Neu ab Juni 2024 (MDR)

Kabel-TV nicht mehr in Nebenkosten

Bis zum 30. Juni 2024 müssen sich mehr als zehn Millionen Mieter entscheiden, über welchen Anbieter sie zukünftig Fernsehen möchten: ob über Kabel, Satellit oder per Streaming. Denn ab dem 1. Juli dürfen Vermieter die Gebüh­ren für Kabel-TV nicht mehr auf die Ne­benkosten umlegen, da das "Nebenkosten­privileg" endet. Wer jetzt selbst einen Vertrag abschließen muss, sollte das im Juni machen, um nahtlos Fernsehen schauen zu können.

Mit der bisherigen Regelung mussten Mieter den Kabelanschluss mitbezahlen, auch wenn sie ihn nicht genutzt haben.

Bahncard 25 und 50 nur noch digital

Bahnkunden müssen sich ab dem 9. Juni 2024 auf eine Änderung bezüglich ihrer Bahncard 25 und 50 einstellen. Ab dann gibt es die Plastikkarte nicht mehr, sie wird nur noch in digitaler Form an­geboten. Um das Abo digital zu nutzen, brauchen Kundinnen und Kunden ein Pro­fil in der Bahn-App oder auf der Platt­form bahn.de. Wer kein Smartphone hat, kann sich ein Ersatzdokument mit QR-Code ausdrucken.

Vorhandene Plastikkarten können bis zu dem aufgedruckten Gültigkeitsende ge­nutzt werden. Die Bahncard 100 soll es auch weiterhin im Plastik-Format geben.

Neuer Weg für Handy-zu-Handy-Zahlung

Kunden einiger Banken in Europa können ab Ende Juni untereinander Handy-zu-Handy-Zahlungen abwickeln. Das ermög­licht das europaweite Bezahlsystem "Wero" der Bankeninitiative EPI. In Deutschland nehmen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Deutsche Bank daran teil.

Ziel der Initiative ist, ein einheitli­ches europaweites System zum Bezahlen per Karte und Smartphone aufzubauen. Damit soll Verbrauchern und Verbrau­cherinnen ein Konkurrenzangebot "zu mächtigen US-Konzernen wie Paypal" ge­macht werden.

Ausnahmeregelungen zur Fußball-EM

Vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 findet die Fußball-EM in Deutschland statt. Fußballfans können die Spiele auch nach 22 Uhr beim Public Viewing verfolgen. Damit solche Veranstaltungen im Freien gezeigt werden können, können die Kom­munen die Lärmschutzregeln befristet lockern, wie das auch schon bei frühe­ren Meisterschaften der Fall war.

Die kommunalen Behörden sollen hier der Bundesregierung zufolge im Einzelfall entscheiden. Mitgefiebert werden kann dann auch gemeinsam in Bars oder Knei­pen. Veranstalter sollten Ausnahmen be­antragen.

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