Wirtschaft: Marktberichte

US-Arbeitsmarkt bleibt robust

Allen geldpolitischen Straffungen der Notenbank Federal Reserve (Fed) zum Trotz bleibt der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten robust. Der Jobaufbau in den USA übertrumpfe im Januar sogar noch die guten Vormonate, konstatierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank. "Der Stellenzuwachs um 517.000 ist fast schon als Job-Boom zu bezeichnen." Analysten hatten im Schnitt nur mit 188.000 neuen Stellen im Januar gerechnet.

Die Arbeitslosenquote fiel von 3,5 auf 3,4 Prozent, was de facto Vollbeschäftigung und die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Mai 1969 bedeutet. "Wann immer wir diese großen Zahlen sehen, kommt die Angst vor der Fed mit aller Macht zurück, weil sich die Anleger sorgen, dass die Fed die Dinge noch weiter vorantreiben wird als sie es getan hat, was das Risiko bringt, dass es keine sanfte Landung der Wirtschaft gibt, sondern eher einen Aufprall", sagte Investmentstratege Brian Jacobsen von Allspring Global Investments.

Waren die Anleger also bisher zu optimistisch, indem zuletzt sogar auf bald wieder sinkende Raten gesetzt wurde? Zwar sind die Inflationsraten zuletzt gefallen, doch sie sind diesseits und jenseits des Atlantiks immer noch weit von der angestrebten Zielmarke der Notenbanken von zwei Prozent entfernt.

03.02.2023, 22:19 Uhr

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