Wahl im Saarland am 26.März

Bundespolitische Bedeutung

Das kleinste deutsche Flächenland macht am 26. März den Auftakt zum Superwahljahr - das politische Berlin blickt daher gespannt nach Saarbrücken.

Die CDU hofft darauf, dass sich Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer behaupten kann, schließlich ist sie neben dem Hessen Bouffier eine von nur noch zwei Regierungschefs, die die Partei in den westdeutschen Bundesländern stellt.

In Umfragen deutete lange Zeit vieles darauf hin, dass die CDU mit der Vertrauten von Kanzlerin Merkel an der Spitze klar stärkste Kraft würde.

Dann allerdings stellte die SPD Schulz als Kanzlerkandidaten auf - die Umfragewerte für die Partei gingen bundesweit in die Höhe. Im Wahlkampf setzte SPD-Spitzenkandidatin Rehlinger daher auf die Unterstützung des neuen Hoffnungsträgers. Zuletzt lagen die bisherigen Regierungspartner CDU und SPD im Saarland laut Umfragen gleichauf.

Möglicherweise hat die SPD nach der Wahl so die Chance, ohne die CDU an die Macht zu kommen. Denkbar wäre ein rot-rot-grünes Bündnis - es wäre das erste seiner Art in einem westdeutschen Bundesland.

Ein linkes Saar-Bündnis würde das Regierungslager von Merkel im Bundesrat weiter schwächen. In der Länderkammer kommt Schwarz-Rot bereits jetzt nur noch auf 16 von 69 Stimmen. Bei einem Regierungswechsel in Saarbrücken würde Rot-Rot-Grün im Bundesrat um drei weitere Stimmen gestärkt.

Welches Bündnis im Saarland an die Macht kommt, hängt auch vom Abschneiden der AfD ab. 2016 gelang ihr der Einzug in fünf Landesparlamente. An der Saar könnte sie viertstärkste Kraft werden. Wegen innerparteilicher Querelen war sie zuletzt in die Defensive geraten.

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