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Chronik: Die Tage vorm 1.Weltkrieg

Am 28.Juni 1914 wurde Österreich-Ungarns Thronfolger in Sarajewo von einem serbischen Nationalisten erschossen. Es begann die sogenannte Julikrise, die mit dem Beginn des 1.Weltkriegs endete. Hier der Ablauf der letzten Tage:

20.Juli: Frankreichs Präsident Raymond Poincare beginnt einen viertägigen Besuch bei Zar Nikolaus II.in St.Petersburg. Beide Seiten versichern sich ihre gegenseitige Bündnistreue.

21.Juli: Kaiser Wilhelm II.befiehlt dem Kronprinzen, sich mit aggressiven Äußerungen zur Lage zurückzuhalten.

22.Juli: Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg empfiehlt, "keinerlei auffällige Bewegungen" der deutschen Flotte vorzunehmen.

23.Juli: Wien stellt Serbien ein binnen 48 Stunden zu beantwortendes Ultimatum: Belgrad soll die Umtriebe gegen die k.u.k.-Doppelmonarchie bekämpfen - unter Beteiligung Österreichs.

24.Juli: Empörung bei Großbritannien, Frankreich und Russland: Sie werten Wiens Forderungen als Eingriff in Serbiens Souveränität.

25.Juli: Serbien macht Österreich weitgehende Zugeständnisse, mobilisiert aber zugleich seine Armee. Wien bricht darauf die diplomatischen Beziehungen ab und macht teilmobil. Der russische Kronrat beschließt, Serbien zu unterstützen.

26.Juli: Großbritanniens Außenminister Sir Edward Grey schlägt eine Vier-Mächte-Konferenz in London vor, um einen Krieg zu vermeiden.

27.Juli: Das Deutsche Reich lehnt Greys Vorschlag ab.

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