkaufsfallen im Supermarkt:

Mit vielen Tricks werden wir als Supermarkt-Kunden manipuliert, ohne es zu merken. In unserem Supermarkt-Experiment kommen sie ans Licht.

Tricksereien der Kosmetikindustrie: Cremes und Fluids versprechen seidige Haut, jugendlich frisches Aussehen und geglättete Konturen. Sind die Produkte ihr Geld wert? Wir zeigen Ihnen die ganz legalen Tricks der Beauty-Branche.

Das Geschäft mit vermeintlichen Luxusuhren

In Homeshopping-Kanälen, in Online-Auktionshäusern oder Internet-Shops werden vermeintlich hochwertige Uhren angeboten. Viele dieser Zeitmes-ser sind jedoch Billigprodukte aus Asien.

Weitere Informationen (1)

finden Sie auf unserer Internetseite:

www.vorsicht-verbraucherfalle.de

Weitere Informationen (2)

Sie sind auch in eine Verbraucherfalle getappt? Sie haben eine Mogelpackung entdeckt? Oder Sie haben Anmerkungen zur Sendung?

Dann schicken Sie uns eine E-Mail

wirtschaftsredaktion@

vorsichtverbraucherfalle.de

Verkaufstricks im Supermarkt (1)

Wer die Verkaufstricks kennt, hat die Chance, auch mal nur die Dinge zu kaufen, die auf seiner Einkaufsliste stehen.

Verkaufstricks im Supermarkt (2)

- Gratis-Kostprobe: Bekommen wir im

Supermarkt etwas geschenkt, fühlen

wir uns dem netten Verkäufer ver-

pflichtet und kaufen ihm etwas ab.

- Kombi-Platzierung: Soßen neben den

Nudeln und schon hat man mit ein paar Handgriffen ein ganzes Gericht bei-

sammen: Wir greifen unbewusst zu und

vergleichen nicht mehr, ob es woan-

ders im Markt noch günstigere Produkte gibt.

Verkaufstricks im Supermarkt (3)

- Paletten: Bei gestapelter Ware haben

wir das Gefühl, dass sie preisgünstig

sein muss. Doch oft sind die Produkte

gar nicht im Angebot. Also besser:

Preise vergleichen.

- Auffällige Preisschilder: Wenn wir

etwas vermeintlich Günstiges sehen,

setzt unser Verstand aus. Je größer

die Preisangabe, desto preisgünstiger empfinden wir ein Angebot. Auch mit

der Farbe Rot verbinden wir einen besonders günstigen Preis.

Verkaufstricks im Supermarkt (4)

- Auffällige Preisschilder (Forts.): Vorsicht vor Reizworten wie "Sonderangebot", "Abholpreis" oder "Em-

pfehlung".

- Laufrichtung: Die Mehrheit der Men-

schen hat einen Hang zum Linkskrei-

sen. Die Laufwege vieler Supermärkte

sind deshalb gegen den Uhrzeigersinn

aufgebaut. Wir fühlen uns wohler und

kaufen dadurch mehr.

Verkaufstricks im Supermarkt (5)

- Licht: Ein blasses Lebensmittel er-

scheint uns fader als ein leuchtendes. Viele Supermärkte verwenden deshalb Farben und Licht, um Waren

schmackhaft aussehen zu lassen: Käse

wird gelblich angestrahlt, Fleisch

mit rotem und Fisch mit bläulichem

Licht. Das macht Lust, die Produkte

zu kaufen.

- Einkaufswagen: Ein leerer Einkaufs-

wagen setzt uns unbewusst unter Kaufdruck.

Verkaufstricks im Supermarkt (5)

- Einkaufswagen (Forts.): Wir haben das Gefühl noch etwas vergessen zu haben und sind animiert, den Wagen zu füllen. Und: Auf dem schrägen Boden rollen die Waren in Richtung des Kunden und damit aus seinem Blickfeld.

- Musik: Die optimale Hintergrundmusik im Supermarkt entspricht dem Ruhepuls

und hat 72 Taktschläge pro Minute:

Unbewusst drosseln wir die Einkaufs-

geschwindigkeit, betrachten die Pro-

dukte länger und kaufen mehr ein.

Die Tricks der Kosmetikindustrie (1)

- Werbung mit vermeintlicher Wissen-

schaft: Ärzten und Doktoren vertrauen Verbraucher. Das weiß auch die Werbe-

branche. Und setzt auch im Bereich

Kosmetik und Körperpflege auf eine wissenschaftliche Anmutung. Aller-

dings müssen Experten, die eine Creme empfehlen, keine Dermatologen sein.

Wer als Experte fungiert, legen die Hersteller fest. Mit wissenschaft-

licher Expertise hat das manchmal

nichts zu tun.

Die Tricks der Kosmetikindustrie (2)

- Wirknachweis: Verbrauchertests

(Selbsteinschätzung von Probanden)

sind laut Kosmetikverband (VKE) wichtige Instrumente für den Wirknachweis bei kosmetischen Mitteln. Hier handelt es sich häufig um reine Zufrie-

denheitsstudien. Werbeaussagen, die

auf Verbrauchertests basieren, tragen

oft ein Sternchen. Im Kleingedruckten erfährt man dann Details zur Teil-

nehmerzahl.

Die Tricks der Kosmetikindustrie (3)

- Naturkosmetik: Die Verwendung des

Begriffs "Naturkosmetik" ist gesetzlich nicht geregelt. D.h., welche In-

haltsstoffe in Naturkosmetik enthalten sein dürfen, ist gesetzlich

ebenfalls nicht geregelt.

Doch es gibt hilfreiche Siegel und Zertifikate, dazu gehören:

- BDIH-Siegel Kontrollierte Natur-

Kosmetik http://www.kontrollierte-

naturkosmetik.de/

Weitere Siegel und Zertifikate:

- NaTrue-Siegel: http://www.natrue.org/de

- Ecocert-Zertifikat:

www.ecocert.de/natur-biokosmetik

Das Geschäft mit vermeintlichen Luxusuhren (1)

Merkmale, an denen Sie vermeintliche Luxusuhren erkennen können:

- Der Markenname ist oft an bereits

existierende und bekannte Traditionsmarken angelehnt

- Vermeintliche Luxusuhren werden in

der Regel im Chronographen-Stil mit

vielen Zeigern und Drückern gestaltet. Das Zifferblatt hat viele Ele-

mente und eine offene Unruh.

Das Geschäft mit vermeintlichen

Luxusuhren (2)

- Der Hersteller gibt auf der Uhr kei-

nen Hinweis auf die Herkunft des

Werks

- In der Werbung werden Umschreibungen

wie "hochwertig", "Luxus", "original"

benutzt und überdurchschnittlich hohe Rabatte angeboten